Heinrich Truchsess von Waldburg, Herr zu Wolfegg und Zeil, beurkundet, dass sich Martha Höcht zu Rötenbach, eheliche Tochter des Matthäus Höcht und der Ursula Raufeiss, um 4 fl rh, deren Empfang er hiermit quittiert, aus seiner und der Herrschaft Wolfegg Leibherrschaft freigekauft hat. Der Aussteller entbindet genannte Martha von ihrem Eid, spricht sie mit Leib und Gut und allen künftigen Kindern von der Eigenschaft und den aus ihr resultierenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, verspricht, künftig weder sie noch ihre Nachkommen und Erben von Leibeigenschafts wegen zu behelligen, und gestattet ihr, ab sofort Schirm oder Bürgerrecht bei Herren, Städten oder auf dem Land anzunehmen, ganz wie es ihr am nützlichsten ist. Sofern die Freigelassene liegende [und der Herrschaft Wolfegg steuerbare] Güter besitzt, soll es mit denselben nach Maßgabe des zwischen den von Waldburg und ihrer Landschaft errichteten Vertrages gehalten werden. Auch gilt der Vorbehalt, dass Martha, falls sie über kurz oder lang wieder in waldburgische Herrschaften ziehen sollte, sich der Leibherrschaft des Ausstellers oder seiner Erben erneut unterwerfen muss.
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Heinrich Truchsess von Waldburg, Herr zu Wolfegg und Zeil, beurkundet, dass sich Martha Höcht zu Rötenbach, eheliche Tochter des Matthäus Höcht und der Ursula Raufeiss, um 4 fl rh, deren Empfang er hiermit quittiert, aus seiner und der Herrschaft Wolfegg Leibherrschaft freigekauft hat. Der Aussteller entbindet genannte Martha von ihrem Eid, spricht sie mit Leib und Gut und allen künftigen Kindern von der Eigenschaft und den aus ihr resultierenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, verspricht, künftig weder sie noch ihre Nachkommen und Erben von Leibeigenschafts wegen zu behelligen, und gestattet ihr, ab sofort Schirm oder Bürgerrecht bei Herren, Städten oder auf dem Land anzunehmen, ganz wie es ihr am nützlichsten ist. Sofern die Freigelassene liegende [und der Herrschaft Wolfegg steuerbare] Güter besitzt, soll es mit denselben nach Maßgabe des zwischen den von Waldburg und ihrer Landschaft errichteten Vertrages gehalten werden. Auch gilt der Vorbehalt, dass Martha, falls sie über kurz oder lang wieder in waldburgische Herrschaften ziehen sollte, sich der Leibherrschaft des Ausstellers oder seiner Erben erneut unterwerfen muss.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2966
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1560 Februar 5 (auf montag nach vnser lieben Frawen tag Liechtmess)
13,3 x 39,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Heinrich Truchsess von Waldburg
Empfänger: Martha Höcht
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend, beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Martha Höcht
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend, beschädigt
Vermerke: Rückvermerk
Höcht, Martha
Höcht, Matthäus
Raufeiss, Ursula
Waldburg, Heinrich Truchsess von
Rötenbach : Wolfegg RV
Schloss Zeil : Reichenhofen, Leutkirch im Allgäu RV
Wolfegg RV
Wolfegg RV; Herrschaft
Zeil
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:27 PM CET
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- Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe (Archival holding)
- Leibeigenschaftsbriefe (Classification)
- 1550-1599 (Classification)