Barbara geborene Semlin, Witwe des Leonhard Groner von Langenau [Alb-Donau-Kreis], bekennt, dass ihr die Ratsherren Johann Christoph Vehlin, Daniel Besserer und Johann Heinrich Gienger, derzeit Pfarrkirchenbaupfleger in Ulm, mit Zustimmung ihrer verordneten Pfleger Peter Semlin und Christian Groner, beide in Langenau ("Naw") ansässig, ein Feldlehen in Langenau, das von der Pfarrkirchenbaupflege verwaltet wird und der Priesterbruderschaft gehört, zu Erbrecht verliehen haben. Das Lehen hat bisher ihr verstorbener Ehemann bewirtschaftet. Dazu gehören 3,5 Jauchert Äcker und 6 Tagwerk Wiesen. Sie verpflichtet sich, das Feldlehen in gutem Kulturzustand zu halten und der Pfarrkirchenbaupflege davon für die Priesterbruderschaft jährlich 8 Pfund Heller Ulmer Währung und 0,5 Pfund Wachs nach Ulm zu liefern. Sie oder ihre Erben können ihr Erbrecht an dem Feldlehen an geeignete Personen veräußern. Kommt es auf diese oder eine andere Weise zu einem Besitzerwechsel, dann stehen der Pfarrkirchenbaupflege von dem bisherigen Inhaber 16 Schilling Heller als Weglöse und von dem neuen Besitzer dieselbe Summe als Handlohn zu. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben oder unsachgemäßer Bewirtschaftung fällt das Lehen an die Pfarrkirchenbaupflege zurück.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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