Peter Schölz aus Großheppach, wegen seiner Teilnahme an den jüngsten, vom Schwäbischen Bund unterdrückten Bauerzügen nach Khungshofen [Königshofen a.d. Tauber] auf dem Nussberg ob Kleinheppach aus Furcht vor einer Gefängnisstrafe außer Landes geflohen, jedoch auf Fürbitte seiner guten Freunde und Gönner begnadigt und wieder nach Hause zu Weib und Kindern gelassen, schwört U. und gelobt unter Eid, Wehr und Harnisch der Obrigkeit zu überantworten und sein Leben lang keine mehr außer einem abgebrochenen Brotmesser zu haben oder zu gebrauchen, alle offenen Zechen und Gesellschaften zu meiden, fortan der Obrigkeit gehorsam und untertan zu sein und einen Abtrag von 30 fl zu entrichten.
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Peter Schölz aus Großheppach, wegen seiner Teilnahme an den jüngsten, vom Schwäbischen Bund unterdrückten Bauerzügen nach Khungshofen [Königshofen a.d. Tauber] auf dem Nussberg ob Kleinheppach aus Furcht vor einer Gefängnisstrafe außer Landes geflohen, jedoch auf Fürbitte seiner guten Freunde und Gönner begnadigt und wieder nach Hause zu Weib und Kindern gelassen, schwört U. und gelobt unter Eid, Wehr und Harnisch der Obrigkeit zu überantworten und sein Leben lang keine mehr außer einem abgebrochenen Brotmesser zu haben oder zu gebrauchen, alle offenen Zechen und Gesellschaften zu meiden, fortan der Obrigkeit gehorsam und untertan zu sein und einen Abtrag von 30 fl zu entrichten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 U 3913
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 Urfehden
Urfehden >> 7. Band 7: Amt /Vogtei Rosenfeld bis Sindelfingen >> 07.02 Schorndorf, Amt >> 07.02.07 Großheppach - Kleinheppach
1526 März 26 (Mo nach Palmsonntag)
Urkunden
Siegler: Claus Fuchs, und Hans Scherer, beide des Gerichts zu Schorndorf
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: 2 S. mit Pap. Decke
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: 2 S. mit Pap. Decke
Schölz, Peter
Großheppach : Weinstadt WN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:31 MEZ
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