Graf Johann zu Sayn, Herr zu Homburg bekennt, da ihn Gerhard Rembold, sein Vogt zu Rheinburg, früher zu den 5000 Goldgulden nebst Jahrrente, die er für Reinhard von Bullych aufgerichtet, 690 Goldgulden gelehnt habe laut Briefs, wonach er sich von der Schatzung und anderen Gefällen zu Rheinbach selbst wieder bezahlt machen solle; so habe ihm derselbe außerdem 200 Goldgulden zu dem Geld geliehen, welche er Johann Waldbott bezahlt habe, und verspreche, ihm solche 200 Gulden von jenem seinem Kassenbestand unverzüglich zurück zu zahlen. Falls aber so viel nicht vorhanden sei, so befehle er seinem Zöllner Rembold zu Rheinbach seine Früchte daselbst, Korn und Hafer zu verkaufen und Gerhard davon zu bezahlen.
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Graf Johann zu Sayn, Herr zu Homburg bekennt, da ihn Gerhard Rembold, sein Vogt zu Rheinburg, früher zu den 5000 Goldgulden nebst Jahrrente, die er für Reinhard von Bullych aufgerichtet, 690 Goldgulden gelehnt habe laut Briefs, wonach er sich von der Schatzung und anderen Gefällen zu Rheinbach selbst wieder bezahlt machen solle; so habe ihm derselbe außerdem 200 Goldgulden zu dem Geld geliehen, welche er Johann Waldbott bezahlt habe, und verspreche, ihm solche 200 Gulden von jenem seinem Kassenbestand unverzüglich zurück zu zahlen. Falls aber so viel nicht vorhanden sei, so befehle er seinem Zöllner Rembold zu Rheinbach seine Früchte daselbst, Korn und Hafer zu verkaufen und Gerhard davon zu bezahlen.
340, U 12641
340 Grafschaft Sayn-Hachenburg
Grafschaft Sayn-Hachenburg >> Urkunden >> 8 1500 bis 1549 >> 8.2 1511-1520
1519 Dezember 27
Papier, 1 aufgedrücktes Siegel, deutsch, Original, kassiert
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Auf Dienstag St. Johanns des Evangelistentag
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:07 MESZ