Deutsches Marinekommando Italien und Nordafrika der Kriegsmarine (Bestand)
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BArch RM 36
call number: RM 36
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Reichsmarine und Kriegsmarine >> Befehlshaber
1940-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Das deutsche Marinekommando Italien wurde im November 1941 im Zuge der Verlegung deutscher Kriegsschiffe in den Mittelmeerraum eingerichtet. Chef war der Deutsche Admiral beim Admiralstab der Königlich italienischen Marine. Er war zuständig für alle in Italien und Nordafrika eingesetzten Überwasserstreitkräfte, Landtruppenteile und sonstige Dienststellen der Marine mit Ausnahme der Marineattachs. Mit der Kapitulation Italiens fiel die Unterstellung der Behörde unter die italienische Marine fort. Am 1.1.1945 wurde das Deutsche Marinekommando Italien in das Marineober- kommando Süd (MOK Süd) umgewandelt.
Bestandsbeschreibung: Am 28.6.1940 wurde in Rom der Deutsche Marineverbindungsstab beim Admiral der Königlich italienischen Marine gebildet, dessen Chef ab August 1941 die Dienstbezeichnung Deutscher Admiral beim Admiralstab der Königlich italienischen Marine führte. Er leitete zugleich das im November 1941 mit der Verlegung deutscher Seestreitkräfte in das Mittelmeer geschaffene Deutsche Marinekomando Italien. Mit diesem wurde der am 24.3.1943 eingerichtete Deutsche Stab bei Supermarina am 18.5.1943 vereinigt. Der Deutsche Admiral war zuständig für alle in Italien und Nordafrika eingesetzten Überwasserstreitkräfte, Landtruppenteile und sonstige Dienststellen der Kriegsmarine mit Ausnahme des Marineattachés. Mit der Kapitulation Italiens im September 1943 fiel die Unterstellung unter die italienische Marine fort. Das Deutsche Marinekomando Italien wurde am 1.1.1945 in das Marineoberkommando Süd (MOK Süd) umgewandelt, der bisherige Befehlshaber zum Oberbefehlshaber ernannt.
Inhaltliche Charakterisierung: Das Kriegstagebuch des Deutschen Marinekommandos Italien ist von Juni 1940 bis Ende Dezember 1944 fast vollständig, mit nur kleinen Lücken,vorhanden. Dessen Akten sind ebenfalls ohne größere Lücken überliefert. Das Kriegstagebuch des Marineoberkommandos Süd dagegen ist nur bruchstückhaft erhalten. Die Akten der dem Deutschen Marinekommando Italien unterstellten Dienststellen in Nordafrika sind ebenfalls nur splitterhaft überliefert.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Umfang, Erläuterung: 257
Zitierweise: BArch RM 36/...
Bestandsbeschreibung: Am 28.6.1940 wurde in Rom der Deutsche Marineverbindungsstab beim Admiral der Königlich italienischen Marine gebildet, dessen Chef ab August 1941 die Dienstbezeichnung Deutscher Admiral beim Admiralstab der Königlich italienischen Marine führte. Er leitete zugleich das im November 1941 mit der Verlegung deutscher Seestreitkräfte in das Mittelmeer geschaffene Deutsche Marinekomando Italien. Mit diesem wurde der am 24.3.1943 eingerichtete Deutsche Stab bei Supermarina am 18.5.1943 vereinigt. Der Deutsche Admiral war zuständig für alle in Italien und Nordafrika eingesetzten Überwasserstreitkräfte, Landtruppenteile und sonstige Dienststellen der Kriegsmarine mit Ausnahme des Marineattachés. Mit der Kapitulation Italiens im September 1943 fiel die Unterstellung unter die italienische Marine fort. Das Deutsche Marinekomando Italien wurde am 1.1.1945 in das Marineoberkommando Süd (MOK Süd) umgewandelt, der bisherige Befehlshaber zum Oberbefehlshaber ernannt.
Inhaltliche Charakterisierung: Das Kriegstagebuch des Deutschen Marinekommandos Italien ist von Juni 1940 bis Ende Dezember 1944 fast vollständig, mit nur kleinen Lücken,vorhanden. Dessen Akten sind ebenfalls ohne größere Lücken überliefert. Das Kriegstagebuch des Marineoberkommandos Süd dagegen ist nur bruchstückhaft erhalten. Die Akten der dem Deutschen Marinekommando Italien unterstellten Dienststellen in Nordafrika sind ebenfalls nur splitterhaft überliefert.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Umfang, Erläuterung: 257
Zitierweise: BArch RM 36/...
Deutsches Marinekommando Italien, 1940-1945
278 Aufbewahrungseinheiten; 5,6 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RM 35 III Marinegruppenkommando Süd
RM 45 V Dienst- und Kommandostellen der Kriegsmarine mit regionaler und lokaler Zuständigkeit, Bereich Mittelmeer, Ägäis, Schwarzes Meer
Literatur: Fioravanzo, Guiseppe: Die Kriegführung der Achse im Mittelmeer. In: Marine- Rundschau 55 (1958)
Kramer, Hans: Über den Seekrieg Italiens. In: Zeitgeschichte 2 (1974/75)
Schreiber, Gerhard: Revisionismus und Weltmachtstreben. Marineführung und deutsch- italienische Beziehungen 1919 bis 1944. Stuttgart 1978
RM 45 V Dienst- und Kommandostellen der Kriegsmarine mit regionaler und lokaler Zuständigkeit, Bereich Mittelmeer, Ägäis, Schwarzes Meer
Literatur: Fioravanzo, Guiseppe: Die Kriegführung der Achse im Mittelmeer. In: Marine- Rundschau 55 (1958)
Kramer, Hans: Über den Seekrieg Italiens. In: Zeitgeschichte 2 (1974/75)
Schreiber, Gerhard: Revisionismus und Weltmachtstreben. Marineführung und deutsch- italienische Beziehungen 1919 bis 1944. Stuttgart 1978
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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