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Bürgermeister, Rat, Alder- und Meisterleute protestieren gegen die von Kurfürsten Ernst von Bayern erlassene Beschränkung der Ratswahl auf Katholiken.
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Ratsarchiv (bis 1802) >> 02 Ratsangelegenheiten (A II)
18. Januar 1608
Darin: - Der kurfürstliche Erlass.
Enthält: Bürgermeister, Rat, Alder- und Meisterleute protestieren gegen die Verordnung des Kurfürsten Ernst von Bayern vom 13. Jan. 1608 und bitten es wie bisher bei der freien Ratswahl zu belassen. Der Kurfürst hatte unter Hinweis auf den kaiserlichen Befehl vom 3. Mai 1607 verordnet, dass nur noch eingesessene katholische Bürger in den Rat und für Ämter zu wählen sind. In dem Notariatsinstrument werden genannt: Herman Bischopingk, Arnold Vagedes, Walter Hane, Friderich Nierman, Johan Bifanck, Heinrich Dickman, Christoph Hesse, Hans Lacke, Severin Stoltenkamp, Henrich Meinertz, Bernhardt Brintrup, Henrich Weltwisch, Hermann Stulein, Henrich Aßneck, Herman Sillis, Henrich Luttermann aus Dülmen, Henrich Hollandt und Johannes Schelver
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.