Ortlieb von Wald (1) bekennt, sich mit Erzbischof Konrad [IV.] von Salzburg in dem noch aus der Zeit von Erzbischof Rudolf [I.] herrührenden Streit um eine Gült und um Schäden in dem Vrbar auf dem Wald bei Muldorf (2) verglichen zu haben. Er verzichtet nun auf den Wald, alle Leute und Güter [leut und gu<o>t] und verspricht Dienst, Hilfe und Rat gegen jedermann außer gegen seinen Herrn, den Herzog von Bayern. Der Erzbischof hatte ihn zu seinem Ritter und heimlichen Hofgesinde genommen und ihn seinem Rat empfohlen, dem er auch geschworen hat. Wenn er in erzbischöflichen Diensten gefangen gesetzt wird oder sonstwie dabei Schaden erleidet, soll ihm dies ersetzt werden. Der Erzbischof soll ihm, wie vertraglich zu Zeiten Erzbischof Rudolfs [I.] vereinbart, zehn Pfund Geld leihen, dafür soll er Eigengüter kaufen, der Salzburger Kirche aufgeben und zu Lehen zurück empfangen. Wegen der zwischen der Salzburger Kirche und Ortlieb und seinem Vater strittigen Güter soll Kundschaft eingeholt werden und Ortlieb alle Lehen der Salzburger Kirche, die ihm von Rechts wegen zustehen, erhalten. Die übrigen Güter sollen in dem Recht stehen, das der Erzbischof und der Herzog zwischen ihren Dienstmannen gesetzt haben. Zeugen: Bischof Friedrich von Chiemsee (3), Bischof Heinrich von Lauent (4), Dompropst Friedrich von Salzburg, Abt Konrad von Raitenhaslah (5), die Ritter Heinrich von Eyssenpu<o>ch (6), Heinrich von Halldingen (7) und Dietrich, erzbischöflicher Schreiber zu Salzburg. Empfänger: Salzburg: Erzstift. Siegler: S1: Salzburg, Erzbischof Konrad. S2: Chiemsee, Bischof Friedrich. S3: Lavant, Bischof Heinrich. S4: Salzburg, Dompropst Friedrich. S5: Raitenhaslach, Abt Konrad. S6: Wald, Ortlieb von
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Ortlieb von Wald (1) bekennt, sich mit Erzbischof Konrad [IV.] von Salzburg in dem noch aus der Zeit von Erzbischof Rudolf [I.] herrührenden Streit um eine Gült und um Schäden in dem Vrbar auf dem Wald bei Muldorf (2) verglichen zu haben. Er verzichtet nun auf den Wald, alle Leute und Güter [leut und gut] und verspricht Dienst, Hilfe und Rat gegen jedermann außer gegen seinen Herrn, den Herzog von Bayern. Der Erzbischof hatte ihn zu seinem Ritter und heimlichen Hofgesinde genommen und ihn seinem Rat empfohlen, dem er auch geschworen hat. Wenn er in erzbischöflichen Diensten gefangen gesetzt wird oder sonstwie dabei Schaden erleidet, soll ihm dies ersetzt werden. Der Erzbischof soll ihm, wie vertraglich zu Zeiten Erzbischof Rudolfs [I.] vereinbart, zehn Pfund Geld leihen, dafür soll er Eigengüter kaufen, der Salzburger Kirche aufgeben und zu Lehen zurück empfangen. Wegen der zwischen der Salzburger Kirche und Ortlieb und seinem Vater strittigen Güter soll Kundschaft eingeholt werden und Ortlieb alle Lehen der Salzburger Kirche, die ihm von Rechts wegen zustehen, erhalten. Die übrigen Güter sollen in dem Recht stehen, das der Erzbischof und der Herzog zwischen ihren Dienstmannen gesetzt haben. Zeugen: Bischof Friedrich von Chiemsee (3), Bischof Heinrich von Lauent (4), Dompropst Friedrich von Salzburg, Abt Konrad von Raitenhaslah (5), die Ritter Heinrich von Eyssenpuch (6), Heinrich von Halldingen (7) und Dietrich, erzbischöflicher Schreiber zu Salzburg. Empfänger: Salzburg: Erzstift. Siegler: S1: Salzburg, Erzbischof Konrad. S2: Chiemsee, Bischof Friedrich. S3: Lavant, Bischof Heinrich. S4: Salzburg, Dompropst Friedrich. S5: Raitenhaslach, Abt Konrad. S6: Wald, Ortlieb von
Erzstift Salzburg Urkunden, BayHStA, Erzstift Salzburg Urkunden 32
HU Salzburg 60; GU Mühldorf 819
Erzstift Salzburg Urkunden
Erzstift Salzburg Urkunden >> 1251-1400
1293 März 23
Fußnoten:
1) Wald a. d. Alz (Gde. Garching a. d. Alz, Lkr. Altötting)
2) Mühldorf (Lkr. Mühldorf a. Inn)
3) Herrenchiemsee (Insel) (Gde. Chiemsee, Lkr. Rosenheim)
4) St. Andrä i. Lavanttal (PB Wolfsberg, Kärnten, A)
5) Raitenhaslach (Gde.Burghausen, Lkr. Altötting)
6) Eisenbuch (Gde. Erlbach, Lkr. Altötting)
7) Kirchhalling (Gde. Wonneberg, Lkr. Traunstein)
1) Wald a. d. Alz (Gde. Garching a. d. Alz, Lkr. Altötting)
2) Mühldorf (Lkr. Mühldorf a. Inn)
3) Herrenchiemsee (Insel) (Gde. Chiemsee, Lkr. Rosenheim)
4) St. Andrä i. Lavanttal (PB Wolfsberg, Kärnten, A)
5) Raitenhaslach (Gde.Burghausen, Lkr. Altötting)
6) Eisenbuch (Gde. Erlbach, Lkr. Altötting)
7) Kirchhalling (Gde. Wonneberg, Lkr. Traunstein)
Erzstift Salzburg Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Sg. 1, 2 u, 5 fehlen, Sg. 3 stark beschädigt
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Salzburg
Literatur: Regest: Juvavia 485; Martin 1, 160
Vermerke: RV: Conpositio inter dominum Conradum archiepiscopum et Ortlieb de Wald, super bonis in Wald sitis 2 rot 126, 72 Erzstift Salzburg 58/1 (G. Mühldorf 819)
Originaldatierung: Salzburch 1293 des naehsten mantages nah sant Gerdruten tage
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1293
Monat: 3
Tag: 23
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Salzburg
Literatur: Regest: Juvavia 485; Martin 1, 160
Vermerke: RV: Conpositio inter dominum Conradum archiepiscopum et Ortlieb de Wald, super bonis in Wald sitis 2 rot 126, 72 Erzstift Salzburg 58/1 (G. Mühldorf 819)
Originaldatierung: Salzburch 1293 des naehsten mantages nah sant Gerdruten tage
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1293
Monat: 3
Tag: 23
Wald: Ortlieb von
Eisenbuch: Heinrich von, Ritter
Halling: Heinrich von
Dietrich: Schreiber d. Erzbischofs, Salzburg
Friedrich: Dompropst, Salzburg
Konrad: Abt, Raitenhaslach
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöfe\ Rudolf I.
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöfe\ Konrad IV.
Chiemsee (Herrenchiemsee, Insel, Gde. Chiemsee, Lkr. Rosenheim), Bistum: Bischöfe\ Friedrich
St. Andrä i. Lavanttal (PB Wolfsberg, Kärnten, A), Bistum: Bischöfe, Heinrich
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Domkapitel: Pröpste\ Friedrich
Raitenhaslach (Gde. Burghausen, Lkr. Altötting), Kloster: Äbte\Konrad
Wald a. d. Alz (Gde. Garching a. d. Alz, Lkr. Altötting): Urbargut
Wald a. d. Alz (Gde. Garching a. d. Alz, Lkr. Altötting): Eigenleute
Wald a. d. Alz (Gde. Garching a. d. Alz, Lkr. Altötting): Amt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:41 MESZ
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