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Die kurfürstliche Regierung in Fulda bekundet im Namen Wilhelms
I., Kurfürst und Landgraf von Hessen, Großherzog von Fulda, dass sie dem
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1801-1840
1819 März 12
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geschehen zu Fulda den zwölften März ein tausend acht hundert neunzehn
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die kurfürstliche Regierung in Fulda bekundet im Namen Wilhelms I., Kurfürst und Landgraf von Hessen, Großherzog von Fulda, dass sie dem Fabrikanten Peter Arnd, der von einem Börsianer in Frankfurt am Main (Franckfurter actionair), laut einer Kaufurkunde von 1813 Juli 15 (de dato 15. Julii 1813), für 3030 Gulden das rechter Hand liegende Domanialgebäude im hinteren Schloßgarten in Fulda einschließlich eines anteiligen Gemüsegartens erworben hatte, dieses in Erbpacht verliehen hat. Der Verkauf ist gemäß einer großherzoglichen Resolution von 1819 Februar 12 (de dato Cassel den 12ten Februar) zu folgenden Bedingungen geschehen: 1. Der Erbschilling für das genannte Gebäude beträgt einschließlich der rückständigen Zinsen 2030 Gulden, die Peter Arnd in bar an das Stadtrentamt in Fulda zu zahlen hat. Jährlich ist darüber hinaus ein Erbzins in Höhe von 50 Gulden zu zahlen, der erstmals an Martini [November 11] des Jahres 1819 fällig wird. 2. Die Besteuerung des Gebäudes geschieht nach den Grundsätzen der Steuerrevision aus dem Jahr 1740. Peter Arnd hat ab Januar 1820 den für das Gebäude ermittelten Steuersatz der einfachen Grundsteuer zu entrichten. Der vorliegende Erbbrief ist in zweifacher Form ausgefertigt worden. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung [großes Regierungssiegel]. Ein Exemplar der Urkunden ist Peter Arnd, das andere den Ausstellern ausgehändigt worden. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel). - Der Bauinspektor W. [?] Arnd hat mit Wissen Peter Arnds 1819 Juli 1 (Fulda den 1ten Juli 1819) zusätzlich versprochen, die genannten Vertragsbedingungen zu erfüllen. Der Regierungsinspektor ...
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: bauinspector W. [?] Arnd mit vorwissen / Peter Arnd
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: vidit Koenig
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Thomas)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Kurfürstliche Regierung Fulda
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.