Tettnang, Oberamt (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 63 a
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 >> Vorderösterreich >> Oberamt Tettnang
(1639-) 1681, 1753-1806
Inhalt und Bewertung
Die 1780 von Österreich erworbenen montfortischen Herrschaften Tettnang, Argen und Schomburg bildeten von diesem Zeitpunkt an bis zum Jahr 1806 das fünfte Oberamt Schwäbisch-Österreichs. Die seit 1592 an die Fugger verpfändete und bereits 1755 von Österreich erworbene montfortische Herrschaft Wasserburg wurde dem Oberamt 1786 angegliedert.
Die hier verzeichneten Archivalien - Akten, Rentrechnungen und Kontraktprotokolle - wurden erst in jüngerer Zeit im Staatsarchiv Ludwigsburg zum vorliegenden Bestand vereinigt. Die Akten waren mit denen der vorderösterreichischen Regierung in B 63 vermischt, die Amtsbücher entstammen dem ehemaligen Finanzarchiv und dem Bestand B 123 II.
Die Hauptüberlieferung der Herrschaft Wasserburg liegt heute im Staatsarchiv Augsburg.
Im Jahr 2000 wurden im Rahmen des bayerisch-baden-württembergischen Beständeausgleichs 14 Büschel der Provenienz Oberamt Tettnang vom Staatsarchiv Augsburg abgegeben, die hier angeschlossen wurden.
Vorbemerkung: Die Grundlage des vorliegenden Repertoriums bildete das um 1930 von Regierungsrat Dr. K. O. Müller angelegte Verzeichnis der Akten des Kaiserl. - Königl. Oberamts Tettnang. Dieser Bestand enthielt neben den Oberamtsakten auch Akten der vorderösterreichischen Regierung. Archivrat Dr. Schwanke hat im Jahre 1956 anläßlich der durch Anfall weiterer Archivalien - großenteils aus dem aufgelösten Mischbestand H 64-65 ("Archivalakten" des Kath. Kirchenrats) - notwendig gewordenen Neuordnung die Akten provisorisch auf Zetteln neu aufgenommen und dabei die Amtsakten von den Regierungsakten getrennt. Einzelne Akten des Rentamts Tettnang, des Landwaibelamts, des Obervogteiamts Langenargen und - soweit es sich um geschlossene Aktenvorgänge handelte - auch der bayerischen Nachfolgebehörden - wurden bei dem vorliegenden Bestand belassen. Die Regierungsakten bilden jetzt einen besonderen Bestand (B 63). Die vom ehemaligen Finanzarchiv herrührenden Rechnungen der Herrschaften Tettnang, Langenargen, Schomburg und Hemigkofen hat im Jahr 1958 der Archivangestellte Böhm aufgenommen. Sie wurden nunmehr als Abteilung I mit den Akten zu einem Bestand vereinigt; zur Unterscheidung von den Akten sind die Rechnungsbände mit einem * versehen. Unregelmäßigkeiten in der Titelaufnahme hat bei einer anschließenden Überarbeitung Regierungsinspektor Bürkle beseitigt. Die Quartalrechnungen laufen: I. Quartal 1. November - 31. Januar II. Quartal 1. Februar - 30. April III. Quartal 1. Mai - 30. Juli IV. Quartal 1. August - 31. Oktober Die Abteilung I enthält 211 Rechnungsbände (= 3, 4 lfd. m), in Abteilung II sind 397 Aktenbüschel (= 3, 1 lfd. m) verzeichnet. Ludwigsburg, Juli 1959 Dr. W. Grube In den Jahren 2008/ 2009 wurde das maschinenschriftliche Findbuch, dem später einige Nachträge eingefügt worden waren, im Rahmen der Pilotphase des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts zur Retrokonversion archivischer Findmittel digitalisiert. In Zusammenarbeit der Koordinierungsstelle Retrokonversion an der Archivschule Marburg und des Landesarchivs Baden-Württemberg wurde das Findbuch für die Einstellung ins Internet vorbereitet, die im November 2009 erfolgte.
455 Büschel, 212 Bände
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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13.11.2025, 2:39 PM CET