Amt Lipperode (Bestand)
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L 108 Lipperode
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.1. Land Lippe (bis 1947) >> 1.1.2. Verwaltung, Justiz >> 1.1.2.2. Allgemeine und innere Verwaltung >> 1.1.2.2.5. Ämter
1664-1902
Landes- und Hoheitssachen, Militär, Justiz 1788-1880 (13); Amts- und Gemeindeverwaltung 1644-1879 (45); Bevölkerung, Juden 1786-1889 (12); Steuern, Kataster 1774-1864 (10); Land- und Forstwirtschaft 1701-1902 (33); Handel und Gewerbe 1784-1889 (16); Kirche und Schule 1686-1882 (12); Bauwesen 1756-1904 (16).
Bestandsgeschichte: Erst allmähliche Abgrenzung der einzelnen Amtsbezirke gegeneinander; innere Organisation der Ämter als untere Instanz der landesherrlichen Verwaltung mit Zuständigkeit für Verwaltungs- und Justizaufgaben zurückgehend auf eine Verordnung des Grafen Simon V. vom 29. September 1535; mit der Trennung von Justiz und Verwaltung 1879 Ablösung der Ämter durch die Verwaltungsämter bzw. die Amtsgerichte (vgl. L 109 und D 23). - 1613 Amt Lipperode an die Nebenlinie Lippe-Alverdissen, später Schaumburg-Lippe; 1748 an die Linie zu Detmold zurückgefallen; 1879 aufgelöst.
Form und Inhalt: Der Bestand L 108 Lipperode umfasst die Akten des Amtes Lipperode bis zu dem Zeitpunkt, wo Justiz und Verwaltung in der unteren Verwaltungsebene voneinander getrennt wurden. Nach dem Tode Simons VI. zur Lippe 1613 gehörte das Amt Lipperode als Paragialamt zur Alverdisser Linie und damit von 1655, als der jüngste Sohn Simons VI. die Schaumburger Nachfolge antrat, bis 1748 zu Schaumburg-Lippe.
Die Trennung von Justiz und Verwaltung erfolgte in Lippe durch Gesetz vom 23.71879 mit Wirkung von 1.10.1879 (Landesverordnungen Band XVII, S. 717 ff.). An die Stelle der alten Ämter traten die Verwaltungsämter für die Verwaltungsaufgaben, die Amtsgerichte für die Justizaufgaben. Die Verwaltungsaufgaben des Amtes Lipperode wurden bis zur Verwaltungsreform von 1927 vom Verwaltungsamt Lipperode-Cappel weitergeführt (Bestand L 109 Lipperode-Cappel), die Justizaufgaben vom preußischen Amtsgericht Lippstadt (L. V. Band XVII, S. 567 ff.). Nach dem Gemeindeverfassungsgesetz vom 1.12.1927 (L. V. Band XVII, S. 303 ff.) gingen die Verwaltungsaufgaben des Verwaltungsamts Lipperode-Cappel mit Wirkung vom 1.4.1928 an den Landrat in Detmold über.
Die Akten "Testamente, Nachlässe, Vormundschaften" sind in den Sammelbestand L 90 Nr. 5980 eingeordnet, Salbücher befinden sich im Bestand L 101 C I, Hypotheken- und Depositenbücher im Bestand L 91 C [jetzt: D 23 A], Eherezesse im Bestand L 108 A Nr. 491.
Detmold, den 13. Oktober 1971
gez. Rohtraut Müller-König
Aus dem Bestand L 97 C Domanialrentei Lipperode wurden von Fräulein Christa Langer ca. 75 Akten der Provenienz Amt Lipperode ausgesondert und verzeichnet. Außerdem wurden 2 Akten aus dem Bestand L 79 I (F.28) übernommen. Diese Menge machte es notwendig, das Findbuch L 108 Lipperode neu zu schreiben.
Detmold, den ... 1972
M-K
Das maschinenschriftliche Findbuch wurde im Rahmen eines Digitalsierungsprogramms von Marco Hönerlage aus Detmold in VERA abgeschrieben. - Die Hinweise zu den Aktentiteln stehen im Findbuch nicht immer an der richtigen Stelle; dies wurde beim Korrekturlesen geändert.
Detmold, im Oktober 2008
gez. Schwinger
Bestandsgeschichte: Erst allmähliche Abgrenzung der einzelnen Amtsbezirke gegeneinander; innere Organisation der Ämter als untere Instanz der landesherrlichen Verwaltung mit Zuständigkeit für Verwaltungs- und Justizaufgaben zurückgehend auf eine Verordnung des Grafen Simon V. vom 29. September 1535; mit der Trennung von Justiz und Verwaltung 1879 Ablösung der Ämter durch die Verwaltungsämter bzw. die Amtsgerichte (vgl. L 109 und D 23). - 1613 Amt Lipperode an die Nebenlinie Lippe-Alverdissen, später Schaumburg-Lippe; 1748 an die Linie zu Detmold zurückgefallen; 1879 aufgelöst.
Form und Inhalt: Der Bestand L 108 Lipperode umfasst die Akten des Amtes Lipperode bis zu dem Zeitpunkt, wo Justiz und Verwaltung in der unteren Verwaltungsebene voneinander getrennt wurden. Nach dem Tode Simons VI. zur Lippe 1613 gehörte das Amt Lipperode als Paragialamt zur Alverdisser Linie und damit von 1655, als der jüngste Sohn Simons VI. die Schaumburger Nachfolge antrat, bis 1748 zu Schaumburg-Lippe.
Die Trennung von Justiz und Verwaltung erfolgte in Lippe durch Gesetz vom 23.71879 mit Wirkung von 1.10.1879 (Landesverordnungen Band XVII, S. 717 ff.). An die Stelle der alten Ämter traten die Verwaltungsämter für die Verwaltungsaufgaben, die Amtsgerichte für die Justizaufgaben. Die Verwaltungsaufgaben des Amtes Lipperode wurden bis zur Verwaltungsreform von 1927 vom Verwaltungsamt Lipperode-Cappel weitergeführt (Bestand L 109 Lipperode-Cappel), die Justizaufgaben vom preußischen Amtsgericht Lippstadt (L. V. Band XVII, S. 567 ff.). Nach dem Gemeindeverfassungsgesetz vom 1.12.1927 (L. V. Band XVII, S. 303 ff.) gingen die Verwaltungsaufgaben des Verwaltungsamts Lipperode-Cappel mit Wirkung vom 1.4.1928 an den Landrat in Detmold über.
Die Akten "Testamente, Nachlässe, Vormundschaften" sind in den Sammelbestand L 90 Nr. 5980 eingeordnet, Salbücher befinden sich im Bestand L 101 C I, Hypotheken- und Depositenbücher im Bestand L 91 C [jetzt: D 23 A], Eherezesse im Bestand L 108 A Nr. 491.
Detmold, den 13. Oktober 1971
gez. Rohtraut Müller-König
Aus dem Bestand L 97 C Domanialrentei Lipperode wurden von Fräulein Christa Langer ca. 75 Akten der Provenienz Amt Lipperode ausgesondert und verzeichnet. Außerdem wurden 2 Akten aus dem Bestand L 79 I (F.28) übernommen. Diese Menge machte es notwendig, das Findbuch L 108 Lipperode neu zu schreiben.
Detmold, den ... 1972
M-K
Das maschinenschriftliche Findbuch wurde im Rahmen eines Digitalsierungsprogramms von Marco Hönerlage aus Detmold in VERA abgeschrieben. - Die Hinweise zu den Aktentiteln stehen im Findbuch nicht immer an der richtigen Stelle; dies wurde beim Korrekturlesen geändert.
Detmold, im Oktober 2008
gez. Schwinger
32 Kartons = 157 Archivbände 1664-1902. - Findbuch: L 108 Lipperode-Cappel.
Bestand
German
Kittel, Erich / Stöwer, Herbert / Sundergeld, Karl, Die älteren lippischen Landesgesetze und Ordnungen, in: Lippische Mitteilungen, 26 (1957), S. 48-78; Stöwer, Herbert, Die lippische Kommunalverfassung, in: Archivpflege in Westfalen und Lippe Nr. 8, Juli 1976, S. 3-14; Klein, Thomas / Hubatsch, Walter (Hg.), Grundriss zur deutschen Verwaltungsgeschichte, Band 16, Marburg 1981, S. 207ff.; Jeserich, Kurt G. A. / Pohl, Hans / Unruh, Georg-Christoph von (Hg.), Deutsche Verwaltungsgeschichte, Band 1-6, Stuttgart 1983-1988, Band 2, S. 757; Gaul, Otto, Lipperode. Zur Geschichte von Burg, Festung und Dorf, in: Lippische Mitteilungen, 44 (1975), S. 5-18.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archival tectonics)
- 1.1. Land Lippe (bis 1947) (Archival tectonics)
- 1.1.2. Verwaltung, Justiz (Archival tectonics)
- 1.1.2.2. Allgemeine und innere Verwaltung (Archival tectonics)
- 1.1.2.2.5. Ämter (Archival tectonics)
- Amt Lipperode (Archival holding)