Veit Villieber, zu Nußdorff seßhaft, geschworener Sydelrichter des Abtes Georg von Salem, bekundet, daß er am angegebenen Tag "vor dem Sydelgericht in gemeltem Gotzhaus an gewonlicher Gerichtsstatt" die Klage der Gemeinden Ostrach, Wangen und Yeckhoffen gegen die Gemeinsame zu Magenbuch, wobei die Kläger das alleinige Triebrecht im Ostracher Wald beanspruchen, in der Weise entschieden habe, daß die Kläger mit ihrem Vieh gegen Magenbuch zu nicht weiter als bis an das Waldenbechlin und außerhalb des Huenermoß, die Beklagten dagegen Ostrach zu auch nicht weiter als bis an das Waldenbechlin und an das Huenermoß zu treiben berechtigt sind. Die Kläger hatten behauptet, sie dürften treiben im Ostracher Wald bis an das Waldenbechlin und außer Huenermoß und über das Huenermoß und Waldenbechlin gegen Magenbuch über den Reichenbach unter dem Ostracher Weg hinein bis zu dem alten Getzen an Kalkreuter Steig und am Steig hinab bis in das Teufelsbild und von diesem geradewegs hinaus zu Löblinspronnen und wieder über den Reichenbach hinüber bis an das Waldenbechlin ungefähr 2 Jauchert breit unter dem Huenermößlin. Die Gemeinde Magenbuch dagegen behauptete durch ihren Fürsprech, im Ostracher Wald von Magenbuch aus gegen Ostrach, Wangen und Yeckhoffen bis an den Markweg, der von Ostrach gegen Pfullendorf geht, unter dem Weg hinaus gegen Ostrach über den Reychenbach bis an das äußere Huenermoß und unter dem Huenermoß hinab am Waldenbechlin bis in das Rotenthal einen eigenen Trieb zu haben, über das äußere Huenermoß und Waldenbechlin hätten sie jedoch mit Ostrach, Yetkofen und Wangen einen gemeinsamen Trieb auf dem Mittelbuhel an dem Rotenthal hinab bis an den Yeckhoffer Markweg gegen Pfullendorf, dann am selben Weg hinein wiederum bis an das Waldenbechlin, Huenermoß und Pfullendorfer Markweg ob dem Huenermoß