A1: Georg Renner, Kellner des Klosters Michelfeld. A2: Peter Zatzer, Hammermeister zu der Ziegelmul (Staubershammer, Lkr. Eschenbach). A3: Hermann Stauber zu Michelfeld. A1 - A3 für Abt Bartholomäus und den Konvent des Klosters Michelfeld einerseits. A4: Hans Kellner, Bürger und des Rats der Stadt Auerbach. A5: Fritz Zobl, Bürger und des Rats der Stadt Auerbach. A6: Hans Sigler von der Gemein der Stadt Auerbach. A4 - A6 für Bürgermeister, Rat und gemeine Stadt Auerbach andererseits. S: Stadt Auerbach. E: Abt und Konvent des Klosters Michelfeld als eine der beiden Parteien (eine gleichlautende Ausfertigung mit dem Siegel des Klosters geht an die Stadt Auerbach). Betreff: Gütlicher Spruch in folgenden Irrungen: 1) Im Bach von Auerbach bis zum Kloster Michelfeld, die Speck genannt, sollen unterhalb des Welboltsteins und oberhalb der Sasserfurt beim Acker des Mülhensleins von Hungerperg (Hammerberg, Lkr. Eschenbach), wo ein viereckiger, gehauener Stein und eine steinerne Marter sind, die von Auerbach und von Michelfeld fischen dürfen. 2) Von dem Stein bzw. der Marter bis nach Michelfeld soll niemand von Auerbach, sondern nur der Fischer von Michelfeld oder wen das Kloster dazu verordnet fischen dürfen, weil dieses Wasser kein "freies Gemeinwasser", sondern Eigentum des Klosters ist. 3) Einen Acker und ein Wiesflecklein, gelegen zwischen der Speck und der Loefurt und an den Weg daselbst stoßend, die vom Kloster zu Lehen rühren und die jetzt Herr Peter Krausen, Pestelmesser zu Auerbach, innehat, nachdem sie von Heinz Pestler an den verstorbenen Fritz Tuchscherer käuflich gekommen und von diesem zu einem ewigen Jahrtag an das Gotteshaus zu Auerbach geschafft worden waren, sollen künftig die von Auerbach an Stelle der Pestelmesse, des Gotteshauses und des Spitals St. Johannis zu Auerbach vom Abt des Klosters zu Lehen empfangen, was sie auch jüngst durch die vom Rat der Stadt dazu verordneten Hans Sigler und Hans Rupl getan haben. 4) Wegen des Triebs, über den sich die von Auerbach gegen den Abt von Michelfeld beklagt haben und den Herr Jorg Renner als Anwalt des Klosters mit Verweis auf briefliche Urkunden verantwortet hat, lautet der Spruch, dass jeder Teil seine Gerechtigkeit mit nachbarlichem Willen gegenüber dem jeweiligen anderen gebrauchen soll.