Wilhelm Pemsel/Stempel Pemsel (Bestand)
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E 9/282
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Der Einzelbestand enthielt ursprünglich lediglich eine undatierte Werbekarte der Nürnberger Stempelfabrik Wilhelm Pemsel, Pfannenschmiedsgasse 5 und eine Chronik der Firma, nunmehr Stempel Pemsel, Hallplatz 2, zum 100jährigen Jubiläum 1985.Im Jahr 2013 konnte der Einzelbestand mit zahlreichen Unterlagen ergänzt werden. Die Tochter des ehemaligen Firmeneigentümers, hat Schrift- und Dokumentationsgut zur Firma und zur Familie dem Stadtarchiv als Schenkung überlassen. Das abgegebene Material enthält sowohl Schriftstücke zum Geschäftsbetrieb, zum Personal, Bilanzen u.ä. als auch persönliche Dokumente der Firmeninhaber Joseph Göbel (*1871, †1962), Walter Göbel (*1906, †2006) und Jochen Göbel (*1944, †2006) sowie weiterer Familienmitglieder. Chroniken, Urkunden, Fotografien und diverse Gegenstände wie beispielsweise das Jugendstilfirmenschild von Joseph Göbel und das Gesellenstück von Walter Göbel vervollständigen die Überlieferung. Dem Einzelbestand können Informationen über die Firma von der Gründung bis zum Verkauf 1995 bzw. Betriebsauflösung 1997 entnommen werden.Die Firma Stempel Pemsel wurde 1885 durch den gelernten Schreiner Johann Heinrich Wilhelm Pemsel in der Winklerstr. gegründet. Dieser verkaufte die Firma jedoch an Max Voßler um ein Wirtshaus zu eröffnen. Joseph Richard Otto Göbel eröffnete eine eigene Firma "Gravieranstalt Göbel" in der Adlerstr. Erst 1929 wurde die Firma Stempel-Pemsel durch Joseph Göbel erworben und in die Pfannenschmiedsgasse verlegt. Dieser übertrug seinem Sohn Walter Göbel die Geschäftsführung und führte selbst die Gravieranstalt Göbel weiter. Erst im Jahr 1935 wurden die beiden Firmen fusioniert. 1939 wurde Joseph Göbel im Alter von 68 zur Reichssieger im Handwerkswettbewerb der Flachstichgravur.Bei einem Luftangriff 1945 wurde das Geschäftsgebäude vollständig zerstört. Während Walter Göbel in Kriegsgefangenschaft war, erhielt seine Ehefrau Edit Göbel, geb. Härtling, einen Notbetrieb. Nach seiner Freilassung aus der Gefangenschaft im Juni 1945 beginnt Walter Göbel mit dem Wiederaufbau der Firma. Bereits ab August 1945 könnte die Stempelherstellung wieder erfolgen. Im Juni 1946 wurde das Ladengeschäft in der Adlerstr. 14 eröffnet. Nach dem Tod von Josef Göbel 1962 wurde Walter Göbel zum Alleininhaber der Firma.2017 und 2020 konnte der Bestand um weitere Unterlagen und Gegenstände ergänzt werden. 3 Fotografien gelangten zur Digitalisierung an das Stadtarchiv, wurden jedoch danach wieder zurückgegeben. Diese befinden sich im digitalen Langzeitarchivierungssystem DiPS.kommunal. Weiterer Bestandszuwachs ist zu erwarten.
Einheiten: 81
Bestand
Deutsch
Chronik
Firmen- und Wirtschaftsarchive (Einzelbestände)
Göbel, Jochen
Göbel, Joseph
Göbel, Petra
Göbel, Walter
Hallplatz 2
Hallplatz 2
Hübner, Hans
Pemsel, Wilhelm, Stempelfabrik (Einzelbestand)
Pfannenschmiedsgasse 5
Pfannenschmiedsgasse 5
Stempel Pemsel (Einzelbestand)
Stempelfabrik Wilhelm Pemsel
Werbekarte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.06.2025, 11:18 AM CEST
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- Stadtarchiv Nürnberg (Archivtektonik)
- Stadtarchiv Nürnberg (Archival tectonics)
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- E 9/282 - Wilhelm Pemsel/Stempel Pemsel (Archival tectonics)
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