3. Alverdissen
Vollständigen Titel anzeigen
Gliederung
P 1 A Kirchenbuchduplikate des Fürstentums Lippe
Kirchenbuchduplikate des Fürstentums Lippe
Pfarrer: Johann Friedrich Christoph Müller, 1763-1795, Sohn des Generalsuperintendenten Müller; er war geboren am 10. September 1732 in Barntrup, besuchte die Schule zu Detmold und studierte in Bremen, wurde am 28. Oktober 1763 ordiniert und starb am 26. September 1795. Bei dem Hof in Alverdissen erfreute er sich keiner Gunst. Ohne sichtlichen Grund verkürzte ihm der dortige Graf das Gehalt, so dass Müller in eine bedrängte Lage kam. Schließlich gab ihm das Konsistorium einen jährlichen Zuschuss von 50 Talern. Der Hof von Alverdissen ließ wiederholt den Pastor Schönfeld von Wöbbel zur Austeilung des hl. Abendmahls nach Alverdissen kommen. Emil Wilhelm Begemann, 1796-1811, aus Detmold. Von 1794-1796 war er Inspektor am Waisenhaus in Barntrup. ”Rezeßmäßig“ wurde er 1796 von Bückeburg zur Pfarre in Alverdissen präsentiert, am 28. August 1796 ordiniert und September 1796 eingeführt. Ostern 1811 berief ihn der Fürst von Bückeburg als Hofprediger an die reformierte Gemeinde in Bückeburg, wo er im 96. Jahre am 1. November 1840 gestorben ist. Moritz Petri, 1848-1877, geboren 15. 7. 1810 in Lage, Bruder des Landtagsabgeordneten H. Petri II, Amtmanns in Schötmar (1861-1867). Er wurde 1835 unter die Kandidaten Lippes aufgenommen, war von 1838-1864 Lehrer an der Töchterschule in Lemgo, 1837 Pfarrgehilfe in Hohenhausen, 1846 Vikar in Alverdissen, seit 3. Juli 1848 dort Pastor. Er starb am 26. April 1877. Sein Schwager Pastor Priester in Schötmar hielt ihm die Leichenrede. Mancherlei Unstimmigkeiten mit Gemeinde und Behörde kamen während seiner Dienstzeit vor (s. Lipp. Sonntagspost 1877). (vgl. Wlhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, S. 301-302, 305). Die Register enthalten Einträge aus folgenden Orten: Alverdissen, Dorotheenthal, Dudenhausen, Eimke, Fassenberg, Hohensonne, Marksberg, Ullenhausen, Winterberg, Marksberg siehe auch Bega, Winterberg siehe auch Langenholzhausen Häufig genannte Todesursachen: Altersschwäche, Auszehrung, Blattern (1781, 1788, 1794), Brustkrankheit, Dumpf , Gicht, Husten, Kindbett, Kinderschürken, Ruhr (1872), Schlagfluß, Schwindsucht, Totgeburt, Unglück, Wassersucht, Croup, Scharlach (1854), Masern (1866, 1875).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:23 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Tektonik)
- 1.5. Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe (Tektonik)
- 1.5.1. Kirchenbuchduplikate, Zivilstands-, Juden- und Dissidentenregister (Tektonik)
- 1.5.1.1. Regierungsbezirk Detmold (Tektonik)
- Kirchenbuchduplikate des Fürstentums Lippe (Bestand)
- 3. Alverdissen (Gliederung)