Einnahme/Ausgabeblatt Lank
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A III 25 Familienarchiv Hauss
Familienarchiv Hauss >> Sammlung Plattes >> Diverse Unterlagen
1807-1817
Enthält: Die ersten drei Zeilen auf der Vorderseite sind nicht mehr lesbar, vermutlich wird dort das zu verpachtende Stück Schlagholz genannt. Lesbar ist es ab der Mitte der vierten Zeile. Es geht um schlechtes Holz, das zum Wohle der Gemeinde veräußert werden soll. Im Jahr 1806 wurde das betreffende Stück Schlagholz durch den damaligen Bürgermeister Wilhelm Heinr. Cames und auf Gutbefinden des Gemeinderats dem meistbietenden Peter Wilhelm Hans für einen jährlichen Pachtpreis von 87 „Franken“ zugeschlagen. Bei den Einnahmen handelt es sich um Zahlungen für Holz sowie Gras aus „eilf Wiesen“, bei den Ausgaben um die Pacht, nämlich die 87 Francs werden umgerechnet, was 29 Reichstaler 43 ½ Silbergroschen ergibt. Für die Jahre 1807 bis 1816 sind das 297 Reichstaler 15 Silbergroschen. Ferner wird die Anschaffung einer neuen Brandspritze mit ledernem Rohr aufgeführt. Das lederne Rohr ist 63 Fuß lang, wurde bei Meister Höfer in Osterath hergestellt und kostet pro Fuß 40 Stüber, macht zusammen 42 Reichstaler. Im Zusammenhang mit der Ansschaffung der neuen Brandspritze wird hier referiert, was in der Gemeinde besprochen wurde. So wurde festgelegt, dass dieses Feuerlöschgerät sowohl innerhalb als auch außerhalb eingesetzt werden soll, dass selbst, wenn ein Feuer in zwei Stunden Entfernung ausgebrochen wäre, die Spritze dorthin befördert werden solle und dass keinem Bürger seine Pferde zu „lieb“ sein sollten, sondern dass Pferde eiligst beigebracht werden sollen, wofür derjenige hinterher auch belohnt werden solle. Es folgen Ausgaben für solche Brandfälle, zwei Mal im Jahr 1808, der erste Brand betraf den Bürgermeister („Maire“) selbst, der zweite war in Lank. Dann brannte es 1810 in Willich und 1811 in „Latzum“. Die Zahlung von 8 Reichstaler im Jahr 1817 jedoch tätigte Bürgermeister Viehoff zu Lank für die Besoldung der Hebamme.
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
09.01.2026, 11:51 AM CET