Klage des Johan zur Eick ./. Johan von Hoetmar an der Marienstegge. Der Streit betrifft eine Kirchenbank in der Ludgerikirche. Der Beklagte nimmt sie als Zubehör seines Hauses in Anspruch. Eigentümer des Hauses war früher Johan Soett, dann dessen Witwe, welche den Peter Halver heiratete. Diese verkaufte die Bank, ohne das Haus, dem Vater des Klägers Hans zur Eick.
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Klage des Johan zur Eick ./. Johan von Hoetmar an der Marienstegge. Der Streit betrifft eine Kirchenbank in der Ludgerikirche. Der Beklagte nimmt sie als Zubehör seines Hauses in Anspruch. Eigentümer des Hauses war früher Johan Soett, dann dessen Witwe, welche den Peter Halver heiratete. Diese verkaufte die Bank, ohne das Haus, dem Vater des Klägers Hans zur Eick.
B-C Civ, 330
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1589, 1599, 1603, 1607) 1619
Darin: Anlagen in Abschrift: 1. am 8.11. 1599 verkauft Peter Halver den Eheleuten Johan thor Eick und Maria Wenkers die zu seinem Hause an der Marevenstegge auf der Königstraße gehörende Frauenbank in der Ludgerikirche. Die Bank liegt zwischen den Bänken des + Joist Moderson auf der Hundstegge und des Johan Deckenbrock. Zeugen: Schumacher Henrich Wermeling und Hans Frie. Notar: Johan von Werne. 2. Vor dem Offizial verkauft am 1.2. 1589 Herbordt Moderson dem Johan Soet ein Haus an der Marevenstegge neben dem Hause der Witwe Henrich Modersohn nebst einer Männer- und einer Frauenbank vor dem Altar U.l . Frau in der Ludgerikirche. Zu dem Haus gehört ein Hof, der an den Hof des Johan Modersohn stößt, und 3 Gademe, von denen 2 auf die Marevenstegge und der 3. auf die Königstraße ihren Ausgang haben. Aus dem Haus ist eine Rente an Katharina Hageböck zu zahlen. Bürgschaft übernehmen Johan Moderson auf der Ludgeristraße und Henrich Moderson in Überwasser. 3. Vor dem Offizial verkaufen am 16.5.1607 die Eheleute Johan Melman und Margarete Soedts den Eheleuten Johan von Hoetmar und Katharina Bering ihr Haus auf der Königstraße am Ende der Marevenstegge neben dem Hause der Witwe Henrich Moderson mit den Kirchenbänken. Margarete Soedts ist die Tochter des Johan Soet, der das Haus von Herbordt Moderson erworben hat; sie hat es in der Zwangsversteigerung erworben. 3. (4. !) Documentum silentii des Offizials vom 29.11.1603. Auf Antrag des Arnold Güliker, Johan Stael und Georg Schlieker wird i.J. 1600 das Diskussionsverfahren über den Nachlass des Peter Halver eröffnet. Die Genannten sind die Vormünder der Kinder des Halver und werden vertreten durch M. Henrich Huge. Zum Nachlass gehört das Haus Ecke Königstraße - Morevenstegge. An dem Verfahren nehmen als Gläubiger teil: Henrich Stille; Ursula Nordhove; Arnold Schaepman; Johan Bremer; Franz Moderson; Johan Polgest; Godfrid Borchorst; Bernhard Steinhorst; Witwe Werner Wesseling; Johan Loisman; Witwe Johan Böckman; Arnold Tüning; Franz Lüttickhaus; Jakob Hagebok; Hans Daelmeyer; Johan Modersohn; Henrich Wigger; Herman zum Stein; Johan von Hilter; Ludolf Buermeister; Erben des Georg Baurmeister; Henrich Plate; Bernard von Detten und Johan Boemer als Vormünder der Margarete Soet, Tochter des Johan Soett gen. Vastenow. Der letzteren wird das Haus zugesprochen. Die Urkunde enthält den Gang des ganzen Verfahrens.
Enthält: Über den Nachlass des Halver wurde das Diskussionsverfahren eröffnet. In diesem Verfahren wurde das Haus der Tochter des Johan Soett namens Margarete zugeschlagen wegen ihres Schichtteils, für das das Haus haftete. Ihr Mann Johan Melman verkaufte das Haus mit der Bank dem Beklagten. Kläger beruft sich auf den Verkauf seitens Halvers. Beide Parteien behaupten, dass sie oder ihre Angehörigen seit langem die Bank benutzen. Hierüber werden als Zeugen vernommen: 1. Frau Bierbrauer Bernard Frencking, geb. Engela zur Eick, 30 J., Schwester des Klägers; 2. Frau Bäcker und Brauer Jorgen zum Dael, geb. Enneke Deckenbrock, 30 J.; 3. Frau Kramer Johan Höcker, geb. Anna zur Eick, 29 J., Schwester des Klägers; 4. Frau Bäcker Johan zum Busche, geb. Maria Magnus, 32 J., auf der Joddefelderstraße; 5. Witwe Gerhard Hanekaw, geb. Agnes Hardenack, auf der Hundestegge, 70 J. alt; 6. Frau Johan Halsbandt, geb. Elsa Eilers, 31 J., auf der Hörsterstraße, Stieftochter des Beklagten. Erwähnt werden Ratsherr Peter Berning; Werner Wilckinghoff; Kleinschnitzler Wilbrand Deitering. Der Vater des Klägers war viermal verheiratet; seine 3. Frau (Stiefmutter des Klägers) war Maria Wenneker, welche am 29.9. 1602 starb.
Enthält: Über den Nachlass des Halver wurde das Diskussionsverfahren eröffnet. In diesem Verfahren wurde das Haus der Tochter des Johan Soett namens Margarete zugeschlagen wegen ihres Schichtteils, für das das Haus haftete. Ihr Mann Johan Melman verkaufte das Haus mit der Bank dem Beklagten. Kläger beruft sich auf den Verkauf seitens Halvers. Beide Parteien behaupten, dass sie oder ihre Angehörigen seit langem die Bank benutzen. Hierüber werden als Zeugen vernommen: 1. Frau Bierbrauer Bernard Frencking, geb. Engela zur Eick, 30 J., Schwester des Klägers; 2. Frau Bäcker und Brauer Jorgen zum Dael, geb. Enneke Deckenbrock, 30 J.; 3. Frau Kramer Johan Höcker, geb. Anna zur Eick, 29 J., Schwester des Klägers; 4. Frau Bäcker Johan zum Busche, geb. Maria Magnus, 32 J., auf der Joddefelderstraße; 5. Witwe Gerhard Hanekaw, geb. Agnes Hardenack, auf der Hundestegge, 70 J. alt; 6. Frau Johan Halsbandt, geb. Elsa Eilers, 31 J., auf der Hörsterstraße, Stieftochter des Beklagten. Erwähnt werden Ratsherr Peter Berning; Werner Wilckinghoff; Kleinschnitzler Wilbrand Deitering. Der Vater des Klägers war viermal verheiratet; seine 3. Frau (Stiefmutter des Klägers) war Maria Wenneker, welche am 29.9. 1602 starb.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:42 MEZ
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