Streitigkeiten und deren Beilegung mit dem Kloster Heiligkreuztal: u.a. strittiges Fischrecht in der Donau bei Hundersingen, strittige Gerichtsbarkeit zu Hundersingen, Verkauf des "Schlosses" Landau
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 3 Nr. 456
Rep. II Pk. 66
K.III, F.16 Nr.1 - 4
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 3 Friedberg-Scheer: Akten
Friedberg-Scheer: Akten >> 2. Politisch-rechtliche Stellung - Verhältnis nach außen >> 2.7. Beziehungen zu geistlichen Herrschaften (soweit nicht in 4.) >> 2.7.3. Stifte und Klöster >> 2.7.3.3. Kloster Heiligkreuztal
1443-1716
Darin:
1) Vergleichsrezeß von 1716 zwischen Truchseß Christoph Franz von Waldburg und der Äbtissin Maria Anna und dem Konvent von Heiligkreuztal über das Ernennungsrecht auf die Pfarrei Bolstern, das Fischrecht auf der Donau bei Hundersingen, Bestreitung der Unkosten des Rentzengrabens(?) im Breitried durch scheerische Untertanen, die Niedere Gerichtsbarkeit zu Ertingen und Erneuerung der Verträge von 1455, 1500 und 1600, Weidestreitigkeiten zwischen den Gemeinden Ertingen, Kanzach, Dürnau, Groß- und Kleintissen, Abgaben der Hirten von Herbertingen an das Kloster Heiligkreuztal
2) Bekräftigung des Vergleichs von 1716 durch den oberösterreichischen Lehenhof in Innsbruck
3) 1500 Okt. 22 (Do vor Simon und Judas)
Abgeordnete der Städte Saulgau, Riedlingen und Mengen entscheiden den Streit zwischen Graf Andreas von Sonnenberg und Äbtissin Äbtissin Anna Gremlich von Heiligkreuztal um Hoch- und Niedergericht zu Ertingen.
6 Abschriften, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 319
4) 1542 Dez. 18
Vertrag zwischen der Äbtissin Veronika von Rietheim und dem Konvent von Heiligkreuztal einerseits und dem Grafen Karl von Hohenzollern-Sigmaringen andererseits v.a. über die Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit zu Ertingen und die Besetzung des Gerichts zu Ertingen
5 Abschriften, siehe Urkundenburch Heiligkreuztal 2, S. 450 ff. (Nr. 1264) in: Württembergische Geschichtsquellen Bd. 14
5) 1443 Aug. 7 (Afra)
Die Vettern Ber und Gaudenz von Rechberg von Hohenrechberg schlichten den Streit zwischen Graf Johannes von Werdenberg, sowie der Äbtissin Anna Gremlich und dem Konvent des Klosters Heiligkreuztal einerseits und Truchseß Eberhard von Waldburg auf der anderen Seite um Jagd in zur Grafschaft Sigmaringen gehörigen Waldungen, Steuererhebung zu Altheim und Mahlgerechtigkeit zu Altheim.
Abschrift, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 94
6) 1443 Okt. 10 (Do nach Dyonisios)
Truchseß Eberhard von Waldburg verkauft der Äbtissin Anna Gremlich und dem Konvent Heiligkreuztal die Burg Landau, die truchsessischen Anteile zu Binzwangen und Ertingen und den Talhof für 16.000 rh. fl.
Abschrift, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 96
1) Vergleichsrezeß von 1716 zwischen Truchseß Christoph Franz von Waldburg und der Äbtissin Maria Anna und dem Konvent von Heiligkreuztal über das Ernennungsrecht auf die Pfarrei Bolstern, das Fischrecht auf der Donau bei Hundersingen, Bestreitung der Unkosten des Rentzengrabens(?) im Breitried durch scheerische Untertanen, die Niedere Gerichtsbarkeit zu Ertingen und Erneuerung der Verträge von 1455, 1500 und 1600, Weidestreitigkeiten zwischen den Gemeinden Ertingen, Kanzach, Dürnau, Groß- und Kleintissen, Abgaben der Hirten von Herbertingen an das Kloster Heiligkreuztal
2) Bekräftigung des Vergleichs von 1716 durch den oberösterreichischen Lehenhof in Innsbruck
3) 1500 Okt. 22 (Do vor Simon und Judas)
Abgeordnete der Städte Saulgau, Riedlingen und Mengen entscheiden den Streit zwischen Graf Andreas von Sonnenberg und Äbtissin Äbtissin Anna Gremlich von Heiligkreuztal um Hoch- und Niedergericht zu Ertingen.
6 Abschriften, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 319
4) 1542 Dez. 18
Vertrag zwischen der Äbtissin Veronika von Rietheim und dem Konvent von Heiligkreuztal einerseits und dem Grafen Karl von Hohenzollern-Sigmaringen andererseits v.a. über die Hohe und Niedere Gerichtsbarkeit zu Ertingen und die Besetzung des Gerichts zu Ertingen
5 Abschriften, siehe Urkundenburch Heiligkreuztal 2, S. 450 ff. (Nr. 1264) in: Württembergische Geschichtsquellen Bd. 14
5) 1443 Aug. 7 (Afra)
Die Vettern Ber und Gaudenz von Rechberg von Hohenrechberg schlichten den Streit zwischen Graf Johannes von Werdenberg, sowie der Äbtissin Anna Gremlich und dem Konvent des Klosters Heiligkreuztal einerseits und Truchseß Eberhard von Waldburg auf der anderen Seite um Jagd in zur Grafschaft Sigmaringen gehörigen Waldungen, Steuererhebung zu Altheim und Mahlgerechtigkeit zu Altheim.
Abschrift, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 94
6) 1443 Okt. 10 (Do nach Dyonisios)
Truchseß Eberhard von Waldburg verkauft der Äbtissin Anna Gremlich und dem Konvent Heiligkreuztal die Burg Landau, die truchsessischen Anteile zu Binzwangen und Ertingen und den Talhof für 16.000 rh. fl.
Abschrift, Papier, siehe Kretzschmar, Urkundenregesten Nr. 96
Friedberg-Scheer
1 Bü
Archivale
Anna Gremlich, Äbtissin; Kloster Heiligkreuztal
Ege, Christoph; Riedlingen
Rechberg zu Hohenrechberg, Frhen u. Gfen von; Ber
Rechberg zu Hohenrechberg, Frhen u. Gfen von; Gaudenz
Veronika von Rietheim, Äbtissin; Heiligkreuztal
Altheim BC; Mühlenbann
Altheim BC; Steuerhoheit
Binzwangen, Ertingen BC; Verkauf
Dürnau BC; Weidgang
Ertingen BC; Obrigkeit
Ertingen BC; Weidgang
Großtissen, Bad Saulgau SIG; (Amt), Weidgang
Heiligkreuztal, Altheim BC
Herbertingen SIG; Breitried
Hohenzollern-Sigmaringen, Gft u. Ftm
Hundersingen, Herbertingen SIG; Fischerei
Kanzach BC; Weidgang
Kleintissen: Großtissen, Bad Saulgau SIG; Weidgang
Landauhof : Binzwangen, Ertingen BC
Mengen SIG
Riedlingen BC
Saulgau SIG
Talhof, Staatsdomäne : Hundersingen, Herbertingen SIG
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:49 MESZ
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- Friedberg-Scheer (Tektonik)
- Friedberg-Scheer: Akten (Bestand)
- 2. Politisch-rechtliche Stellung - Verhältnis nach außen (Gliederung)
- 2.7. Beziehungen zu geistlichen Herrschaften (soweit nicht in 4.) (Gliederung)
- 2.7.3. Stifte und Klöster (Gliederung)
- 2.7.3.3. Kloster Heiligkreuztal (Gliederung)