Landgraf Ludwig [I.] hat heute mit seinem lieben Heimlichen und Getreuen, Herrn Herman (II.) Rittesel, Ritter, seinem Landvogt an der Lahn (Lone) ...
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174
Abt. 9 Nr. 8,6
B 13 Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach
Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1303 - 1450
1436 Juli 31
Ausfertigung, Pergament (20,0 x 27,3 cm) mit anhängendem Siegel (gut erhalten)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Uff dinstag nechst noch Santt Jacobs dagk
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Ludwig [I.] hat heute mit seinem lieben Heimlichen und Getreuen, Herrn Herman (II.) Rittesel, Ritter, seinem Landvogt an der Lahn (Lone) abgerechnet, und ist ihm mit Margerethen, seiner ehelichen Hausfrau, schuldig 724 rheinische Silberlinge Kurfürsten-Münze Frankfurter (Franckfortter) Währung. Er schlägt diese Summe auf einen halben Teil an Schloss und Stadt Lauterbach (Lutterenbach) zu dem Geld, das Herman bereits darauf hat. Lösung ist ein Vierteljahr vor Kathedra Petri in Hermans Haus gen Eisenbach (Eysenbach) oder auf drei Meilen Weges darum in einer Stadt, aus der der Landgraf ?unbefedt? sei . Wird ihm seine Hälfte gekündigt, ehe er Herman gelöst hat, so soll er diesem verkündigen und ihm sein Geld geben.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Zweyte hessische Pfantverschreibung über Lautterbach so Ludwig Landgr(af) Herman Riedesel seinem Landvogt an der Lahn weg(en) 724 fl. Schulden ausgegeben
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller Siegelankündigung: "han deß zu vrkunde unser Inges(igel) an dysen brieff Thun hencken" Siegel: d = 35 mm, in einem lang gezogenen Sechspass das schrägrechts gestellte hessische Stamm-wappen mit Helmzier (zwei Büffelhörner mit sieben Lindenzweigen besteckt), unter dem Helm ragt die realistisch gestaltete Helmdecke hervor, Umschrift: s(igillum)* ludewici * lant * / gravii * hassie *
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 541
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Ludwig [I.] hat heute mit seinem lieben Heimlichen und Getreuen, Herrn Herman (II.) Rittesel, Ritter, seinem Landvogt an der Lahn (Lone) abgerechnet, und ist ihm mit Margerethen, seiner ehelichen Hausfrau, schuldig 724 rheinische Silberlinge Kurfürsten-Münze Frankfurter (Franckfortter) Währung. Er schlägt diese Summe auf einen halben Teil an Schloss und Stadt Lauterbach (Lutterenbach) zu dem Geld, das Herman bereits darauf hat. Lösung ist ein Vierteljahr vor Kathedra Petri in Hermans Haus gen Eisenbach (Eysenbach) oder auf drei Meilen Weges darum in einer Stadt, aus der der Landgraf ?unbefedt? sei . Wird ihm seine Hälfte gekündigt, ehe er Herman gelöst hat, so soll er diesem verkündigen und ihm sein Geld geben.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Zweyte hessische Pfantverschreibung über Lautterbach so Ludwig Landgr(af) Herman Riedesel seinem Landvogt an der Lahn weg(en) 724 fl. Schulden ausgegeben
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller Siegelankündigung: "han deß zu vrkunde unser Inges(igel) an dysen brieff Thun hencken" Siegel: d = 35 mm, in einem lang gezogenen Sechspass das schrägrechts gestellte hessische Stamm-wappen mit Helmzier (zwei Büffelhörner mit sieben Lindenzweigen besteckt), unter dem Helm ragt die realistisch gestaltete Helmdecke hervor, Umschrift: s(igillum)* ludewici * lant * / gravii * hassie *
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 541
Abschrift beglaubigt (wie Nr. 493) Darmstadt Urkunde Lauterbach 2; desgleichen ebenda Adel, Riedesel, Konvent 171
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:40 MESZ
Namensnennung 4.0 International