Untersuchung gegen Verdächtige wegen politischer Betätigung gegen die Verbindung Preußens mit Frankreich
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I. HA Rep. 77, Tit. 6 Gen. Nr. 17
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I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern
Ministerium des Innern >> 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) >> 03.10 Sektion 10 Überwachung politisch verdächtiger Personen und Verbindungen (1792 - 1903) >> 03.10.01 Überwachung politisch verdächtiger Personen (1809 - 1903) >> 03.10.01.02 Politisch Verdächtige. Sammelakten (1812 - 1865)
1812 - 1819
Enthält:
- Andrae; ehemaliger Kammerdiener, preußischer Polizeisekretär: Verdacht wegen frankreichfeindlicher Tätigkeit 1812; Auslieferung durch die österreichische Regierung an Preußen, 1812; Haft in der Stadtvogtei Berlin; Überführung nach Neiße, 1813; Entlassung, 1813
- Arndt, Ernst Moritz (Pseudonym: Amsberg): Verdacht wegen Verbindung gegen die politische Zusammenarbeit Frankreichs mit Preußen, 1812; Beobachtung und Kontrolle seiner Korrespondenz, 1812
- Heiligenstaedt, von, ehemaliger Auditeur: Verdacht wegen Teilnahme an der Unternehmung des ehemaligen Staatsrats Gruner als Korrespondent; Verbindung mit der Unternehmung des von Kurski in der Uckermark; Verhaftung, Haft in der Stadtvogtei Berlin, 1812; Festung Spandau, 1812; Überführung nach Neiße, 1813; Entlassung, 1813
- Helmstreit, von, preußischer Hauptmann: Verdacht wegen Verbindung mit dem ehemaligen preußischen Staatsrat Gruner gegen die politischen Verhältnisse Frankreichs mit Preußen; Verhaftung in Breslau, 1812; Haft in der Berliner Stadtvogtei; Überführung nach Neiße, 1813; Entlassung, 1813
- Kurski, von, ehemaliger preußischer Leutnant: Verdacht wegen gesetzwidriger Errichtung eines Freikorps, 1812; Verhaftung, Haft in der Berliner Stadtvogtei, 1812; Überführung nach Neiße, 1813
- Lange, Dr.: Verdacht wegen frankreichfeindlicher Tätigkeit; Auslieferung durch die österreichische Regierung an Preußen, 1812; Haft in Spandau oder in der Berliner Stadtvogtei
- Müller, ehemaliger preußischer Volontair-Offizier: Verdacht wegen Verbindung mit dem ehemaligen preußischen Staatsrat Gruner; Handlungen gegen Frankreich (Spionage); gesetzwidrige Errichtung eines Freikorps; Verhaftung, Haft in der Berliner Stadtvogtei, 1812; Festung Spandau, 1812; Überführung nach Neiße, 1813
- Stromberg, von, inaktiver preußischer Leutnant: Verdacht wegen Bekanntschaft mit von Kurski; Besitz und Autorschaft aufrührerischer Schriften, Aufrufe und Schmähgedichte; politische Äußerungen; Verbindung gegen die politischen Verhältnisse Frankreichs mit Preußen; polizeiliche Durchsuchung seiner Papiere und seiner Wohnung, 1812.
- Andrae; ehemaliger Kammerdiener, preußischer Polizeisekretär: Verdacht wegen frankreichfeindlicher Tätigkeit 1812; Auslieferung durch die österreichische Regierung an Preußen, 1812; Haft in der Stadtvogtei Berlin; Überführung nach Neiße, 1813; Entlassung, 1813
- Arndt, Ernst Moritz (Pseudonym: Amsberg): Verdacht wegen Verbindung gegen die politische Zusammenarbeit Frankreichs mit Preußen, 1812; Beobachtung und Kontrolle seiner Korrespondenz, 1812
- Heiligenstaedt, von, ehemaliger Auditeur: Verdacht wegen Teilnahme an der Unternehmung des ehemaligen Staatsrats Gruner als Korrespondent; Verbindung mit der Unternehmung des von Kurski in der Uckermark; Verhaftung, Haft in der Stadtvogtei Berlin, 1812; Festung Spandau, 1812; Überführung nach Neiße, 1813; Entlassung, 1813
- Helmstreit, von, preußischer Hauptmann: Verdacht wegen Verbindung mit dem ehemaligen preußischen Staatsrat Gruner gegen die politischen Verhältnisse Frankreichs mit Preußen; Verhaftung in Breslau, 1812; Haft in der Berliner Stadtvogtei; Überführung nach Neiße, 1813; Entlassung, 1813
- Kurski, von, ehemaliger preußischer Leutnant: Verdacht wegen gesetzwidriger Errichtung eines Freikorps, 1812; Verhaftung, Haft in der Berliner Stadtvogtei, 1812; Überführung nach Neiße, 1813
- Lange, Dr.: Verdacht wegen frankreichfeindlicher Tätigkeit; Auslieferung durch die österreichische Regierung an Preußen, 1812; Haft in Spandau oder in der Berliner Stadtvogtei
- Müller, ehemaliger preußischer Volontair-Offizier: Verdacht wegen Verbindung mit dem ehemaligen preußischen Staatsrat Gruner; Handlungen gegen Frankreich (Spionage); gesetzwidrige Errichtung eines Freikorps; Verhaftung, Haft in der Berliner Stadtvogtei, 1812; Festung Spandau, 1812; Überführung nach Neiße, 1813
- Stromberg, von, inaktiver preußischer Leutnant: Verdacht wegen Bekanntschaft mit von Kurski; Besitz und Autorschaft aufrührerischer Schriften, Aufrufe und Schmähgedichte; politische Äußerungen; Verbindung gegen die politischen Verhältnisse Frankreichs mit Preußen; polizeiliche Durchsuchung seiner Papiere und seiner Wohnung, 1812.
116 Blatt
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:33 MESZ
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- 03.10 Sektion 10 Überwachung politisch verdächtiger Personen und Verbindungen (1792 - 1903) (Gliederung)
- 03.10.01 Überwachung politisch verdächtiger Personen (1809 - 1903) (Gliederung)
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