Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten: Allgemeine Außenpolitik, Norddeutscher Bund, Deutsches Reich, Bundesrat und Bundesangelegenheiten 1866-1918 (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 40/16
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten >> Ministerium >> Allgemeine Außenpolitik
(1864 -) 1866 - 1918 (- 1924)
Überlieferungsgeschichte
Der Bestand setzt sich zum Großteil aus Unterlagen des früheren Bestandes E 46 ("B[undes]A[kten]") zusammen. Dazu kommen die Rubriken "Bundesrat" und "Reich" aus E 49 Verz. 22, Teile von E 49 Verz. 3 und eine Akte aus E 36 F. In mehreren Ablieferungen in das Hauptstaatsarchiv Stuttgart eingekommen.
Inhalt und Bewertung
Enthält Unterlagen über den Norddeutschen Bund (1867 - 1870), das Deutsche Kaiserreich (1871 - 1918), die Reishsinstitutionen, den Bundesrat sowie allgemeine Bundesangelegenheiten aus allen politischen Ressorts.
Vorbemerkung: Mit der Gründung des Deutschen Reiches im Januar 1871 und der Errichtung des Auswärtigen Amts als Reichsinstitution wurden die Kompetenzen des württembergischen Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten stark eingeschränkt und die meisten württembergischen Auslandsvertretungen in den Folgejahren aufgelöst. Durch die dienstliche Korrespondenz mit verschiedenen Einrichtungen des Norddeutschen Bundes und später des Deutschen Reiches erwuchsen dennoch zahlreiche Unterlagen, aus denen der vorliegende Bestand gebildet wurde. Dieser setzt sich aus folgenden Teilen zusammen: E 36 Verz. F (nur eine Akte) E 46 "B[undes] A[ngelegenheiten]", früher Bü 251 - 590 und 1265 - 1266 (m. L.) E 49 Verz. 3 "B[undes] A[ngelegenheiten]" E 49 Verz. 22, Rubriken "Bundesr[at]" und "Reich" Eine ausführliche Behördengeschichte des Ministeriums findet sich im Vorwort zu Bestand E 40/10, worauf an dieser Stelle verwiesen wird. Da der Norddeutsche Bund ebenso wie das zweite Deutsche Reich bereits von Preußen dominiert war, erschien das Jahr 1866, in dem der Deutsche Bund endgültig aufgelöst wurde und die Vormachtstellung Österreichs in Deutschland endete, für die Generalakten zur allgemeinen Außenpolitik als geeignetes Grenzjahr. Am Ende reicht der Bestand noch in die Zeit der frühen Weimarer Republik, da sich ein Grenzjahr 1918 auf Grund der Auflösung des Ministeriums im Jahre 1920 erübrigte. Inhaltlich umfassen die Unterlagen sämtliche allgemeinen Angelegenheiten, die den Norddeutschen Bund (ab 1867) und das Deutsche Reich (ab 1871) betreffen. Dazu gehören auch die Akten betr. die kaiserlichen Gesandtschaften und Konsulate, welche teilweise die württembergischen Auslandsvertretungen (vgl. Bestände E 50/00 - E 50/61 sowie E 65 - E 75) ersetzten. Nicht im Bestand enthalten sind dagegen die Unterlagen, welche die Beziehungen zu den einzelnen deutschen Bundesstaaten betreffen. Da hier eine beträchtliche Anzahl von Akten das "Stichjahr" 1866/67 chronologisch nach beiden Seiten überschreitet, erschien hier eine Trennung nicht sinnvoll. Gebietsfragen mit den württembergischen Nachbarstaaten befinden sich für die Zeit des frühen Königreichs Württemberg in Bestand E 40/11 (Gebietserwerbungen ab 1806), spätere kleinere Grenzbereinigungen und allgemeine außenpolitische Beziehungen zu den anderen deutschen Bundesstaaten in Bestand E 40/14. Die Rubrik "Deutsche Angelegenheiten 1866 - 1871" wiederum, in welcher sich die Ministerialüberlieferung zur Entstehung des Zweiten deutschen Kaiserreichs und insbesondere den im Vorfeld geführten Kriegen (Deutscher Krieg 1866 und Deutsch-Französischer Krieg 1870/71) befindet, wurde vollständig zu Bestand E 40/72 (Kriegssachen und Militärangelegenheiten gezogen), da hier die politischen und militärischen Aspekte äußerst eng verzahnt sind. Dort befinden sich auch einige Unterlagen zu Verfassungsfragen des Deutschen Reiches, die in engem Zusammenhang zur politischen Entwicklung im Ersten Weltkrieg stehen. Zahlreiche weitere Unterlagen über die Beziehungen Württembergs zu Preußen, dem Norddeutschen Bund, seine Stellung als Bundestaats des Deutschen Reichs und seine Einbindung in die Bundesangelegenheiten im Rahmen des Bundesrats werden in Bestand E 74 (Württembergische Gesandtschaft in Berlin) verwahrt, da der jeweilige württembergische Gesandte in Berlin gleichzeitig auch Bevollmächtigter zum Bundesrat war. In diesen Fällen kann daher teilweise von einer Gegenüberlieferung zum vorliegenden Bestand gesprochen werden. Der Bestand umfasst nunmehr 841 Büschel bzw. 16,30 lfd. Regalmeter. Die Titelaufnahmen wurden zum Großteil Ende der 1990er Jahre von Dr. Kurt Hochstuhl angefertigt. Die Endredaktion besorgte der Unterzeichnete. Stuttgart, im Februar 2011 Johannes Renz
a) Stadt- und Landkreise (Kraftfahrzeugkennzeichen):
AA Ostalbkreis (Aalen)
B Bundeshauptstadt Berlin
BL Zollernalbkreis (Balingen)
ES Landkreis Esslingen
FDS Landkreis Freudenstadt
FR Stadtkreis Freiburg/Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
FN Bodenseekreis (Friedrichshafen)
GP Landkreis Göppingen
HDH Landkreis Heidenheim
HG Hochtaunuskreis (Bad Homburg)
HH Freie und Hansestadt Hamburg
HN Stadt- und Landkreis Heilbronn
LB Landkreis Ludwigsburg
M Stadtkreis München
N Stadtkreis Nürnberg
PF Stadtkreis Pforzheim/Enzkreis
RT Landkreis Reutlingen
RW Landkreis Rottweil
SP Stadtkreis Speyer
TÜ Landkreis Tübingen
TUT Landkreis Tuttlingen
UL Stadtkreis Ulm / Alb-Donau-Kreis
b) Nationalitätskennzeichen:
[A] Österreich
[AUS] Australien
[B] Belgien
[BR] Brasilien
[CH] Schweiz
[CHN] Volksrepublik China
[CZ] Tschechien
[DZ] Algerien
[F] Frankreich
[GB] Großbritannien und Nordirland
[GR] Griechenland
[I] Italien
[IND] Indien
[J] Japan
[LT] Litauen
[MD] Moldawien
[N] Norwegen
[NL] Niederlande
[PL] Polen
[RA] Argentinien
[RO] Rumänien
[RUS] Russland
[S] Schweden
[TN] Tunesien
[USA] Vereinigte Staaten von Amerika
[ZA] Südafrika
c) Sonstige Abkürzungen:
B. A. Bundesangelegenheiten
Bü Büschel
Fasz. Faszikel
Hg. Herausgeber
lfd. m. laufende Meter
Lit. Litera (Buchstabe)
m. L. mit Lücken
Misc. Miscellanea
Qu. Quadrangel
s. siehe
S. Seite(n)
Schr. Schriftstück(e), Schreiben
u. a. unter anderem
u. m. und mehr
Unterfasz. Unterfaszikel
v. a. vor allem
Verz. Verzeichnis
Der Bestand setzt sich zum Großteil aus Unterlagen des früheren Bestandes E 46 ("B[undes]A[kten]") zusammen. Dazu kommen die Rubriken "Bundesrat" und "Reich" aus E 49 Verz. 22, Teile von E 49 Verz. 3 und eine Akte aus E 36 F. In mehreren Ablieferungen in das Hauptstaatsarchiv Stuttgart eingekommen.
Inhalt und Bewertung
Enthält Unterlagen über den Norddeutschen Bund (1867 - 1870), das Deutsche Kaiserreich (1871 - 1918), die Reishsinstitutionen, den Bundesrat sowie allgemeine Bundesangelegenheiten aus allen politischen Ressorts.
Vorbemerkung: Mit der Gründung des Deutschen Reiches im Januar 1871 und der Errichtung des Auswärtigen Amts als Reichsinstitution wurden die Kompetenzen des württembergischen Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten stark eingeschränkt und die meisten württembergischen Auslandsvertretungen in den Folgejahren aufgelöst. Durch die dienstliche Korrespondenz mit verschiedenen Einrichtungen des Norddeutschen Bundes und später des Deutschen Reiches erwuchsen dennoch zahlreiche Unterlagen, aus denen der vorliegende Bestand gebildet wurde. Dieser setzt sich aus folgenden Teilen zusammen: E 36 Verz. F (nur eine Akte) E 46 "B[undes] A[ngelegenheiten]", früher Bü 251 - 590 und 1265 - 1266 (m. L.) E 49 Verz. 3 "B[undes] A[ngelegenheiten]" E 49 Verz. 22, Rubriken "Bundesr[at]" und "Reich" Eine ausführliche Behördengeschichte des Ministeriums findet sich im Vorwort zu Bestand E 40/10, worauf an dieser Stelle verwiesen wird. Da der Norddeutsche Bund ebenso wie das zweite Deutsche Reich bereits von Preußen dominiert war, erschien das Jahr 1866, in dem der Deutsche Bund endgültig aufgelöst wurde und die Vormachtstellung Österreichs in Deutschland endete, für die Generalakten zur allgemeinen Außenpolitik als geeignetes Grenzjahr. Am Ende reicht der Bestand noch in die Zeit der frühen Weimarer Republik, da sich ein Grenzjahr 1918 auf Grund der Auflösung des Ministeriums im Jahre 1920 erübrigte. Inhaltlich umfassen die Unterlagen sämtliche allgemeinen Angelegenheiten, die den Norddeutschen Bund (ab 1867) und das Deutsche Reich (ab 1871) betreffen. Dazu gehören auch die Akten betr. die kaiserlichen Gesandtschaften und Konsulate, welche teilweise die württembergischen Auslandsvertretungen (vgl. Bestände E 50/00 - E 50/61 sowie E 65 - E 75) ersetzten. Nicht im Bestand enthalten sind dagegen die Unterlagen, welche die Beziehungen zu den einzelnen deutschen Bundesstaaten betreffen. Da hier eine beträchtliche Anzahl von Akten das "Stichjahr" 1866/67 chronologisch nach beiden Seiten überschreitet, erschien hier eine Trennung nicht sinnvoll. Gebietsfragen mit den württembergischen Nachbarstaaten befinden sich für die Zeit des frühen Königreichs Württemberg in Bestand E 40/11 (Gebietserwerbungen ab 1806), spätere kleinere Grenzbereinigungen und allgemeine außenpolitische Beziehungen zu den anderen deutschen Bundesstaaten in Bestand E 40/14. Die Rubrik "Deutsche Angelegenheiten 1866 - 1871" wiederum, in welcher sich die Ministerialüberlieferung zur Entstehung des Zweiten deutschen Kaiserreichs und insbesondere den im Vorfeld geführten Kriegen (Deutscher Krieg 1866 und Deutsch-Französischer Krieg 1870/71) befindet, wurde vollständig zu Bestand E 40/72 (Kriegssachen und Militärangelegenheiten gezogen), da hier die politischen und militärischen Aspekte äußerst eng verzahnt sind. Dort befinden sich auch einige Unterlagen zu Verfassungsfragen des Deutschen Reiches, die in engem Zusammenhang zur politischen Entwicklung im Ersten Weltkrieg stehen. Zahlreiche weitere Unterlagen über die Beziehungen Württembergs zu Preußen, dem Norddeutschen Bund, seine Stellung als Bundestaats des Deutschen Reichs und seine Einbindung in die Bundesangelegenheiten im Rahmen des Bundesrats werden in Bestand E 74 (Württembergische Gesandtschaft in Berlin) verwahrt, da der jeweilige württembergische Gesandte in Berlin gleichzeitig auch Bevollmächtigter zum Bundesrat war. In diesen Fällen kann daher teilweise von einer Gegenüberlieferung zum vorliegenden Bestand gesprochen werden. Der Bestand umfasst nunmehr 841 Büschel bzw. 16,30 lfd. Regalmeter. Die Titelaufnahmen wurden zum Großteil Ende der 1990er Jahre von Dr. Kurt Hochstuhl angefertigt. Die Endredaktion besorgte der Unterzeichnete. Stuttgart, im Februar 2011 Johannes Renz
a) Stadt- und Landkreise (Kraftfahrzeugkennzeichen):
AA Ostalbkreis (Aalen)
B Bundeshauptstadt Berlin
BL Zollernalbkreis (Balingen)
ES Landkreis Esslingen
FDS Landkreis Freudenstadt
FR Stadtkreis Freiburg/Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
FN Bodenseekreis (Friedrichshafen)
GP Landkreis Göppingen
HDH Landkreis Heidenheim
HG Hochtaunuskreis (Bad Homburg)
HH Freie und Hansestadt Hamburg
HN Stadt- und Landkreis Heilbronn
LB Landkreis Ludwigsburg
M Stadtkreis München
N Stadtkreis Nürnberg
PF Stadtkreis Pforzheim/Enzkreis
RT Landkreis Reutlingen
RW Landkreis Rottweil
SP Stadtkreis Speyer
TÜ Landkreis Tübingen
TUT Landkreis Tuttlingen
UL Stadtkreis Ulm / Alb-Donau-Kreis
b) Nationalitätskennzeichen:
[A] Österreich
[AUS] Australien
[B] Belgien
[BR] Brasilien
[CH] Schweiz
[CHN] Volksrepublik China
[CZ] Tschechien
[DZ] Algerien
[F] Frankreich
[GB] Großbritannien und Nordirland
[GR] Griechenland
[I] Italien
[IND] Indien
[J] Japan
[LT] Litauen
[MD] Moldawien
[N] Norwegen
[NL] Niederlande
[PL] Polen
[RA] Argentinien
[RO] Rumänien
[RUS] Russland
[S] Schweden
[TN] Tunesien
[USA] Vereinigte Staaten von Amerika
[ZA] Südafrika
c) Sonstige Abkürzungen:
B. A. Bundesangelegenheiten
Bü Büschel
Fasz. Faszikel
Hg. Herausgeber
lfd. m. laufende Meter
Lit. Litera (Buchstabe)
m. L. mit Lücken
Misc. Miscellanea
Qu. Quadrangel
s. siehe
S. Seite(n)
Schr. Schriftstück(e), Schreiben
u. a. unter anderem
u. m. und mehr
Unterfasz. Unterfaszikel
v. a. vor allem
Verz. Verzeichnis
841 Büschel (16,30 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
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