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nach dem Roman "Jane Eyre" von Currer Bell [d. i. Charlotte Brontë]
Weimarische Zeitung, Nr. 41, 17.02.1854, S. 163: „Vielleicht bewies kein Publikum bei der Darstellung dieses Stückes so ästhetisch taktvoll, als das unsere; es wehrte Theater-Effekte von sich ab, die höchstens bei den Unmündigen und Thoren Anklang finden können. So darf die Kritik dreist behaupten, daß sie zu schweigen berechtigt ist, wo ein gebildetes Auditorium schon gerichtet hat. Die Darstellung war im Ganzen tadellos, wenn gleich wir manche Rolle anders gedacht hätten. Frl. Döllinger hat unbedingt warmes Lob verdient; sie wußte die leidenschaftlichen Effekte so glücklich zu treffen, daß man sie nach dem ersten Akt hervorrief. Frau Dom war an ihrem Platze, Frau Stör genügte, Frau Genast vermochte die Mistreß Reed wohl äußerlich zu repräsentiren, doch fehlt ihr Kraft des Organs. Da von den Männerrollen die einzig bedeutende der Lord Rochester ist, so sprechen wir nur von diesem. Herr Pätsch wußte nicht die Färbung anzunehmen, die den schrullenhaften Lord charakterisiren muß. Er war ein polternder Corporal, der bitterbösen Gesichtes einherschritt und dem wir böse werden mußten, da er so trotzig bramarbasirte.“