1579 Juni 18 (Do nach St. Veit) Leonhard Heckhmayer, Verwalter (Verweser) des Stifts Ellwangen, und Hans Mangoldt, Amtmann des dortigen Kapitels, als verordnete Testamentarier des +Ludwig Freiherrn von Grafeneck (Graffneckh), Dekan zu Ellwangen, verkaufen dessen ehemaliger Küchendienerin Maria Hörmann (Hörmenin), Einwohnerin zu Ellwangen, um 62 1/2 fl eine Wiese mit vier Schorländern (Schorgewanden) darin, alles etwa 1 Tagwerk groß, eingezäunt und mit Gartenrecht, zwischen dem Abtsacker und dem Leberbad gelegen, oben an die Wiese des Hans Heinrich Bidlingmeier, Goldschmied, unten an die Wiese der Propstei anstoßend, mit allen Gerechtigkeiten und Zugehörden, freies Eigen. Von der Wiese sind zu entrichten: der Stadt Ellwangen die Steuer, 1 Schober Heu als Zehnt an die Propstei Ellwangen, jährlich am 25. Nov. (Katharina) von 20 fl Hauptgut 1 fl Zins an das Reiche Almosen, 27 d an die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau und jährlich am 11. Nov. (Martin) 3 ß in das Präsenzamt des Kapitels zu Ellwangen. Dem gen. Hans Heinrich Bidlingmeier steht ein Ein- und Ausfahrtsrecht über die Wiese zu. Da die Käuferin keine Bürgerin zu Ellwangen ist, hat sie die Wiese als ausländische Person zu versteuern. Jeder Bürger zu Ellwangen kann die Wiese von der Käuferin und ihren Erben um die Summe an sich bringen, um die sie sie erkauft hat. 42 1/2 fl der Kaufsumme hat sie bar bezahlt, 20 fl sind, wie gesagt, bei den Pflegern des Reichen Almosens auf Ablösung verzinst. Die A. verzichten für sich und ihre Erben auf alle Rechte zur Rückgewinnung der verkauften Wiese und bitten Schultheiß, Bürgermeister, Rat und Gericht der Stadt Ellwangen um Besiegelung des Kaufbriefs. Siegler: Stadt Ellwangen (aigen clainer insigel) Ausf. Perg. - 1 Sg. besch. - Rv