Ohne Gesamttitel [Grundrisse des Wohnhauses des Architekten Christian Friedrich Leins (Neckarstraße 25/27), des späteren Palais' Weimar bzw. Palais' Urach in Stuttgart, mit Einträgen über die Nutzung des Gebäudes nach dem Ankauf durch Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach]
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 10 Bü 130
R. I. 11
G 50
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, GU 10 Vermögensverwaltung der Familie der Herzöge von Urach (mit Unterlagen zu den Palais Urach in Stuttgart und zur Villa Leuchtenberg in Lindau)
Vermögensverwaltung der Familie der Herzöge von Urach (mit Unterlagen zu den Palais Urach in Stuttgart und zur Villa Leuchtenberg in Lindau) >> 3. Immobilienbesitz des Hauses Urach >> 3.1 Immobilien in Deutschland >> 3.1.1 Gebäude >> 3.1.1.1 Gebäude in Stuttgart >> 3.1.1.1.3 Palais Urach (Neckarstraße 25/27, vormals Palais Weimar) >> 3.1.1.1.3.1 Pläne von C. F. Leins zur Nutzung des Gebäudes durch ihn und Hermann Prinz zu Sachsen-Weimar-Eisenach, um 1855
Enthält:
Blatt 1:
"Parterre" [von unbekannter Hand angebrachter Titel]
o. J. [zur Datierung siehe Bemerkungen] / o. V. [Christian Friedrich Leins] / Linearmaßstab, [Maßstab von 20 württembergischen Schuh], 20 württembergische Schuh = 11,5 cm, [1 : 50], [unter Zugrundelegung eines württembergischen Schuhs = 28,649 cm umgerechnet] / 53 x 62 cm.
Papier, auf Leinwand aufgezogen, Verunreinigungen / kolorierte Federzeichnung / Grundriss des Erdgeschosses des Palais' Weimar, Einzeichnung der Räume und der Öfen (grau), von C. F. Leins mit Bleistift angebrachte Bezeichnungen der Räume in französischer Sprache: Office, Salon, Vestibule, Portique (Säulenportikus an der Westseite des Palais' zum Garten hin), das Erdgeschoss wurde wahrscheinlich von C. F. Leins und seiner Familie bewohnt (siehe Bemerkungen); nachträglich angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Bleistift in deutscher Sprache von anderer Hand, welche die Nutzung nach dem Verkauf an Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach 1858/59 wiedergeben: großer Ess-Saal, Salon neben dem Ess-Saal (Versammlungszimmer), Silberkammer, Ordonnanzzimmer, kleines Esszimmer, Salon des Prinzen, Toilettenzimmer des Prinzen, Garderobe; nachträgliche Streichungen mit Bleistift von unbekannter Hand im Bereich des Vestibüls.
Blatt 2:
"Plan du Premier [étage] de la maison No. 25 Neckarstrasse" [Von C. F. Leins angebrachter Titel]
o. J. [zur Datierung siehe Bemerkungen] / o. V. [Christian Friedrich Leins] / Linearmaßstab, [Maßstab von 90 württembergischen Schuh], 90 württembergische Schuh = 53 cm, [1 : 50], [unter Zugrundelegung eines württembergischen Schuhs = 28,649 cm umgerechnet] / 53 x 61,5 cm.
Papier, auf Leinwand aufgezogen, Verunreinigungen, Faltenbildung / kolorierte Federzeichnung / Grundriss des ersten Obergeschosses (Beletage) des Palais' Weimar, Einzeichnung der Räume und der Öfen (grau), von C. F. Leins angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Tinte in französischer Sprache: "Vestibule", "Palier" (Treppenabsatz), "Salle", "Office à l'entresol orchèstre" (Orchesterempore), Salon (neben dem Saal), Petit Salon, "femme de chambre à l'entresol de chambre domestique" (Zimmer der Kammerfrau), "Cabinet de toilette et de bain à l'entresol garderobe", "water-closet", "Chambre à coucher", Loggien an der Nord- und Südseite, "Alcove", "Petit Salon", "Pièce d'entrée", Salon, Boudoir; nachträglich angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Bleistift in deutscher Sprache von unbekannter Hand, welche die Nutzung der Räume nach dem Verkauf an Prinz Hermann 1858/59 wiedergeben: "Tanz-Saal" für la "Salle", "Salon neben dem Tanzsaal mit dem englischen Kamin", "Salon" anstelle des "Pièce d'entrée", "Blaues Schreibzimmer" anstelle des "Petit Salon", "Schlafzimmer", Toilettenzimmer der Jungfer, "Garderobe der Kammerfrau" anstelle des "cabinet de toilets", "Salon", "Schlafzimmer" anstelle des anderen "Petit Salon":
Blatt 3:
"IIItes Stockwerk" [zweites Obergeschoss], [von C. F. Leins angebrachter Titel]
o. J. [zur Datierung siehe Bemerkungen] / [Christian Friedrich] "Leins" (Verfasserangabe rechts unten) / Linearmaßstab wie auf Blatt 2, [1 : 50] / 53 x 60 cm.
Papier, auf Leinwand aufgezogen, Verunreinigungen, Faltenbildung, kleinere Fehlstellen im Plan, dadurch nur kleinere Text- und Zeichnungsverluste / kolorierte Federzeichnung / Grundriss des zweiten Obergeschosses des Palais' Weimar mit den Wohnungen der Freifrau von Holtz und der Mademoiselle Mathilde Gräther, Einzeichnung der Räume und der Öfen (grau) sowie der Küchenherde, von C. F. Leins angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Tinte überwiegend in deutscher Sprache: Vestibül, Raum neben dem Vestibül mit Oberlicht; Bezeichnungen von der Hand C. F. Leins' in der Wohnung der Freifrau von Holtz ("Quartier der Freifrau von Holtz"): mehrere nicht näher beschriebene Zimmer, zwei Salons, Boudoir, Loggia, "Cabinet", Küche, "Speiskammer", Dienstzimmer; nachträglich angebrachte Einträge mit Bleistift von unbekannter Hand aus der Zeit nach dem Verkauf 1858/59 an Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach im Bereich der Wohnung der Freifrau von Holtz: "Schlafzimmer", "Garderobe der Frida" anstelle eines Zimmers und des "Cabinets", "Spielsaal" anstelle eines Salons, "Esszimmer" anstelle eines "Salons"; Bezeichnung der Räume in der Wohnung der Musiklehrerein Mathilde Gräther von der Hand des C. F. Leins' ("Quartier der Mlle. Gräter", mit Bleistift schräg schraffiert): Vorplatz, mehrere nicht näher bezeichnete Zimmer und "Cabinets", Loggia, Küche, "Speiskammer".
Blatt 4:
"IVtes Stockwerk" [drittes Obergeschoss], [von C. F. Leins angebrachter Titel]
o. J. [zur Datierung siehe Bemerkungen] / o. V. [Christian Friedrich Leins] / Linearmaßstab, [Maßstab von 80 württembergischen Fuß = Schuh], 80 württembergische Schuh = 46 cm, [1 : 50], [unter Zugrundelegung eines württembergischen Schuhs = 28,649 cm umgerechnet] / 51 x 56 cm.
Papier, auf Leinwand aufgezogen, Verunreinigungen / kolorierte Federzeichnung / Grundriss des dritten Obergeschosses des Palais' Weimar, Einzeichnung der Räume, der Öfen (grau) und des Küchenherdes, von C. F. Leins angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Tinte: Vestibül mit Oberlicht, mehrere nicht näher bezeichnete Zimmer und Cabinets, Salon, drei Terrassen, Küche, "Speiskammer", "Köchinzimmer", "Zimmer mit Steinboden, das früher zur Küche der kleinen Wohnung bestimmt war", "frühere Speiskammer"; nachträglich mit Bleistift von unbekannter Hand vorgenommene Einträge, welche die Nutzung der Räume nach dem Verkauf an Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach 1858/59 dokumentieren: "Weißzeugverwaltung und Bügelzimmer" anstelle des Salons, "Silberkammer" anstelle eines "Cabinets", Zimmer der Kammerfrau, "Garderobe der Prinzessin", Zimmer der Garderobenjungfer, "Zimmer Martin".
Ausführung: kolorierte Federzeichnungen
Entstehungszeitraum: o. J. [um 1855, mit späteren Nachträgen 1858/59]
Verfasser/ Künstler: Christian Friedrich Leins, Verfasserangabe auf Blatt 3 rechts unten. Die übrigen Pläne wurden aufgrund von Vergleichen bezüglich der Schrift und Zeichnung Leins zugeschrieben.
Bemerkungen zur Baugeschichte des Palais' Weimar:
Das Palais Weimar (Neckarstraße 25/27, später Palais Urach) wurde um 1855 von dem Architekten Christian Friedrich Leins erbaut und bewohnt. C. F. Leins taucht im Adressbuch der Stadt Stuttgart 1858 als Bewohner und Hausbesitzer des Gebäudes Neckarstraße 25/27 auf, während im Adressbuch der Stadt Stuttgart 1854 das Wohnhaus noch nicht verzeichnet ist. Im Adressbuch 1858 werden außerdem der Rentier Livingstone und ein Lieutenant bei der Garde, Louis Livingstone, der englische Legationssekretär G. Strachey, Freifrau von Holtz, die Kameralverwalters-Witwe Gräther und deren Tochter, die Musiklehrerin Fräulein Mathilde Gräther, als Mieter erwähnt. 1858 oder 1859 muss der Verkauf des Wohngebäudes an Prinz Hermann von Sachsen-Weimar-Eisenach erfolgt sein, da im Adressbuch 1859 Prinz Hermann als Hausbesitzer des Wohngebäudes Neckarstraße 25/27 eingetragen ist. Zusätzlich sind als Bewohner des Hauses Auguste Prinzessin von Sachsen-Weimar-Eisenach (geb. Prinzessin von Württemberg), die Gemahlin des Prinzesn Hermann, und die Weißzeug-Verwalterin Fräulein Enslin zu finden. Bis zum Ankauf des Gebäudes Neckarstraße 25/27 bewohnte Prinz Hermann mit seiner Gemahlin das Gebäude Kronenstraße 25, wie dem Adressbuch 1854 zu entnehmen ist.
Bemerkungen zur Datierung der Pläne:
Die Pläne sind wahrscheinlich um 1855 nach dem Bau des Wohngebäudes Neckarstraße 25/27 von C. F. Leins angefertigt worden. Aus dieser Zeit stammen auch die Beschriftungen Leins' mit Tinte bzw. Bleistift (im Bereich des Erdgeschosses). Die Einträge mit Bleistift von unbekannter Hand wurden erst 1858 oder 1859 nach dem Verkauf des Palais' an Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach angebracht.
Bemerkungen zu den Plänen Leins' im Stadtarchiv Stuttgart:
Einen Grundriss und Aufriss des Erdgeschosses und Aufrisse gegen die Neckarstraße und gegen den Schlossgarten des Palais' Weimar verwahrt das Stadtarchiv Stuttgart. Diese stammen aus dem Archiv C. F. Leins' (siehe dazu Max Schefold: Alte Ansichten aus Württemberg. Stuttgart 1957. Nr. 8387a)
Blatt 1:
"Parterre" [von unbekannter Hand angebrachter Titel]
o. J. [zur Datierung siehe Bemerkungen] / o. V. [Christian Friedrich Leins] / Linearmaßstab, [Maßstab von 20 württembergischen Schuh], 20 württembergische Schuh = 11,5 cm, [1 : 50], [unter Zugrundelegung eines württembergischen Schuhs = 28,649 cm umgerechnet] / 53 x 62 cm.
Papier, auf Leinwand aufgezogen, Verunreinigungen / kolorierte Federzeichnung / Grundriss des Erdgeschosses des Palais' Weimar, Einzeichnung der Räume und der Öfen (grau), von C. F. Leins mit Bleistift angebrachte Bezeichnungen der Räume in französischer Sprache: Office, Salon, Vestibule, Portique (Säulenportikus an der Westseite des Palais' zum Garten hin), das Erdgeschoss wurde wahrscheinlich von C. F. Leins und seiner Familie bewohnt (siehe Bemerkungen); nachträglich angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Bleistift in deutscher Sprache von anderer Hand, welche die Nutzung nach dem Verkauf an Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach 1858/59 wiedergeben: großer Ess-Saal, Salon neben dem Ess-Saal (Versammlungszimmer), Silberkammer, Ordonnanzzimmer, kleines Esszimmer, Salon des Prinzen, Toilettenzimmer des Prinzen, Garderobe; nachträgliche Streichungen mit Bleistift von unbekannter Hand im Bereich des Vestibüls.
Blatt 2:
"Plan du Premier [étage] de la maison No. 25 Neckarstrasse" [Von C. F. Leins angebrachter Titel]
o. J. [zur Datierung siehe Bemerkungen] / o. V. [Christian Friedrich Leins] / Linearmaßstab, [Maßstab von 90 württembergischen Schuh], 90 württembergische Schuh = 53 cm, [1 : 50], [unter Zugrundelegung eines württembergischen Schuhs = 28,649 cm umgerechnet] / 53 x 61,5 cm.
Papier, auf Leinwand aufgezogen, Verunreinigungen, Faltenbildung / kolorierte Federzeichnung / Grundriss des ersten Obergeschosses (Beletage) des Palais' Weimar, Einzeichnung der Räume und der Öfen (grau), von C. F. Leins angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Tinte in französischer Sprache: "Vestibule", "Palier" (Treppenabsatz), "Salle", "Office à l'entresol orchèstre" (Orchesterempore), Salon (neben dem Saal), Petit Salon, "femme de chambre à l'entresol de chambre domestique" (Zimmer der Kammerfrau), "Cabinet de toilette et de bain à l'entresol garderobe", "water-closet", "Chambre à coucher", Loggien an der Nord- und Südseite, "Alcove", "Petit Salon", "Pièce d'entrée", Salon, Boudoir; nachträglich angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Bleistift in deutscher Sprache von unbekannter Hand, welche die Nutzung der Räume nach dem Verkauf an Prinz Hermann 1858/59 wiedergeben: "Tanz-Saal" für la "Salle", "Salon neben dem Tanzsaal mit dem englischen Kamin", "Salon" anstelle des "Pièce d'entrée", "Blaues Schreibzimmer" anstelle des "Petit Salon", "Schlafzimmer", Toilettenzimmer der Jungfer, "Garderobe der Kammerfrau" anstelle des "cabinet de toilets", "Salon", "Schlafzimmer" anstelle des anderen "Petit Salon":
Blatt 3:
"IIItes Stockwerk" [zweites Obergeschoss], [von C. F. Leins angebrachter Titel]
o. J. [zur Datierung siehe Bemerkungen] / [Christian Friedrich] "Leins" (Verfasserangabe rechts unten) / Linearmaßstab wie auf Blatt 2, [1 : 50] / 53 x 60 cm.
Papier, auf Leinwand aufgezogen, Verunreinigungen, Faltenbildung, kleinere Fehlstellen im Plan, dadurch nur kleinere Text- und Zeichnungsverluste / kolorierte Federzeichnung / Grundriss des zweiten Obergeschosses des Palais' Weimar mit den Wohnungen der Freifrau von Holtz und der Mademoiselle Mathilde Gräther, Einzeichnung der Räume und der Öfen (grau) sowie der Küchenherde, von C. F. Leins angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Tinte überwiegend in deutscher Sprache: Vestibül, Raum neben dem Vestibül mit Oberlicht; Bezeichnungen von der Hand C. F. Leins' in der Wohnung der Freifrau von Holtz ("Quartier der Freifrau von Holtz"): mehrere nicht näher beschriebene Zimmer, zwei Salons, Boudoir, Loggia, "Cabinet", Küche, "Speiskammer", Dienstzimmer; nachträglich angebrachte Einträge mit Bleistift von unbekannter Hand aus der Zeit nach dem Verkauf 1858/59 an Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach im Bereich der Wohnung der Freifrau von Holtz: "Schlafzimmer", "Garderobe der Frida" anstelle eines Zimmers und des "Cabinets", "Spielsaal" anstelle eines Salons, "Esszimmer" anstelle eines "Salons"; Bezeichnung der Räume in der Wohnung der Musiklehrerein Mathilde Gräther von der Hand des C. F. Leins' ("Quartier der Mlle. Gräter", mit Bleistift schräg schraffiert): Vorplatz, mehrere nicht näher bezeichnete Zimmer und "Cabinets", Loggia, Küche, "Speiskammer".
Blatt 4:
"IVtes Stockwerk" [drittes Obergeschoss], [von C. F. Leins angebrachter Titel]
o. J. [zur Datierung siehe Bemerkungen] / o. V. [Christian Friedrich Leins] / Linearmaßstab, [Maßstab von 80 württembergischen Fuß = Schuh], 80 württembergische Schuh = 46 cm, [1 : 50], [unter Zugrundelegung eines württembergischen Schuhs = 28,649 cm umgerechnet] / 51 x 56 cm.
Papier, auf Leinwand aufgezogen, Verunreinigungen / kolorierte Federzeichnung / Grundriss des dritten Obergeschosses des Palais' Weimar, Einzeichnung der Räume, der Öfen (grau) und des Küchenherdes, von C. F. Leins angebrachte Bezeichnungen der Räume mit Tinte: Vestibül mit Oberlicht, mehrere nicht näher bezeichnete Zimmer und Cabinets, Salon, drei Terrassen, Küche, "Speiskammer", "Köchinzimmer", "Zimmer mit Steinboden, das früher zur Küche der kleinen Wohnung bestimmt war", "frühere Speiskammer"; nachträglich mit Bleistift von unbekannter Hand vorgenommene Einträge, welche die Nutzung der Räume nach dem Verkauf an Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach 1858/59 dokumentieren: "Weißzeugverwaltung und Bügelzimmer" anstelle des Salons, "Silberkammer" anstelle eines "Cabinets", Zimmer der Kammerfrau, "Garderobe der Prinzessin", Zimmer der Garderobenjungfer, "Zimmer Martin".
Ausführung: kolorierte Federzeichnungen
Entstehungszeitraum: o. J. [um 1855, mit späteren Nachträgen 1858/59]
Verfasser/ Künstler: Christian Friedrich Leins, Verfasserangabe auf Blatt 3 rechts unten. Die übrigen Pläne wurden aufgrund von Vergleichen bezüglich der Schrift und Zeichnung Leins zugeschrieben.
Bemerkungen zur Baugeschichte des Palais' Weimar:
Das Palais Weimar (Neckarstraße 25/27, später Palais Urach) wurde um 1855 von dem Architekten Christian Friedrich Leins erbaut und bewohnt. C. F. Leins taucht im Adressbuch der Stadt Stuttgart 1858 als Bewohner und Hausbesitzer des Gebäudes Neckarstraße 25/27 auf, während im Adressbuch der Stadt Stuttgart 1854 das Wohnhaus noch nicht verzeichnet ist. Im Adressbuch 1858 werden außerdem der Rentier Livingstone und ein Lieutenant bei der Garde, Louis Livingstone, der englische Legationssekretär G. Strachey, Freifrau von Holtz, die Kameralverwalters-Witwe Gräther und deren Tochter, die Musiklehrerin Fräulein Mathilde Gräther, als Mieter erwähnt. 1858 oder 1859 muss der Verkauf des Wohngebäudes an Prinz Hermann von Sachsen-Weimar-Eisenach erfolgt sein, da im Adressbuch 1859 Prinz Hermann als Hausbesitzer des Wohngebäudes Neckarstraße 25/27 eingetragen ist. Zusätzlich sind als Bewohner des Hauses Auguste Prinzessin von Sachsen-Weimar-Eisenach (geb. Prinzessin von Württemberg), die Gemahlin des Prinzesn Hermann, und die Weißzeug-Verwalterin Fräulein Enslin zu finden. Bis zum Ankauf des Gebäudes Neckarstraße 25/27 bewohnte Prinz Hermann mit seiner Gemahlin das Gebäude Kronenstraße 25, wie dem Adressbuch 1854 zu entnehmen ist.
Bemerkungen zur Datierung der Pläne:
Die Pläne sind wahrscheinlich um 1855 nach dem Bau des Wohngebäudes Neckarstraße 25/27 von C. F. Leins angefertigt worden. Aus dieser Zeit stammen auch die Beschriftungen Leins' mit Tinte bzw. Bleistift (im Bereich des Erdgeschosses). Die Einträge mit Bleistift von unbekannter Hand wurden erst 1858 oder 1859 nach dem Verkauf des Palais' an Hermann Prinz von Sachsen-Weimar-Eisenach angebracht.
Bemerkungen zu den Plänen Leins' im Stadtarchiv Stuttgart:
Einen Grundriss und Aufriss des Erdgeschosses und Aufrisse gegen die Neckarstraße und gegen den Schlossgarten des Palais' Weimar verwahrt das Stadtarchiv Stuttgart. Diese stammen aus dem Archiv C. F. Leins' (siehe dazu Max Schefold: Alte Ansichten aus Württemberg. Stuttgart 1957. Nr. 8387a)
Trägerformat: siehe oben (Höhe x Breite)
Autor/Fotograf: siehe oben
Karten und Pläne
Schaden: Verunreinigungen, Faltenbildung, einzelne kleinere Fehlstellen, dadurch aber keine größeren Text- und Zeichnungsverluste
Ausführung: Federzeichnung
Entstehungsstufe: Reinzeichnung
Herstellungsort: Stuttgart
Orientierung: W
Originalmaßstab: siehe oben
Maßstab: siehe oben
Blattzahl: 4
Ausführung: Federzeichnung
Entstehungsstufe: Reinzeichnung
Herstellungsort: Stuttgart
Orientierung: W
Originalmaßstab: siehe oben
Maßstab: siehe oben
Blattzahl: 4
Enslin, Weißzeug-Verwalterin im Palais des Hermann Prinz zu Sachsen-Weimar-Eisenach
Gräther, Mathilde; Musiklehrerin in Stuttgart
Gräther; Kameralverwalters-Witwe in Stuttgart
Holtz, Freifrau von
Livingstone; Louis, Oberleutnant
Livingstone; Rentier
Strachey; G., Legationssekretär bei der englischen Gesandtschaft in Stuttgart
Stuttgart S; Neckarstraße 25/27 (Palais Weimar, später Palais Urach)
Stuttgart S; Palais Urach (Neckarstraße 25/27, zuvor Palais Weimar)
Stuttgart S; Palais Weimar (Neckarstraße 25/27), siehe Palais Urach
Stuttgart S; Wohnhaus des Architekten Christian Friedrich Leins (Neckarstraße 25/27, später Palais Weimar bzw. Urach)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:24 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Archiv der Herzöge von Urach (Tektonik)
- Vermögensverwaltung der Familie der Herzöge von Urach (mit Unterlagen zu den Palais Urach in Stuttgart und zur Villa Leuchtenberg in Lindau) (Bestand)
- 3. Immobilienbesitz des Hauses Urach (Gliederung)
- 3.1 Immobilien in Deutschland (Gliederung)
- 3.1.1 Gebäude (Gliederung)
- 3.1.1.1 Gebäude in Stuttgart (Gliederung)
- 3.1.1.1.3 Palais Urach (Neckarstraße 25/27, vormals Palais Weimar) (Gliederung)
- 3.1.1.1.3.1 Pläne von C. F. Leins zur Nutzung des Gebäudes durch ihn und Hermann Prinz zu Sachsen-Weimar-Eisenach, um 1855 (Gliederung)