Der Präsident aus der Pfaffengasse - Friedrich Ebert und seine Zeit
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/003 D003246/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/003 Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2000
Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2000 >> Dezember 2000
Samstag, 9. Dezember 2000
Friedrich Ebert, der erste Reichspräsident der Deutschen Republik, stammt aus der Pfaffengasse in Heidelberg. 1919 wurde er durch die ersten demokratischen Wahlen in der Geschichte des Landes in dieses Amt gewählt. Zum ersten Mal hatten die Deutschen einen Nichtadeligen, ja sogar einen Sozialdemokraten, einen Mann aus kleinen Verhältnissen zum Staatsoberhaupt. Der Sohn eines Schneiders trat an die Stelle des Kaisers. Ein kühnes Unterfangen, das er sich nie hätte träumen lassen. Er wuchs in Heidelberg in Armut auf, lernte Sattler, ging auf Wanderschaft und schloss sich der immer stärker werdenden sozialdemokratischen Bewegung an und stieg rasch auf in der Partei. Der Erste Weltkrieg brachte die Wende. Das kaiserliche Regiment war am Ende und Friedrich Ebert übernahm die politische Verantwortung, zunächst als Kanzler für einen Tag, dann als Präsident. Umstritten ist seine Herrschaft in schwierigen Zeiten. Deutschland, vom Krieg schwer angeschlagen, durch Reparationszahlungen wirtschaftlich am Ende, politisch gesehen ein Pulverfass, sollte demokratisiert werden. Eine schier unlösbare Aufgabe. Ebert, der Mann der Mitte, saß oft zwischen allen Stühlen. Die Weimarer Republik, von Staatskrisen, politischen Morden und Anschlägen erschüttert, erlebte trotz alledem eine kulturelle Blüte. Dichter, Maler, Fotografen, Filmemacher und Musiker nutzten die neuen demokratischen Freiheiten. Die Sendung zum 75. Todesjahr Friedrich Eberts spiegelt sein privates und öffentliches Leben vor den politischen und kulturellen Ereignissen jener Tage wider.
SWR 2
1:00:00; 1'00
Audio-Visuelle Medien
Mühlhausen, Walter
Deutschland [D]; Weimarer Republik
Heidelberg HD; Gedenkstätte
Gedenkstätte
Partei; SPD
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:21 MEZ
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