Hans Nabholz d.Ä. zu Oppeltshofen ("Oppeltzhoven") schwört Urfehde, nachdem er wegen Ungehorsams in das Gefängnis des Abts Jodok ("Jos") [Bentelin] von Weingarten gekommen war. Er hatte sich nicht an einen beurkundeten und von ihm beschworenen Vergleich ("richtung und tadinge") gehalten, obwohl ihm das bei Strafe von 10 lb d geboten worden war. Außerdem hat er wiederholt bei Bürgermeister und Rat zu Ravensburg versucht, Eigenleute des Klosters, die in der Obrigkeit des Abts angesessen sind, zu laden und in ihren Gerichtszwang zu ziehen. Er hat verlauten lassen, er wolle dafür sorgen, daß der Abt mit denen von Ravensburg "ze schaffen" habe. Er wird sich für das erlittene Gefängnis nicht rächen und die Stadt Ravensburg nur noch mit Zustimmung des Abts zu betreten. Klagen gegen Gotteshausleute wird er nur bei den ordentlichen Gerichten anbringen, alles bei Strafe von 100 fl rh. Zu Bürgen setzt er unter Versprechen der Schadloshaltung seinen Sohn Hans Nabholz, Jos Salman zu Oppelzhoven und Jakob Ortlieb von Albertshofen ("Halbrechtzhoven").
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Hans Nabholz d.Ä. zu Oppeltshofen ("Oppeltzhoven") schwört Urfehde, nachdem er wegen Ungehorsams in das Gefängnis des Abts Jodok ("Jos") [Bentelin] von Weingarten gekommen war. Er hatte sich nicht an einen beurkundeten und von ihm beschworenen Vergleich ("richtung und tadinge") gehalten, obwohl ihm das bei Strafe von 10 lb d geboten worden war. Außerdem hat er wiederholt bei Bürgermeister und Rat zu Ravensburg versucht, Eigenleute des Klosters, die in der Obrigkeit des Abts angesessen sind, zu laden und in ihren Gerichtszwang zu ziehen. Er hat verlauten lassen, er wolle dafür sorgen, daß der Abt mit denen von Ravensburg "ze schaffen" habe. Er wird sich für das erlittene Gefängnis nicht rächen und die Stadt Ravensburg nur noch mit Zustimmung des Abts zu betreten. Klagen gegen Gotteshausleute wird er nur bei den ordentlichen Gerichten anbringen, alles bei Strafe von 100 fl rh. Zu Bürgen setzt er unter Versprechen der Schadloshaltung seinen Sohn Hans Nabholz, Jos Salman zu Oppelzhoven und Jakob Ortlieb von Albertshofen ("Halbrechtzhoven").
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 589
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 15. Jahrhundert
1471 Februar 12 (am zinstag vor sant Valentins tag)
24,5 x 36,6 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Hans Nabholz d.Ä. zu Oppeltshofen ("Oppeltzhoven")
Empfänger: Abt Jodok ("Jos") [Bentelin] von Weingarten
Siegler: Hans von Heimenhofen zu Fluhenstein
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Empfänger: Abt Jodok ("Jos") [Bentelin] von Weingarten
Siegler: Hans von Heimenhofen zu Fluhenstein
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Bentelin von Ravensburg, Jodok; Abt von Weingarten
Heimenhofen, Hans von
Nabholz, Hans (Sohn)
Nabholz, Hans (Vater)
Ortlieb, Jakob
Salman, Jos
Weingarten, Jodok Bentelin; Abt
Albertshofen : Ravensburg RV; Einwohner
Fluhenstein, abgeg. Burg bei Sonthofen OA
Oppeltshofen, aufgeg. in Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV
Ravensburg RV; Bürgermeister und Rat
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Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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