Fall Laube
Vollständigen Titel anzeigen
4-6-6 Joseph Euler, Dienstliches III, 4-6-6-6.0000
4-6-6 Joseph Euler, Dienstliches III Joseph Euler, Dienstliches III
Joseph Euler, Dienstliches III
1885-1886
Enthält: 4-6-6-6.0001: Gerichtliches Schreiben über Arrestsachen der Ehefrau des Schauspielers Robert Laube gegen ihren Mann Robert Laube derzeit am Hoftheater in Sachsen-Altenburg beschäftigt. Frau Laube beansprucht Alimentenzahlungen (26.9.1885). Rückseitig Zustellungsbescheid (28.9.1885); 4-6-6-6.0002: Gerichtlicher Bescheid, in dem festgelegt wird, daß Frau Laube als Alimentation die Forderung ihres Mannes gegenüber dem geschäftslosen Heinrich Schroeder, Schuldner ihres Mannes, durch einen Arrestprozeß einklagen kann. Ursprünglich hatte Schröder Geld bei Frau Laube, der Mutter Laubes, geliehen. Nach ihrem Tod ging die Forderung in die Erbmasse ein. Die Zahlungen müssen an die Ehegattin Laubes erfolgen, kann der Schuldner nicht zahlen folgt die Pfändung (6.10.1885) Rückseitig Abschrift des Pfändungsbefehls (1.10.1885); 4-6-6-6.0003: Schreiben von Notar Arthur Dölitzsch an Euler. Dölitzsch bittet Euler, ihm bei der Vertretung des Hofopernsängers R. Laube gegen Heinrich Schroeder zu helfen (10.10.1885); 4-6-6-6.0004: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Dölitzsch bittet Euler endlich auf sein Schreiben vom 10.10. zu antworten (21.10.1885); 4-6-6-6.0005: Abschrift des Antwortschreibens von Euler an Dölitzsch (25.10.1885); 4-6-6-6.0006 - 6.0007: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Angesprochen werden Vollmachtserklärungen im Fall Laube (28.10.1885; 7.11.1885); 4-6-6-6.0008 - 6.0009: Vollmachtserklärung von Laube für Joseph Euler, der in seinem Namen das geschuldete Kapital von den Eheleuten Schröder in Empfang nehmen soll (7.11.1885); 4-6-6-6.0010: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Er bittet ein rückseitig abgeschriebenen Brief der Schwester Laubes zur Kenntnis zu nehmen. Sie weist darauf hin, daß Robert Laube, da er bereits eine wertvolle Truhe aus dem Nachlaß seiner Mutter erhalten habe, weniger Geld aus den Forderungen gegenüber Schroeder erhalten dürfe (21.11.1885); 4-6-6-6.0011: Kurzmitteilung des Rechtsanwaltes Julius Breede an Euler. Thema ist die Auszahlung aus Forderungen gegenüber Schröder. Der Schwager Laubes will persönlich vorsprechen (21.11.1885); 4-6-6-6.0012: Abschrift des Antwortschreibens von Euler an Breede. Euler zeigt an, daß es ausreicht, wenn Matuschek eine Vollmacht seiner Frau einreicht (26.11.1885); 4-6-6-6.0013 - 6.0014: Schreiben von Laube und Dölitzsch an Euler. Laube fordert Euler auf, daß ihm aus dem Erbe seiner Mutter zustehende Geld an Dölitzsch auszuzahlen (2.12.1885;10.12.1885); 4-6-6-6.0015: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Erneut wird die Auszahlung des Geldes gefordert. Die Arrestsache Laube gegem Laube ist durch eine Trennung der Ehe hinfällig geworden (19.12.1885); 4-6-6-6.0016: Brief von Schroeder an seine Schwester. Er bittet sie die Angelegenheit mit Matuschek zu regeln und ermächtigt sie in seinem Namen zu handeln (25.12.1885); 4-6-6-6.0017: Abschrift eines Schreibens von Euler an Dölitzsch. Er gibt an, daß die Zahlung aus der Hypothekenauflösung erst jetzt bei ihm eingetroffen ist. Euler erbittet Auszahlungsquittung für Frau Laube, sowie Anordnungen gegenüber Auszahlungsgesuchen Matuscheks, der angibt von Laube eine nicht unbedeutende Summe erhalten zu müssen (30.12.1885); 4-6-6-6.0018: Rechnung von Euler an Matuschek für Erbteilung Laube (5.1.1886); 4-6-6-6.0019: Abschrift einer Anzeige des Regimentsattlers Matuschek vor dem königlichen Amtsgericht Düsseldorf gegen Justizrat Euler. Er prangert die vorzeitige Auszahlung des Geldes vor Verrechnung der Begräbniskosten, sowie das Nichtberücksichtigen des Werts der Kommode an (5.1.1886); 4-6-6-6.0020: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Er weist darauf hin, daß eine Auszahlung der Ehefrau Laubes erst nach der Scheidung erfolgen soll, außerdem listet er die Ansprüche von Matuschek auf, bemerkt aber, daß die meisten Ansprüche nicht belegt sind (5.1.1886); 4-6-6-6.0021: Schreiben des Rechtsanwaltes Schellenberg an Euler. Er bittet Euler die Abfindungssumme für Frau Laube zurückzuhalten (6.1.1886); 4-6-6-6.0022: Kostenrechnung der königlichen Gerichtskasse (8.1.1886); 4-6-6-6.0023: Brief von Kehlenbach an Laube. Kehlenbach bestätigt Matuscheks Angaben über Krankenpflegekosten (9.1.1886); 4-6-6-6.0024: Schreiben von Matuschek an Euler. Thema ist erneut ein Geldzahlungsmodus (12.1.1886); 4-6-6-6.0025: Abschrift eines Schreibens von Euler an Dölitzsch. Euler erklärt die Auszahlungsverzögerung mit dem Protest Matuscheks. Eine Auszahlung kann erst nach der Beilegung des erhobenen Einspruchs erfolgen (12.1.1886); 4-6-6-6.0026: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Dölitzsch bezeichnet Matuscheks Ansprüche als unzureichend und bittet Euler um eine Teilzahlung des Kapitals (18.1.1886); 4-6-6-6.0027: Schreiben von Matuschek an Euler. Matuschek fordert einen Ausgleich seiner Ausstände durch seinen Schwager Laube und die königliche Kasse (18.1.1886); 4-6-6-6.0028: Schreiben von Euler an Matuschek. Euler bittet Matuschek sich direkt an Dölitzsch zu wenden (23.1.1886); 4-6-6-6.0029: Abschrift eines Schreibens von Euler an Dölitzsch. Euler zeigt Übersendung des Geldes an Laube an und bittet Dölitzsch mit Matuschek zu verhandeln (23.1.1886); 4-6-6-6.0030: Rechnung von Euler an Laube (Januar 1886); 4-6-6-6.0031: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Er bestätigt die Summe für Laube erhalten zu haben (25.1.1886); 4-6-6-6.0032: Schreiben von Dölitzsch an Matuschek. Dölitzsch fordert Matuschek auf, seinen Protest zurückzuziehen, damit endlich eine Auszahlung an ihn erfolgen kann (3.2.1886); 4-6-6-6.0033: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Euler wird aufgefordert die Matuschek zustehende Summe nur bei Rücknahme des Protestes auszuzahlen (3.2.1886); 4-6-6-6.0034: Schreiben von Matuschek an Euler. Matuschek deutet eine Rücknahme des Protestes an und erbittet die Übersendung des Geldes (5.2.1886); 4-6-6-6.0035: Abschrift eines Schreibens von Euler an Dölitzsch. Euler gibt an Matuschek, der auf weitere Zahlungen verzichtet, den Betrag ausbezahlt zu haben. Außerdem zeigt er an bis zur Scheidung des Ehepaars Laube einen bestimmten Betrag zurückzuhalten. Das Geld für Frau Laube wurde auf der Bank festgelegt (15.2.1886); 4-6-6-6.0036: Abschrift eines Schreiben des Hypothekenamtes. Eine Löschung kann erst nach der Beseitigung von Mängeln erfolgen (22.3.1886); 4-6-6-6.0037: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Dölitzsch zeigt die "Löschungsgenehmigung" von Laube an (25.3.1886); 4-6-6-6.0038: Kostenrechnung des Rechtsanwaltes Albert Jonas für die Eheleute Matuschek (10.4.1886); 4-6-6-6.0039: Notizzettel" (6.5.1886); 4-6-6-6.0040: Rechnung des Notars Coninx für Heinrich Schroeder (30.4.1886); 4-6-6-6.0041: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Dölitzsch erbittet Übersendung des Betrags für Frau Laube (15.7.1886); 4-6-6-6.0042: Abschrift eines Schreibens von Euler an Dölitzsch. Euler gibt an, daß Geld nicht auszahlen zu können, bevor er nicht von den Eheleuten Laube über die Aufhebung des Arrestverfahrens gegen Schroeder informiert wurde (16.7.1886); 4-6-6-6.0043: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Er erbittet Übersendung des Restbetrages und nicht des festgelegten Geldes (20.7.1886); 4-6-6-6.0044: Abschrift eines Schreibens von Euler an Dölitzsch. Euler zeigt an, daß er erst auf Anweisung des Scheidungsanwaltes von Frau Laube zahlt (26.7.1886); 4-6-6-6.0045: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Erneut wird die Auszahlung des Geldes gefordert. Entwurf einer Antwort Eulers ebenfalls auf Schreiben erhalten (9.8.1886); 4-6-6-6.0046: Beleg über eingereichtes Einschreiben oder Paket für Matuschek (8.10.1886); 4-6-6-6.0047: Schreiben von Dölitzsch an Euler. Euler wird aufgefordert die Sache Laube endlich zum Ende zu bringen (21.10.1886) Rückseitig Entwurf des Antwortschreibens von Otto Euler, der die Verzögerung des Falls mit dem Tod seines Vaters entschuldigt (20.10.1886); 4-6-6-6.0048: Schreiben von Dölitzsch an die Erben Euler. Er erbittet Übersendung einer abschließenden Rechnung (13.11.1886); 4-6-6-6.0049: Quittung, Rechtsanwalt Schiedges bescheinigt die Auszahlung der Abfindungssumme für Frau Laube (14.11.1886); 4-6-6-6.0050: Notizzettel (undat.).
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:49 MEZ