Hefner (Essigmacher) (Bestand)
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E 5/33
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Die Hefner, auch Essigmacher, stellten ein Handelshandwerk dar. Ihnen unterlag die Fertigung von und der Handel mit Hefe und Essig. Die Hefner arbeiteten eng mit Bierbrauern und Weinhändlern zusammen. Sie hatten daher Ungeld zu zahlen (indirekte Verbrauchssteuer auf bestimmte Nahrungsmittel, vor allem Wein, dann Bier, später auch andere). Zur Herstellung des Essigs durfte nur Wein, kein Obstsaft, verwendet werden.Eine Ordnung für das Geschworene Handwerk ist von 1535 bekannt. Vielfach geregelt waren die Bedingungen zum Handel allgemein und zur Zusammenarbeit mit den Bierbrauern.Der vorliegende Bestandssplitter enthält vor allem Ratsverlässe das Handwerk betreffend, einige Dokumente zu den Preisen für Weinessig und Rechnungsmaterialien. Besonders zu erwähnen ist ein Rechnungsbuch der Vorgeher der Hefner und Essigmacher 1723-1859 mit detaillierten Angaben zu den einzelnen Einnahmen- und Ausgabenposten und Nennungen der ersten und zweiten Vorgeher sowie der jeweiligen Kassierern des Handwerks.
Einheiten: 3
Bestand
Deutsch
Bierbrauer
Essigmacher (Handwerksarchiv)
Handel
Handwerksarchive (Einzelbestände)
Handwerksordnung
Hefner (Handwerksarchiv)
Ratsverlässe
Rechnungsmaterialien
Ungeld
Weinhändler
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ