Anton Eschenlauer von Ettringen in der Grafschaft Schwabegg schwört Entlassung aus dem Gefängnis von Wolf Dietrich von Knöringen zu Hohenrauna, Ritter, Pfandherr der Grafschaft Schwabegg und kaiserlicher Rat, die auf Bitten einiger Priester, Sybilla von Knöringen, geb. von Rechberg, anderer Adliger, seines Bruders, Schwagers und seiner ganzen Verwandtschaft und vieler ehrbarer Leute erfolgt ist, Urfehde. A. wurde bestraft, weil er auf dem Feld von Hans Lang (Langen Hansen) zu Ettringen vier Feldstreifen Veesen heimlich abgeschnitten und in seine Scheune gebracht hatte, obwohl ihm von Hans Kindler gesagt worden war, dass sie Hans Lang gehörten, Clemens Früschlin damit belastet hatte, einige weitere Feldstreifen Veesen für ihn bei Nacht abgeschnitten und weggeführt zu haben, sich aber bei einem Augenschein zeigte, dass er unschuldig war und weil ein 17 bis 18 Jahre altes junges Mädchen für ihn geschnitten hatte, dem seine Frau verbieten wollte, darüber zu sprechen, es gegenüber dem Amtsknecht aber doch zugab. A. setzt Hans Eschenlauer, Müller zu Unterrammingen, Mang Eschenlauer, Paul Eschenlauer und Urban Eschenlauer, Leonhard Wathaller, Müller, Hans Eck, alle von Mattsies (Matzensies), und Hans Sailer von Ettringen als B. ein.
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Anton Eschenlauer von Ettringen in der Grafschaft Schwabegg schwört Entlassung aus dem Gefängnis von Wolf Dietrich von Knöringen zu Hohenrauna, Ritter, Pfandherr der Grafschaft Schwabegg und kaiserlicher Rat, die auf Bitten einiger Priester, Sybilla von Knöringen, geb. von Rechberg, anderer Adliger, seines Bruders, Schwagers und seiner ganzen Verwandtschaft und vieler ehrbarer Leute erfolgt ist, Urfehde. A. wurde bestraft, weil er auf dem Feld von Hans Lang (Langen Hansen) zu Ettringen vier Feldstreifen Veesen heimlich abgeschnitten und in seine Scheune gebracht hatte, obwohl ihm von Hans Kindler gesagt worden war, dass sie Hans Lang gehörten, Clemens Früschlin damit belastet hatte, einige weitere Feldstreifen Veesen für ihn bei Nacht abgeschnitten und weggeführt zu haben, sich aber bei einem Augenschein zeigte, dass er unschuldig war und weil ein 17 bis 18 Jahre altes junges Mädchen für ihn geschnitten hatte, dem seine Frau verbieten wollte, darüber zu sprechen, es gegenüber dem Amtsknecht aber doch zugab. A. setzt Hans Eschenlauer, Müller zu Unterrammingen, Mang Eschenlauer, Paul Eschenlauer und Urban Eschenlauer, Leonhard Wathaller, Müller, Hans Eck, alle von Mattsies (Matzensies), und Hans Sailer von Ettringen als B. ein.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 442 U 73
Staatsarchiv Nürnberg - Repositur 208 - Weiltingen, Urkunden - Büschel 5 / No 37
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 442 Oberamt Weiltingen
Oberamt Weiltingen >> Urkunden
1540 März 1
Urkunden
Deutsch
Zeugen: (1) Kaspar Kaiser von Türkheim (Duirckhain); (2) Jörg Hainler von Türkheim.
Siegler: Auf Bitten des A. und der B.: (1) Peter von Kassel zu Mindelheim, Hauptmann; (2) Hans Jörg Günzburger, Amtmann zu Wörishofen.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Sg., (2) abgegangen
Siegler: Auf Bitten des A. und der B.: (1) Peter von Kassel zu Mindelheim, Hauptmann; (2) Hans Jörg Günzburger, Amtmann zu Wörishofen.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Sg., (2) abgegangen
Eck, Hans, Mattsies
Eschenlauer, Hans, Unterrammingen
Eschenlauer; Anton, Ettringen
Eschenlauer; Mang, Mattsies
Eschenlauer; Paul, Mattsies
Eschenlauer; Urban, Mattsies
Früschlin; Clemens
Günzburger, Hans Jörg, Wörishofen
Hainler, Jörg, Türckheim
Kaiser, Kaspar, Türkheim
Kassel; Peter von, Mindelheim
Kindler, Hans
Knöringen, Sybilla von, geb. von Rechberg
Knöringen, Wolf Dietrich von
Lang, Hans, Ettringen
Sailer, Hans, Ettringen
Wathaller; Leonhard, Mattsies
Bad Wörishofen MN
Ettringen MN
Grafschaft Schwabegg
Mattsies : Tussenhausen MN
Mindelheim MN
Türkheim MN
Unterrammingen : Rammingen MN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:28 MEZ