Meckel von Neesbach ('Neste-'), Bürgerin zu Limburg, verkauft Herrn Ludwig von Frankfurt, Kanoniker im Stift Limburg, dessen Erben oder dem, dem er es vererbt ('wen hee darzuo erbet'), für 200 schwere Gulden, die dieser ihr bezahlt hat, das Teil des Hofes zu Dietkirchen auf der 'Helde', das sie und ihr + Mann Johann Wamselre von Heidenreich von Seelbach und dessen Frau Gertrud kauften, und alles zu diesem Halbteil des Hofes gehörende Gut in Dorf oder Feld, an Äckern, Land, Gärten, Baum- und Weingärten, Häusern, Hofstätten, Wiesen, Wasser, Weide, Holz, Feld und allen Rechten. Sie hat dies Gut dem Käufer vor dem Amtmann, dem Heimbürgen und den Nachbaren zu Dietkirchen mit Halm und Mund, wie im Lande und in der Grafschaft Diez rechtsüblich, aufgetragen und gelobt Währschaftsleistung. - Siegel ihres lieben gnädigen Herrn, des Grafen Gerhard von Diez, und ihres Sohns, Heinrichs von Neesbach.
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Meckel von Neesbach ('Neste-'), Bürgerin zu Limburg, verkauft Herrn Ludwig von Frankfurt, Kanoniker im Stift Limburg, dessen Erben oder dem, dem er es vererbt ('wen hee darzuo erbet'), für 200 schwere Gulden, die dieser ihr bezahlt hat, das Teil des Hofes zu Dietkirchen auf der 'Helde', das sie und ihr + Mann Johann Wamselre von Heidenreich von Seelbach und dessen Frau Gertrud kauften, und alles zu diesem Halbteil des Hofes gehörende Gut in Dorf oder Feld, an Äckern, Land, Gärten, Baum- und Weingärten, Häusern, Hofstätten, Wiesen, Wasser, Weide, Holz, Feld und allen Rechten. Sie hat dies Gut dem Käufer vor dem Amtmann, dem Heimbürgen und den Nachbaren zu Dietkirchen mit Halm und Mund, wie im Lande und in der Grafschaft Diez rechtsüblich, aufgetragen und gelobt Währschaftsleistung. - Siegel ihres lieben gnädigen Herrn, des Grafen Gerhard von Diez, und ihres Sohns, Heinrichs von Neesbach.
19, U 41
19 Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren
Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren >> Urkunden >> sonstige Urkunden >> 1351-1375
1359 September 30
Ausfertigung, Pergament W 19,41 mit beiden versehrten Siegeln: 1. Wappensiegel des Grafen von Diez. 2. Durchmesser 2 cm, im Siegelfeld ein Dreiecksschild mit drei Schrägbalken, Umschrift: (+) 'S(IGILLVM) HE(N)R(ICI) DE NESTEBAC(H)'. - Rückvermerk (Anfang 16. Jh.): 'Littera de heldenhobe' (Zusatz des 17. Jh.:) 'beiden vicarien st. Trinitatis, st. Andreae'. Rückvermerk (18. Jh.) des Limburger Stiftsdekans Corden. - Kopie, Papier (18. Jh.), beglaubigt von J. L. Corden, geistlicher Rat. Dekan zu Limburg und apostolischen Notar, ebenda. - Einfache Kopie, Papier (18. Jh.) von Corden W 19,343
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Actum et d. 1359, in crastino beati Michaelis archangeli
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 78
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:07 MESZ
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