Herzog Friedrich zu Württemberg bekundet, dem Graf Karl [II.] zu Zollern, Sigmaringen und Veringen, des hl. röm. Reiches Erbkämmerer, erlaubt zu haben, in einem Bezirk seines Zwiefalter Forsts, nämlich auf den zwei Köpfen, die Alte Burg und der Habsberg gen., zu jagen. In diesem Bezirk hatten bis zur Aufkündigung des Ausstellers die Gebrüder Hans Christoph und Maximilian Schenk von Stauffenberg laut einem unterm 26. Okt. [15]93 ausgestellten Gnadenbrief (Regest Nr. 20) die Jagd inne. Der Aussteller erlaubt den gen. Schenken auf deren Bitten hin, nunmehr anstelle der beiden Köpfe in einem anderen Bezirk seines Zwiefalter Forsts, nämlich in dem Hölzlein neben der Alten Burg im Tal gegen Warmtal, welches sich bis an die Straße von Langenenslingen (Eslingen) nach Billafingen erstreckt und die Grenze des zollerischen und württembergischen Forsts bildet, nach Hasen, Füchsen, Rehen, rotem und schwarzem Wildbret, unbeschadet der in dem gen. Gnadenbrief erwähnten anderen Bezirke, bis auf Widerruf jagen zu dürfen. Den Schenken ist es erlaubt, jeweils von Johannis Baptistae [24. Juni] bis Aegidii [1. Sept.] die Hirsche, von Aegidii [1. Sept.] bis Martini [11. Nov.] das Wild und dann von Galli [16. Okt.] bis Thomae [21. Dez.] die Schweine zu hetzen und zu fangen; Füchse, Hasen und Rehe können sie jedoch nach ihrem Belieben jagen, doch sollen sie sich im Schießen und Pirschen bemäßigen, die Gelegenheit des Forsts und Bezirks bewahren, die Lauchen und Marksteine in ihrem Wesen behalten und niemandem dort die Jagd gestatten