Erzbischof Johann von Mainz einigt sich mit Graf Johann von Nassau über den lange zwischen ihnen strittig gewesenen Tournosen vom Zoll zu Oberlahnstein, den Graf Johann beansprucht und den der Frankfurter Bürger Brune von Brunfels innegehabt hat. Erzbischof Johann setzt den Grafen wieder in den Besitz des Tournosen ein, den er lebenslänglich nutzen soll, jedoch unter Vorbehalt der Rechte des Mainzer Erzstiftes nach Graf Johanns Tod. Dieser soll auf alle Einkünfte von dem genannten Tournosen verzichten, die das Mainzer Erzstift davon bis zum heutigen Tage erhoben hat. Wenn Brune oder jemand von seinetwegen das Erzstift wegen dieses Tournosen anspricht, soll es Graf Johann von Nassau schadlos halten. Ist das nicht möglich, dann darf der Graf das Erzstift nicht hindern, das zu tun, wozu es rechtlich verpflichtet ist.
Vollständigen Titel anzeigen
Erzbischof Johann von Mainz einigt sich mit Graf Johann von Nassau über den lange zwischen ihnen strittig gewesenen Tournosen vom Zoll zu Oberlahnstein, den Graf Johann beansprucht und den der Frankfurter Bürger Brune von Brunfels innegehabt hat. Erzbischof Johann setzt den Grafen wieder in den Besitz des Tournosen ein, den er lebenslänglich nutzen soll, jedoch unter Vorbehalt der Rechte des Mainzer Erzstiftes nach Graf Johanns Tod. Dieser soll auf alle Einkünfte von dem genannten Tournosen verzichten, die das Mainzer Erzstift davon bis zum heutigen Tage erhoben hat. Wenn Brune oder jemand von seinetwegen das Erzstift wegen dieses Tournosen anspricht, soll es Graf Johann von Nassau schadlos halten. Ist das nicht möglich, dann darf der Graf das Erzstift nicht hindern, das zu tun, wozu es rechtlich verpflichtet ist.
170 I, U 916
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 15. Jahrhundert >> 1400-1425 >> 1407
1407-06-08
Ausfertigung, mit Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. Wiesbaden feria quarta post diem beatorum Bonifacii et sociorum eius martyrum 1407
Vermerke (Urkunde): Siegler: Siegel des Ausstellers.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Siegel des Ausstellers.
Gegenurkunde Graf Johanns mit der inserierten obigen Urkunde des Erzbischofs vom gleichen Tage in Kopie von 1441 März 27 in einem Libell dieses Datums fol. 35
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:10 MESZ