Teilnahme von Artelshofener Untertanen am Ausschuss 1748, nebst Anforderung von Zeugen in einer Verleumdungssache
Vollständigen Titel anzeigen
E 49/II Nr. 1559
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
05.06.1748
Enthält:
1748 Juni 5: Schreiben des Friedrich Wilhelm Ebner, Pflegers zu Hersbruck, an Hieronymus Wilhelm Ebner, Administrator der Tetzelstiftung, Nürnberg.
Der vor 3 Jahren aufgestellte junge Ausschuss soll abgelöst werden. Bitte, die jungen Männer am 12. des Monats um 8 Uhr im Pflegamt erscheinen zu lassen.
Dabei:
PS: Eine umherziehende Frau namens Anna Barbara Steiner aus Großreuth hinter Schweinau wurde hier inhaftiert, weil sie mehreren Metzgermeistern gegenüber behauptet hat, mit einem hiesigen Mitmeister namens Johann Jacob Mannert Ehebruch begangen zu haben. Mannert bestreitet dies und gibt Georg Pickelmann, Müller zu Harnbach, und die beiden Weber Michael Prunner und Hans Serz in Enzendorf als Zeugen an. Diesen gegenüber habe die Inhaftierte geäußert, nicht mit Mannert, sondern mit einem anderen Metzgermeister in Hersbruck, nämlich dem Mann der Tochter des sogenannten BarthelHelden, Verkehr gehabt zu haben, wobei ihr dafür 50 Gulden versprochen worden sein sollen, wovon sie schon 5 Gulden erhalten haben will. Daher die Bitte um Stellung dieser Zeugen am 10. d.M. um 8 Uhr vormittags.
1748 Juni 5: Schreiben des Friedrich Wilhelm Ebner, Pflegers zu Hersbruck, an Hieronymus Wilhelm Ebner, Administrator der Tetzelstiftung, Nürnberg.
Der vor 3 Jahren aufgestellte junge Ausschuss soll abgelöst werden. Bitte, die jungen Männer am 12. des Monats um 8 Uhr im Pflegamt erscheinen zu lassen.
Dabei:
PS: Eine umherziehende Frau namens Anna Barbara Steiner aus Großreuth hinter Schweinau wurde hier inhaftiert, weil sie mehreren Metzgermeistern gegenüber behauptet hat, mit einem hiesigen Mitmeister namens Johann Jacob Mannert Ehebruch begangen zu haben. Mannert bestreitet dies und gibt Georg Pickelmann, Müller zu Harnbach, und die beiden Weber Michael Prunner und Hans Serz in Enzendorf als Zeugen an. Diesen gegenüber habe die Inhaftierte geäußert, nicht mit Mannert, sondern mit einem anderen Metzgermeister in Hersbruck, nämlich dem Mann der Tochter des sogenannten BarthelHelden, Verkehr gehabt zu haben, wobei ihr dafür 50 Gulden versprochen worden sein sollen, wovon sie schon 5 Gulden erhalten haben will. Daher die Bitte um Stellung dieser Zeugen am 10. d.M. um 8 Uhr vormittags.
Archivale
Indexbegriff Person: Barthelheld = Barthel Held ?
Indexbegriff Person: Brunner, Michael
Indexbegriff Person: Ebner, Friedrich Wilhelm
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Held, Barthel siehe auch Barthelheld
Indexbegriff Person: Mannert, Johann Jakob
Indexbegriff Person: Pickelmann, Georg
Indexbegriff Person: Serz, Hans
Indexbegriff Person: Steiner, Anna Barbara
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Militär/Wehrerfassung
Indexbegriff Person: Brunner, Michael
Indexbegriff Person: Ebner, Friedrich Wilhelm
Indexbegriff Person: Ebner, Hieronimus Wilhelm
Indexbegriff Person: Held, Barthel siehe auch Barthelheld
Indexbegriff Person: Mannert, Johann Jakob
Indexbegriff Person: Pickelmann, Georg
Indexbegriff Person: Serz, Hans
Indexbegriff Person: Steiner, Anna Barbara
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Militär/Wehrerfassung
Artelshofen
Enzendorf
Großreuth b. Schw.
Harnbach
Hersbruck
Ausschuss (militärisch)
Pfleger, Hersbruck
Hersbrucker Ausschuss
Administrator
Tetzelstiftung
Verhaftung
Verleumdung
Ehebruch
Metzgermeister, Hersbruck
Zeugen
Müller, Harnbach
Weber, Enzendorf
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ