Crista Butzer und Ehefrau Agata Schuppin vom Hoff (=Niemandsfreund?) bekennen, daß Gerwig [Blarer], Abt zu Weingarten, ihnen und ihrem jüngsten Sohn bzw., falls sie keinen haben, ihrer jüngsten Tochter auf Lebenszeit das Gut zu Amtzell, gelegen bei den Affelturren, genannt Lehenberg verliehen hat. Das Gut hatte früher Cristans Mutter Jeonofee Störtzin inne. Die Beliehenen müssen es persönlich in Hubers Weise bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen nichts entfremden und keine Eichen fällen oder andere fruchttragende Bäume ("berendt böm") abhauen. Der Wald darf nur zur Entnahme von Bau- und Brennholz für den Eigenbedarf genutzt werden. Jährlich entrichten sie zu Martini bzw. den üblichen Zeiten als Zins und Hubgeld 5 Scheffel Hafer, 1 lb h, 3 Hühner, 1 Fasnachthenne, 60 Eier, alles in Ravensburger Maß bzw. Währung. Das Gut fällt heim bei Verletzung der Leihebedingungen, Tod der Beliehenen oder Eingehen einer Ungenossamenehe. Es muß dann mit Dritteil, Heu- und Strohrichte zurückgelassen werden. Anspruch auf Aufwendungsersatz besteht nicht.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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