Schröder, Dr. Paul (Ingenieur) (Bestand)
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BArch N 773
call number: N 773
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> S
1894-1973
Geschichte des Bestandsbildners: Geboren 11. März 1894 in Alkoven; gestorben 26.2.1960 in Vielshofen.
1914 - 1918: Kriegsdienst in der bayerischen Armee; Leutnantspatent (1. Bayer. Fuß-Artillerie-Regiment) am 23. Juni 1914; 1918 Verwendung als Referent für Artillerie im Generalkommando Bayer. 1. Reserve-Korps; bei Kriegsende Oberleutnant.
1920 - 1924: wissenschaftliche Ausbildung; ab 1922 Assistent am Lehrstuhl für Technische Mechanik und Thermodynamik an der Technischen Hochschule Stuttgart; 1924 Promotion aufgrund einer Dissertation in angewandter Mathematik und Mechanik.
1925: Leiter der Versuchsabteilung im Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen.
1927 - 1929 Mitglied des wissenschaftlichen Stabes der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin-Adlershof (hier: Entwicklung von Großflugbooten).
1930: Abteilungsleiter in der Hamburgischen Schiffsbau-Versuchsanstalt in Hamburg-Barmbek
1931 - 1934: private Lehr- und Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Dynamik in Berlin-Charlottenburg.
1937 - April 1939 Anstellung im Heereswaffenamt / Heeresversuchsstelle Peenemünde im Bereich Raketenwaffen, zuletzt Abteilungsleiter (Unterstellung unter techn. Direktor Wernher von Braun).
Mai 1939 - Oktober 1942: Hauptabteilungsleiter (Wissenschaftliche Abteilung) im Heereswaffenamt / Heeresversuchsstelle Peenemünde.
November 1942: Versetzung in die Raketenabteilung des Heereswaffenamtes in Berlin.
März 1943 - Mai 1945: Gruppenleiter mit den Aufgaben a) Leitung der wissenschaftlichen Forschung zur Raketentechnik, b) Beratung der militärischen Führung und c) Unterrichtung von Truppenführern in der Handhabung von Raketenwaffen.
1945 - 1948: Britische Kriegsgefangenschaft, danach Zusammenarbeit mit dem britischen Intelligence Service und dem Department of Armament Supply (Schwerpunkte: Verbesserung der Treffgenauigkeit von Artilleriegeschossen und drallstabilisierten Raketen.
1948 - März 1953: Aufenthalt in Deutschland, dabei zwei angebliche sowjetische Entführungsversuche und britische "Schutzhaft" in Bad Hermannsborn.
1953 - 1956: Anstellung im Patrick Air Force Missile Test Center (Directorate of Range Developement) in Florida / USA; sei 1954 Angehöriger des US-Federal Civil Services.
1956 - 1957: Abschied aus dem US-Staatsdienst aufgrund von Divergenzen; Beschäftigung in US-Rüstungsunternehmen (General Mills und Martin Aircraf.)
Dezember 1958: Rückkehr nach Deutschland.
Bestandsbeschreibung: Der Bestand beinhaltet in der Hauptsache Nachkriegskorrespondenzen und Ausarbeitungen mit militärischem Bezug.
Hinweise auf andere Bestände
RH 8 I - Heereswaffenamt
RH 8 II - Heeresversuchsanstalt Peenemünde
N 625 - Nachlass Erich Schneider
N 329 - Nachlass Dr. Enst Ritter von Horstig
Zitierweise: BArch N 773/...
1914 - 1918: Kriegsdienst in der bayerischen Armee; Leutnantspatent (1. Bayer. Fuß-Artillerie-Regiment) am 23. Juni 1914; 1918 Verwendung als Referent für Artillerie im Generalkommando Bayer. 1. Reserve-Korps; bei Kriegsende Oberleutnant.
1920 - 1924: wissenschaftliche Ausbildung; ab 1922 Assistent am Lehrstuhl für Technische Mechanik und Thermodynamik an der Technischen Hochschule Stuttgart; 1924 Promotion aufgrund einer Dissertation in angewandter Mathematik und Mechanik.
1925: Leiter der Versuchsabteilung im Luftschiffbau Zeppelin in Friedrichshafen.
1927 - 1929 Mitglied des wissenschaftlichen Stabes der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin-Adlershof (hier: Entwicklung von Großflugbooten).
1930: Abteilungsleiter in der Hamburgischen Schiffsbau-Versuchsanstalt in Hamburg-Barmbek
1931 - 1934: private Lehr- und Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Dynamik in Berlin-Charlottenburg.
1937 - April 1939 Anstellung im Heereswaffenamt / Heeresversuchsstelle Peenemünde im Bereich Raketenwaffen, zuletzt Abteilungsleiter (Unterstellung unter techn. Direktor Wernher von Braun).
Mai 1939 - Oktober 1942: Hauptabteilungsleiter (Wissenschaftliche Abteilung) im Heereswaffenamt / Heeresversuchsstelle Peenemünde.
November 1942: Versetzung in die Raketenabteilung des Heereswaffenamtes in Berlin.
März 1943 - Mai 1945: Gruppenleiter mit den Aufgaben a) Leitung der wissenschaftlichen Forschung zur Raketentechnik, b) Beratung der militärischen Führung und c) Unterrichtung von Truppenführern in der Handhabung von Raketenwaffen.
1945 - 1948: Britische Kriegsgefangenschaft, danach Zusammenarbeit mit dem britischen Intelligence Service und dem Department of Armament Supply (Schwerpunkte: Verbesserung der Treffgenauigkeit von Artilleriegeschossen und drallstabilisierten Raketen.
1948 - März 1953: Aufenthalt in Deutschland, dabei zwei angebliche sowjetische Entführungsversuche und britische "Schutzhaft" in Bad Hermannsborn.
1953 - 1956: Anstellung im Patrick Air Force Missile Test Center (Directorate of Range Developement) in Florida / USA; sei 1954 Angehöriger des US-Federal Civil Services.
1956 - 1957: Abschied aus dem US-Staatsdienst aufgrund von Divergenzen; Beschäftigung in US-Rüstungsunternehmen (General Mills und Martin Aircraf.)
Dezember 1958: Rückkehr nach Deutschland.
Bestandsbeschreibung: Der Bestand beinhaltet in der Hauptsache Nachkriegskorrespondenzen und Ausarbeitungen mit militärischem Bezug.
Hinweise auf andere Bestände
RH 8 I - Heereswaffenamt
RH 8 II - Heeresversuchsanstalt Peenemünde
N 625 - Nachlass Erich Schneider
N 329 - Nachlass Dr. Enst Ritter von Horstig
Zitierweise: BArch N 773/...
Schröder, Paul, 1894-1973
17 Aufbewahrungseinheiten; 0,4 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RH 8 I - Heereswaffenamt
RH 8 II - Heeresversuchsanstalt Peenemünde
N 625 - Nachlass Erich Schneider
N 329 - Nachlass Dr. Ernst Ritter von Horstig
Literatur: Walter Dornberger: Peenemünde. Die Geschichte der V-Waffen, 12. Aufl., Frankfurt/Main 2001;
Heinz Dieter Hölsken: Die V-Waffen: Entstehung - Propaganda - Kriegseinsatz, Stuttgart 1984
RH 8 II - Heeresversuchsanstalt Peenemünde
N 625 - Nachlass Erich Schneider
N 329 - Nachlass Dr. Ernst Ritter von Horstig
Literatur: Walter Dornberger: Peenemünde. Die Geschichte der V-Waffen, 12. Aufl., Frankfurt/Main 2001;
Heinz Dieter Hölsken: Die V-Waffen: Entstehung - Propaganda - Kriegseinsatz, Stuttgart 1984
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ