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Papst Clemens XI. befiehlt den Vasallen des Klosters Fulda, dem
neuen Abt, Konstantin von Buttlar, als Nachfolger des außerhalb der Kurie
verstorb...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1711-1720
1715 April 1
Ausfertigung, Pergament, Bleibulle an Hanfschnur
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Rome sanctam Mariam Maiorem anno incarnationis Dominice millesimo septingentesimo quintodecimo Kalendas Aprilis pontificatus nostri anno quintodecimo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Clemens XI. befiehlt den Vasallen des Klosters Fulda, dem neuen Abt, Konstantin von Buttlar, als Nachfolger des außerhalb der Kurie verstorbenen Adalbert [von Schleifras], Abt von Fulda, zu gehorchen. Die Wahl Konstantins erfolgte kanonisch gemäß dem zwischen der deutschen Nation (nationem Germanicam) und dem heiligen Stuhl abgeschlossenen Konkordat durch Wahl durch den Konvent und mit Zustimmung des Papstes nach Beratung im Konsistorium. Der Papst hat ihm in einer gesonderten Urkunde die volle geistliche und weltliche Leitungsgewalt übertragen. Daher erteilt er den Auftrag, Konstantin Ehre zu erweisen, ihn als Abt anzuerkennen und ihm gehorsam zu sein. Zuwiderhandelnden werden die von Konstantin zu verhängenden Strafen und entsprechende Genugtuung angedroht. Ausstellungsort: Rom, Sta. Maria Maggiore. Hodie electionem de persona dilecti filii. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bleibulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Auf der Plica rechts: (I. Tranagli).
Auf der Plica links: (Pozzolana / XVI [grossi]).
Unter der Plica links: (XVI [grossi] / A. Giorgettus / V. de ...dicis [?]).
Unter der Plica links auf der Innenseite: (P. .. Mast.... [?]).
Unter der Plica unter den Siegelschnüren: (L. Sarnicellus / H. Loderinus / Ademagis.. capitaneus).
Auf der Rückseite: (Registrata ... [?]).
Auf der Rückseite auf dem Kopf stehend rechts: (N. Lodericus).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.