Heinrich Otto, Vikar der Domkirche an St. Jakob un
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 267
Telgte U Stadt Telgte Urkunden Stadt Telgte Urkunden
Stadt Telgte Urkunden
1665 Febr. 26
Regest: Heinrich Otto, Vikar der Domkirche an St. Jakob und Granarius (Kornschreiber), zediert der Kirche St. Jakob auf dem Domhof zu Münster eine Rentverschreibung über 50 Rt. Kapital, das die Bürgermeister und der Rat der Stadt Telgte im Jahre 1658 insbesondere zur Bezahlung ihrer im Kriege eingegangenen Schulden bei Johann Kerstiens, gewesenem Pastor an St. Jakob, aufgenommen hatten. Diese Rentverschreibung ist dem Aussteller vorliegender Urkunde durch die Exekutoren Engelbert von Beverförde, Jodocus Cocceius und Hermann Bredenstein, Domkapitular, -vikar resp. Pastor an St. Jakob, wegen Abstattung eines Legats an das Predigerkloster zu Münster für 50 Rt. verkauft worden. Der jetzige Zedent verspricht der Kirche St. Jakob hinsichtlich dieser Obligation Währschaft; dahingegen ist der jeweilige dortige Pastor verpflichtet, in dieser Kirche jeweils am Sterbetage seines — des Zedenten — Vaters am letzten Augusttag mit Zuziehung beider Vikare und zweier Camerale einen Totengottesdienst für seine Eltern, nämlich Andreas Otto und Gertrud Eicholt, sowie für seines Bruders Theodor und für sein eigenes Seelenheil zu feiern; die beiden Vikare sollen anschließend für dieselben ein sacrum funebre lesen. Zu dieser Memorie sollen ferner 20 Frauen aus Armenhäusern nach der Bestimmung des Pastors eingeladen werden. Dieser hält dafür 21 Sch.,jeder Vikar 7 Sch. Und jeder Cameral l Sch., der Küster 3 Sch. und die Armen je l Sch.. Zeugen: Hermann Bredenstein und Jobst Monnemann.
Ausf.-Papier; Petschaft und Unterschrift des Vikars Heinrich Otto.
Urkunden
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:04 MEZ