Sammlung Politische Korrespondenzblätter (Bestand)
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Slg Politische Korrespondenzblätter
Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs >> 5 Abteilung V: Nachlässe und Sammlungen >> 5.3 Sammlungen >> 5.3.1 Allgemeine Sammlungen
1930-1999
Vorwort: Die Sammlung Politische Korrespondenzblätter stellt den verbliebenen politischen Kern der aufgelösten Druckschriftensammlung (Nichtamtliche Druckschriften / Periodika) dar und setzt sich zusammen aus politischen Korrespondenzblättern der Parteien SPD, CSU, CDU, FDP, DKP, KPD und BSP sowie freier Korrespondenzdienste. Enthalten sind auch Informationsdienste politischer/gesellschaftlicher Bewegungen. Der Großteil der Serien stammt aus der Nachkriegszeit und reicht bis Ende der 1990er Jahre. Dem trägt die Bestandsgliederung Rechnung, die nicht chronologisch, sondern systematisch aufgebaut ist und die umfangreichsten (und zugleich jüngsten) Kapitel an den Anfang rückt. Ergänzt wird die Sammlung durch Informationsdienste aus der Zeit des Nationalsozialismus (z.B. Partei-Korrespondenzen der NSDAP und ihrer Untergliederungen). Das inhaltliche Spektrum der Informationen deckt Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Sport und weltanschauliche, v.a. NS-Propaganda ab. Die Serien enthalten darüber hinaus vereinzelt Beilagen zu Themen wie Kalter Krieg, atomare Aufrüstung, Rassentheorie und Antisemitismus. Insbesondere die Korrespondenzblätter aus der Nachkriegszeit sind durch eine große inhaltliche Bandbreite charakterisiert: es finden sich politische Erklärungen, Gesetzesentwürfe und -texte, Auszüge aus Redebeiträgen ebenso wie Ankündigungen und Einladungen zu Sitzungen und Veranstaltungen, Tagesordnungen, Tagungsberichte, Wahlaufstellungen, Wahlergebnisse oder Mitgliedslisten etwa von Landtagsausschüssen, dazu Interviews mit Abgeordneten sowie Biografien und Nachrufe. Die einzelnen Serien der Sammlung liegen zumeist in gebundener bzw. gelumbeckter Form als Bände vor; einzelne Einheiten sind geschnürt oder in Juris-Mappen eingelegt. Die gebundenen und geschnürten Einheiten werden im Regal stehend buchförmig verwahrt. Aufgrund der kleinteiligen Erscheinungsweise insbesondere der jüngeren Serien (manche Parteikorrespondenzen erschienen beinahe täglich) weisen die Serien regelmäßig Lücken auf. Wenn ganze Jahrgänge oder Monate fehlen, so ist dies in den einzelnen Eintragungen im Findbuch ablesbar. Wenn einzelne Ausgaben innerhalb eines Monats fehlen, konnte dies nicht vermerkt werden; hier ist eine Einsichtnahme erforderlich. Auch die innere Ordnung der Bände ist nicht immer rein chronologisch, bisweilen springen die Nummern oder sind chronologisch absteigend geordnet. Oftmals treten in den gebundenen Bänden auch Dubletten von Einzelausgaben auf. Vereinzelt enthalten gebundene Bände auch eingelegte Einzelausgaben als Beifügung; dies ist in der Regel im Enthält-Vermerk festgehalten. Der Bestand ist mit Betreff (Titel und ggf. Herausgeber der Korrespondenzblattserie) und Laufzeit (Jahres- und ggf. Monatsangabe bzw. Jahrgang) erschlossen. Die Informationen aus der ursprünglichen Findkartei wurden u.a. von Frau Archivhauptsekretärin Sandra Karmann in die Datenbank übertragen. Die inhaltliche Gliederung besorgte Archivdirektor Dr. Thomas Paringer. Im Jahr 2020 wurden die Verzeichnungsinformationen vom Archivpraktikanten und Auszubildenden zum FaMI Knut Klihowetz, Potsdam, vereinheitlicht und serienweise feinsortiert. Die ebenfalls aufgenommenen archivischen Altsignaturen lassen die ursprüngliche, teilweise springende oder abweichende ältere Reihenfolge noch erkennen. Im Zuge dieser abschließenden Bearbeitung wurden die neuen, nun endgültigen Bestellsignaturen vergeben. Der Bestand wird zitiert als: BayHStA, Sammlung Politische Korrespondenzblätter Nr. ... November 2020 Dr. Thomas Paringer
Sammlung Politische Korrespondenzblätter
N.N.
727
Bestand
Drucksachen
ger
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:04 MESZ