Äbtissin Katharina Greve, Priorin Anna Artus, alte Äbtissin (olde vrouwe) Adelheid van Germete und sämtliche Jungfrauen und Schwestern des Kl. und Stiftes Wormeln (Wormulon), Zisterzienserordens Mainzer Bistums, verkaufen Herrn Johann Wernking, Rektor und Inhaber (besitter) des Altars St. Peter und Paul in der Pfarrkirche zu Wildungen1), in der Unterstadt (nederstadt) gelegen, zweieinhalb Goldgulden jährlicher Rente für 50 rheinische Goldgulden, die zuvor von Sangesmeister (sengers meester) Johann Tuse an der St. Stephanskirche in Mainz und Patron des Altars, abgelöst worden sind. Diese 50 Gulden sind von Johann Hueser, Goldschmied in der Neustadt Warburg (Wartberch), auf Geheiß des Tuse an das Kloster ausgezahlt worden, womit dieses eine Hufe Land zu Rottersche und 32 Morgen vor dem Calenberg2) abgelöst hat. Die Rente soll aus dem im Feld zu Wormeln gelegenen Winenhof gezahlt werden, den Thomas Ordikens bewirtschaftet und dafür dem Kloster 12 Malter Korn, je zur Hälfte Roggen und Hafer, jährlicher Pacht entrichtet. Sie kann jährlich zu Mittwinter (Weihnachten, 25. Dezember) innerhalb von vier Tagen in Warburg bei Vorankündigung zu Michaelis (29. September) oder eher mit 50 Gulden wieder eingelöst werden. Das große Konventssiegel wird angekündigt. Zeugen sind Johann Yserenhoet, Prior des Dominikanerklosters in Warburg, Johann Hert, Pater und Beichtvater in Wormeln, und Johann Andree, Propst in Warburg. 1510 des derde dages na Circumcisionis Domini.