Domänenrentamt Dortmund (Bestand)
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M 204
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 3. Behörden und Einrichtungen des Staates und der Selbstverwaltung nach 1816 >> 3.3. Wirtschaftsverwaltung (M) >> 3.3.2. Land- und Forstwirtschaft >> 3.3.2.7. Domänenrentämter (Renteien)
(1290-) 1560-1894
Allgemeine Verwaltung 1843-1894 (8); Generalia: Zahlungen 1846-1887 (2); Ansprüche (Hofesabgaben, Lehen, Zehnte, sonstige Abgaben) 1816-1890 (15); Spezialia (nach Orten) (1290) 1560-1894 (877).
Form und Inhalt: Vorwort
Die ehemalige Reichsstadt Dortmund wurde 1802 gemäß Reichdeputationshauptschluß vom Erbprinzen von Oranien in Besitz genommen und bis 1806 durch Oranien-Nassuische Regierung Dortmund verwaltet.Nach Übernahme durch das Großherzogtum Berg wurde als Unterbehörde der das Ruhrdepartement umfassenden Domänendirektion Dortmund 1808 die Rentei, das spätere Rentamt Dortmund geschaffen. Leitender Beamter war seit Oktober 1813 Karl Ludwig von Hövel (1777-1850).
Das Rentamt verwaltete mit dem Ziel der Ablösung Domänenbesitz, der sich größtenteils aus altem märkischen Besitz und den Gütern aufgelöster Klöster und Stifte (Cappenberg. Clarenberg, Minoriten/Dortmund, St. Katharina/Dortmund, Essen, Fröndenberg,Gevelsberg, Herdecke, Werden,u.a.) zusammensetzte.
In der preußischen Zeit bestand das Rentamt fort und umfaßte nach Auflösung der Rentei Hörde und verschiedener Stifts- und Klosterrenteien zunächst das Gebiet des Landkreises Dortmund (spätere Kreise Dortmund und Hörde). Es bildete zusammen mit anderen Rentämtern (u.a. Arnsberg, Bochum, Hagen, Hamm, Siegen, Soest) eine Unterbehörde der Unterabteilung Domänen und Forsten der preußischen Regierung Arnsberg, die 1816 für ihren Bezirk die Aufgaben der großherzoglich-bergischen Domänendirektion Dortmund übernommen hatte.
Anzahl und Zuständigkeitsbereiche der Rentämter änderten sich mehrfach. 1823 wurde das Rentamt Bochum aufgelöst und Dortmund zugeschlagen. Dessen Bezirk (mit Rezepturen Blankenstein, Bochum, Hattingen, Langendreer und Sprockhövel) umfasste jetzt die Landkreise Bochum, Dortmund und aus dem Kreis Hagn die Bürgermeisterei Sprockhövel. Insgesammt wurde 1839 aus 1.447 Höfen, Gebäuden, Grundstücken und Rechten
in 163 Ortschaften 20.304 Reichstaler in Geld- und Naturalleistungen eingezogen.
1840 glich die preußische Regierung die Rentamtsbezirke den Landkreisen an. Im Zuge dieser Neugliederung wurde der Rentsamtsbezirk Hagen, der die Kreise Hagen, Altena, Iserlohn und das ehemalige Amt Balve umfasste, aufgelöst. Der Kreis Hagen wurde dem Rentamt Dortmund zugeschlagen, der Rest dem Rentamt Arnsberg. Demzufolge finden sich im Bestand Rentamt Dortmund etwa 65 Akten Hagener Provenienz (vgl.Karte im Findbuch B 415, 1 f. 2). 1840 zog Dortmund zusammen mit den Rezepturen Bochum, Hattingen, Hagen, Wetter und Schwelm aus 202 Ortschaften 25.435 Reichstaler ein (Reg.Arnsberg III A Fach 3 Nr. 1)
Nach dem Tod des Domänenrats von Hövel im August 1850 wurde das Rentamt Dortmund zunächst komissarisch durch den Leiter des Rentamts Hamm, Domänemrat Johann Andreas Eduard Maer (geb.1795, 1869 pensioniert; Reg.Arnsberg III A Fach 5, Nr. 8a), geleitet. 1851 wurde das Rentamt aufgelöst und die ohm unterstehenden Rezepturen Bochum, Hagen, Hattingen und Schwelm wurden den Steuerklassen in Bochum,
Gevelsberg (für Steuerbezirke Hagen und Gevelsberg), Hattingen und Schwelm sowie der Rezeptur Dortmund unter der Leitung des Domänenrats Mayer zugewiesen. (Reg.Arnsberg III A Fach 5 Nr.8). 1857 wurden die Rezepturen Bochum und Schwelm aufgelöst und Ihre Aufgaben durch die Lokalrezepturen Dortmund, Hamm, Unna und Werl wahrgenommen ( Reg. Arnsberg III A Fach 6 Nr.8).
Da bei jeder Neuorganisation abgeschlossene und überflüssige Akten kassiert wurden, fehlen im Bestand Dortmund die frühen Ablösungen und ein Großteil der Generalia. Die Akten wurden durch die Accessionen 7/1924, 20/1925 und 7/1954 von der Regierung Arnsberg übernommen.
Dem alten Findbuch (B481 Do) sind die Angaben über Akten zu entnehmen, die aus anderen Beständen stammen oder in sie überführt wurden. Der Bestand wurde in den Monaten Mai bis August 1991 neu verzeichnet von Staatsarchivreferendaren Peter Engels, Wilhelm Klare, Michael Matscha, Ingeborg Schnelling und Gunnar Teske. Dabei wurden die Specialia innerhalb der einzelnen Ortschaften nach folgendem Schema gegliedert: Gemeindesachen-Höfe-Lehen-Häuser-Grundstücke-Zehnte-Mühlen-Fischrei-Fährschiffahrt-sonstige Angaben.
Münster, im August 1991 (es folgen die Unterschriften der o.g. Referendare)
Form und Inhalt: Vorwort
Die ehemalige Reichsstadt Dortmund wurde 1802 gemäß Reichdeputationshauptschluß vom Erbprinzen von Oranien in Besitz genommen und bis 1806 durch Oranien-Nassuische Regierung Dortmund verwaltet.Nach Übernahme durch das Großherzogtum Berg wurde als Unterbehörde der das Ruhrdepartement umfassenden Domänendirektion Dortmund 1808 die Rentei, das spätere Rentamt Dortmund geschaffen. Leitender Beamter war seit Oktober 1813 Karl Ludwig von Hövel (1777-1850).
Das Rentamt verwaltete mit dem Ziel der Ablösung Domänenbesitz, der sich größtenteils aus altem märkischen Besitz und den Gütern aufgelöster Klöster und Stifte (Cappenberg. Clarenberg, Minoriten/Dortmund, St. Katharina/Dortmund, Essen, Fröndenberg,Gevelsberg, Herdecke, Werden,u.a.) zusammensetzte.
In der preußischen Zeit bestand das Rentamt fort und umfaßte nach Auflösung der Rentei Hörde und verschiedener Stifts- und Klosterrenteien zunächst das Gebiet des Landkreises Dortmund (spätere Kreise Dortmund und Hörde). Es bildete zusammen mit anderen Rentämtern (u.a. Arnsberg, Bochum, Hagen, Hamm, Siegen, Soest) eine Unterbehörde der Unterabteilung Domänen und Forsten der preußischen Regierung Arnsberg, die 1816 für ihren Bezirk die Aufgaben der großherzoglich-bergischen Domänendirektion Dortmund übernommen hatte.
Anzahl und Zuständigkeitsbereiche der Rentämter änderten sich mehrfach. 1823 wurde das Rentamt Bochum aufgelöst und Dortmund zugeschlagen. Dessen Bezirk (mit Rezepturen Blankenstein, Bochum, Hattingen, Langendreer und Sprockhövel) umfasste jetzt die Landkreise Bochum, Dortmund und aus dem Kreis Hagn die Bürgermeisterei Sprockhövel. Insgesammt wurde 1839 aus 1.447 Höfen, Gebäuden, Grundstücken und Rechten
in 163 Ortschaften 20.304 Reichstaler in Geld- und Naturalleistungen eingezogen.
1840 glich die preußische Regierung die Rentamtsbezirke den Landkreisen an. Im Zuge dieser Neugliederung wurde der Rentsamtsbezirk Hagen, der die Kreise Hagen, Altena, Iserlohn und das ehemalige Amt Balve umfasste, aufgelöst. Der Kreis Hagen wurde dem Rentamt Dortmund zugeschlagen, der Rest dem Rentamt Arnsberg. Demzufolge finden sich im Bestand Rentamt Dortmund etwa 65 Akten Hagener Provenienz (vgl.Karte im Findbuch B 415, 1 f. 2). 1840 zog Dortmund zusammen mit den Rezepturen Bochum, Hattingen, Hagen, Wetter und Schwelm aus 202 Ortschaften 25.435 Reichstaler ein (Reg.Arnsberg III A Fach 3 Nr. 1)
Nach dem Tod des Domänenrats von Hövel im August 1850 wurde das Rentamt Dortmund zunächst komissarisch durch den Leiter des Rentamts Hamm, Domänemrat Johann Andreas Eduard Maer (geb.1795, 1869 pensioniert; Reg.Arnsberg III A Fach 5, Nr. 8a), geleitet. 1851 wurde das Rentamt aufgelöst und die ohm unterstehenden Rezepturen Bochum, Hagen, Hattingen und Schwelm wurden den Steuerklassen in Bochum,
Gevelsberg (für Steuerbezirke Hagen und Gevelsberg), Hattingen und Schwelm sowie der Rezeptur Dortmund unter der Leitung des Domänenrats Mayer zugewiesen. (Reg.Arnsberg III A Fach 5 Nr.8). 1857 wurden die Rezepturen Bochum und Schwelm aufgelöst und Ihre Aufgaben durch die Lokalrezepturen Dortmund, Hamm, Unna und Werl wahrgenommen ( Reg. Arnsberg III A Fach 6 Nr.8).
Da bei jeder Neuorganisation abgeschlossene und überflüssige Akten kassiert wurden, fehlen im Bestand Dortmund die frühen Ablösungen und ein Großteil der Generalia. Die Akten wurden durch die Accessionen 7/1924, 20/1925 und 7/1954 von der Regierung Arnsberg übernommen.
Dem alten Findbuch (B481 Do) sind die Angaben über Akten zu entnehmen, die aus anderen Beständen stammen oder in sie überführt wurden. Der Bestand wurde in den Monaten Mai bis August 1991 neu verzeichnet von Staatsarchivreferendaren Peter Engels, Wilhelm Klare, Michael Matscha, Ingeborg Schnelling und Gunnar Teske. Dabei wurden die Specialia innerhalb der einzelnen Ortschaften nach folgendem Schema gegliedert: Gemeindesachen-Höfe-Lehen-Häuser-Grundstücke-Zehnte-Mühlen-Fischrei-Fährschiffahrt-sonstige Angaben.
Münster, im August 1991 (es folgen die Unterschriften der o.g. Referendare)
902 Akten.
Bestand
German
Folgende Aktennummern des alten Findbuchs fehlen:
1,4,5,6,9,11,61,62,69,70,73,85,86,87,88,92,155,199,267,274,285.
Die alte Nummer 250 ist jetzt: Stift Herdecke Akten XI 25b, die alte Nummer 822a ist jetzt: Regierung Arnsberg Katasterverwaltung Nr. 697.
Folgende alte und doppelt belegte Signaturen lauten jetzt:
alt neu
432,2 894
509,2 893
813a 892
814a 882
815a 889
816a 891
817a 890
818a1 888
818a2 887
819a 885
820a 886
821a 884
1,4,5,6,9,11,61,62,69,70,73,85,86,87,88,92,155,199,267,274,285.
Die alte Nummer 250 ist jetzt: Stift Herdecke Akten XI 25b, die alte Nummer 822a ist jetzt: Regierung Arnsberg Katasterverwaltung Nr. 697.
Folgende alte und doppelt belegte Signaturen lauten jetzt:
alt neu
432,2 894
509,2 893
813a 892
814a 882
815a 889
816a 891
817a 890
818a1 888
818a2 887
819a 885
820a 886
821a 884
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
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