Theodor Matthaei, Vizekurat der Pfarrkirche zu Körrenzig im Amt Boslar, spezifiziert die Lasten und Einkünfte seiner drei Dörfer (- wovon das dritte über eine Stunde von der Kirche entfernt ist -) umfassenden Parochie mit 500 Kommunikanten, denen er in seinem hohen Altar die Sakramente spenden und die er beendigen müsse, ohne alle Stolgebühren. Die Güter respektive Gefälle bestehen danach in 30 Malter halb Roggen, halb Gerste, aus dem Zehnten (woraus dem Kapitel 28 Malter, halb Roggen, halb Gerste erfallen und aus welchem letztern der Gemeinde 2 Zuchtstiere und 1 Zielsau zu unterhalten sind) und 40 Morgen Land (32 Morgen Acker- 8 Morgen Weide- und Wiesenland), welche den Vizekurat auf den Morgen 2 Fass Roggen und 2 Fass Gerste abwerfen. Das in der Nacht des 14. März 1681 von den Soldaten angezündete und gänzlich niedergebrannte Pfarrhaus (in und bei welchem auch aller Hausrath, die Früchte, 36 Schafe, 3 Kühe und 3 Schweine zu Grunde gingen), hat er auf eigene Kosten neu erbauen lassen, von dem Kapitel dabei durch Nachlass der Jahresabgabe und von der Gemeinde durch Holz und Fuhren unterstützt. "Datum in Correntzig die nona Aprilis 1695. Theodorus Matthaei vicecuratus in Correntzig manu propria"

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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