In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
Gawin (Gauwe) von der Tann und seine Ehefrau Dorothea bekunden,
dass sie eine im Folgenden inserierte Urkunde Reinhards [von Weilnau],
Abt von Ful...
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der gegebin ist nach Cristi unsers lieben Herren geburt in iare und tage als obingeschriben stet
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Gawin (Gauwe) von der Tann und seine Ehefrau Dorothea bekunden, dass sie eine im Folgenden inserierte Urkunde Reinhards [von Weilnau], Abt von Fulda, Dekan Johanns und des Konvents von Fulda über den halben Teil von Burg, Amt und Gericht Fürsteneck erhalten haben. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1458 August 24: Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, bekundet, dass er mit Zustimmung des Dekans Johann und des Konvents von Fulda Gawin von der Tann und dessen Ehefrau Dorothea die halbe Burg Fürsteneck mit dem halben Amt und Gericht Fürsteneck für 910 rheinische Gulden Frankfurter Währung auf Wiederkauf verkauft hat. Ausgenommen werden alle Kirchenpatronate, Mannschaft, Mannlehen, Burglehen und Viehbede sowie die nicht dem Abt, sondern den Pröpsten, den Amtsleuten, den Klöstern und Geistlichen gehörenden Güter und Zinsen. Mit der Kaufsumme konnte der Abt die Güter von Christoph (Christoffel) von der Tann lösen. Im Wiederkaufsfall soll das Geld von den Käufern wieder im Gericht Fürsteneck angelegt werden. Im Wiederlösungsfall ist dies ein Vierteljahr vor dem Fest Kathedra Petri [Februar 22] anzukündigen. Der Wiederverkauf findet dann in Geisa oder auf der Burg Tann (zu der Thanne) statt, wobei der Ort von den Käufern binnen acht Tagen nach Ankündigung des Wiederkaufs zu benennen ist. Sollte das Kloster Fulda dann in eine Fehde verwickelt sein, sollen die Käufer den Fuldaer Boten sicheres Geleit geben. Sollte Fulda nach Ankündigung den Wiederkauf nicht leisten können, dürfen die Käufer das Gut weiterverpfänden, ausgenommen an Fürsten oder Herren. Im Wiederkaufsfall soll Fulda auch das Getreide, das über Winter ausgesät wurde, gehören. Die Burg ist dem Abt Offenhaus, so lange die Käufer daran schadlos gehalten werden. Sollten die Käufer zum Erhalt der Burg Bauaufwändungen tätigen, sollen sie dies mit dem Abt von Fulda absprechen. Diese Ausgaben sollen ihnen im Wiederkaufsfall angerechnet werden; ausgenommen sind die Kosten für Dienste der Armleute. Siegelankündigung von Abt Reinhard und dem Konvent von Fulda. (Datum anno Domini millesimo quadringentesimo quinquagesimo octavo in die Bartholomei apostoli). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (Abt Johann [I.] von Henneberg redimirt anno LXXXV°).
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Gawin von der Tann]
Vgl. Nr. 974.
Vgl. zu dieser Urkunde und der Wiederlösung der Burg Fürsteneck [1485 Februar 3] die in Nr. 1064 inserierte Urkunde.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.