Moellendorff, Wichard v. (Bestand)
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BArch N 1158
call number: N 1158
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> M
um 1914-1933
Geschichte des Bestandsbildners: Friedrich Zunkel, Industrie und Staatssozialismus. Der Kampf um die Wirtschaftsordnung in Deutschland 1914-18, Düsseldorf 1974 Unterstaatssekretär im Reichswirtschaftsministerium (1918-1919), Präsident des Preußischen Materialprüfungsamtes (1923-1929)
Georg Otto Wichard von Moellendorf
Ingenieur, Materialforscher, Wirtschaftstheoretiker, Wirtschaftspolitiker
03.10.1881 (Hongkong) - 04.05.1937 (Berlin)
Vater: Otto von M., Zoologe und Konsulatsdolmetscher, später Konsul
Mutter: Betty geb. Blau
Erste Ehefrau, 1902: Elisabeth (Lis) Erdmann
Tochter Hedda * 1904;
Sohn Wichard *1919
Zweite Ehefrau, 1935: Erika Dienstag (Jüdin, Freitod Mai 1937)
1901-1906: Maschinenbaustudium an der FH Charlottenburg
1906 ff: Ingenieur beim Kabelwerk Oberspree
1912 ff: Publizist, u.a. für die Zeitschrift „Die Zukunft" von Maximilian Harden
1914: Mit Walther Rathenau Gründung der Kriegsrohstoffabteilung zur
Bewirtschaftung im 1. Weltkrieg
1915-1916: Direktor der Kriegschemikalien AG
Juli 1916: Reichskommissar für Kalkstickstoff
Sept. 1916: Technischer Sachverständiger im Waffen- und Munitions-
beschaffungsamt (Wumba) in der Kriegsrohstoffabteilung
1916: Schriftenreihe „Deutsche Gemeinwirtschaft"
April 1918: ord. Prof. für Nationalökonomie und Finanzwissenschaften
an der TH Hannover
Nov. 1918: Unterstaatssekretär im Reichswirtschaftsamt
(ab Feb. 1919: Reichswirtschaftsministerium)
1923-1929: Leiter des Staatlichen Materialprüfungsamtes Dahlem
und des Instituts für Metallforschung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
1926: Mitarbeit bei der vorbereitenden Abrüstungskonferenz in Genf
1927-1933: Mitglied des Senats der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
1932: Veröffentlichung „Konservativer Sozialismus"
Seit 1933: Nach der Machtübernehme der Nationalsozialisten Rückzug
aus allen Funktionen
4.5.1937: Freitod, drei Tage nach dem seiner zweiten Ehefrau
Bestandsbeschreibung: Persönliche Papiere; Schriftwechsel in technischen und wissenschaftlichen Angelegenheiten; Unterlagen über die Kriegswirtschaft (1914-1918), Gemeinwirtschaft, Abrüstung und Abrüstungskonferenz (1926-1933) sowie den Fachausschuß für Geistesarbeiter beim Internationalalen Arbeitsamt (1928-1929); Handakten aus dem Reichswirtschaftsministerium (1918/19). (Stand: 1977)
Zitierweise: BArch N 1158/...
Georg Otto Wichard von Moellendorf
Ingenieur, Materialforscher, Wirtschaftstheoretiker, Wirtschaftspolitiker
03.10.1881 (Hongkong) - 04.05.1937 (Berlin)
Vater: Otto von M., Zoologe und Konsulatsdolmetscher, später Konsul
Mutter: Betty geb. Blau
Erste Ehefrau, 1902: Elisabeth (Lis) Erdmann
Tochter Hedda * 1904;
Sohn Wichard *1919
Zweite Ehefrau, 1935: Erika Dienstag (Jüdin, Freitod Mai 1937)
1901-1906: Maschinenbaustudium an der FH Charlottenburg
1906 ff: Ingenieur beim Kabelwerk Oberspree
1912 ff: Publizist, u.a. für die Zeitschrift „Die Zukunft" von Maximilian Harden
1914: Mit Walther Rathenau Gründung der Kriegsrohstoffabteilung zur
Bewirtschaftung im 1. Weltkrieg
1915-1916: Direktor der Kriegschemikalien AG
Juli 1916: Reichskommissar für Kalkstickstoff
Sept. 1916: Technischer Sachverständiger im Waffen- und Munitions-
beschaffungsamt (Wumba) in der Kriegsrohstoffabteilung
1916: Schriftenreihe „Deutsche Gemeinwirtschaft"
April 1918: ord. Prof. für Nationalökonomie und Finanzwissenschaften
an der TH Hannover
Nov. 1918: Unterstaatssekretär im Reichswirtschaftsamt
(ab Feb. 1919: Reichswirtschaftsministerium)
1923-1929: Leiter des Staatlichen Materialprüfungsamtes Dahlem
und des Instituts für Metallforschung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
1926: Mitarbeit bei der vorbereitenden Abrüstungskonferenz in Genf
1927-1933: Mitglied des Senats der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
1932: Veröffentlichung „Konservativer Sozialismus"
Seit 1933: Nach der Machtübernehme der Nationalsozialisten Rückzug
aus allen Funktionen
4.5.1937: Freitod, drei Tage nach dem seiner zweiten Ehefrau
Bestandsbeschreibung: Persönliche Papiere; Schriftwechsel in technischen und wissenschaftlichen Angelegenheiten; Unterlagen über die Kriegswirtschaft (1914-1918), Gemeinwirtschaft, Abrüstung und Abrüstungskonferenz (1926-1933) sowie den Fachausschuß für Geistesarbeiter beim Internationalalen Arbeitsamt (1928-1929); Handakten aus dem Reichswirtschaftsministerium (1918/19). (Stand: 1977)
Zitierweise: BArch N 1158/...
Moellendorff, Wichard v., 1881-1937
192 Aufbewahrungseinheiten; 2,5 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ