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Johann [von Merlau], Abt von Fulda, bekundet für sich, seine
Nachfolger und das Kloster [Fulda], dass er auf Grund geleisteter und
zukünftiger Die...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1401-1410
1403 März 2
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (fehlen)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist nach Cristi geburd viertzehenhundert iare in dem dritten iare an Frytage nach sent Mathias tage des heiligen aposteln
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann [von Merlau], Abt von Fulda, bekundet für sich, seine Nachfolger und das Kloster [Fulda], dass er auf Grund geleisteter und zukünftiger Dienste mit Zustimmung des Dekans Giso und des Konvents von Fulda seinem Schwager Nikolaus (Klaus) von Leibolz (Leyboldes) 300 gute, wohlgewogene und genehme Gulden angewiesen hat und dafür Nikolaus und seiner [Johanns] Schwester Metze Burg und Dorf Giesel (Gysela), einen Fronhof in Reichenbach und den Hof in Giesel, der einst Götz von Sassen gehörte, mit allen Rechten, Einkünften und Zubehör auf Lebzeiten als Lehen verliehen hat. Ausgenommen davon sind der Wald Zundernhart mit allen jährlichen Einkünften wie Forsthafer und Verpfändungen sowie 2000 Krüge und Töpfe, die alljährlich an Ostern aus Giesel abgeliefert werden müssen. Vom Forsthafer sollen Nikolaus, Metze und ihre Erben jährlich 18 Viertel Hafer und von jeder Verpfändung den fünften Pfennig erhalten. Hierfür sollen sie zwei Knechte und ein Pferd bereitstellen, die täglich den Wald abreiten und pflegen. Die Knechte sollen dem Abt und seinen Nachkommen bei den Heiligen die Treue schwören. Nikolaus und Metze sollen die armen Leute in diesen Gebieten schützen und vor Gericht vertreten sowie ihre Rechte nicht antasten. Nach Nikolaus' und Metzes Tod besteht für den Abt und seine Nachfolger für 200 gute, wohlgewogene und genehme Gulden ein jederzeitiges Rückkaufrecht gegenüber deren Nachkommen. Der Rückkauf muss zwei Monate im Voraus angekündigt werden; innerhalb dieser Frist muss die Rückkaufsumme gezahlt werden. Wenn Nikolaus vor Metze stirbt, können Abt und Kloster die Güter nicht einlösen, außer wenn Metze wieder heiratet. Die Rückkaufsumme soll in Fulda übergeben werden; hierfür sichert der Abt freies Geleit zu. Nach der Bezahlung müssen die Güter ohne Widerspruch zurückgegeben werden. Sollte der Abt zum Zeitpunkt eines möglichen Rückkaufs die Burgen Bieberstein, Hünfeld, Giesel, das halbe Gericht Aschenbach (Eschenbach) und die Propstei Frauenberg nicht, wie in anderen Urkunden mit Dekan und Konvent vereinbart, eingelöst haben, können Dekan und Konvent die oben genannten Güter in Giesel für 200 Gulden einlösen. Diese Summe soll der Abt dann zusammen mit seinen anderen Verpflichtungen gegenüber Dekan und Konvent begleichen. Nikolaus gelobt und schwört bei den Heiligen mit erhobenen Fingern, alle Vereinbarungen einzuhalten. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Johann], [Dekan Giso mit dem Konvent von Fulda]
Holzhafer bzw. Forsthafer: Abgabe an den Forstherrn für die Waldnutzung oder für einen zu Bauland gemachten Forst; vgl. DRW III, Sp. 641 f. und V, Sp. 1480.
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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