1625 Juni 15 (stylo novo), Schloss Schechingen Johann Angelberger von Wimpfen im Tal Wormser Bistums, kaiserlicher Notar und Kastner des Ellwanger Stiftskapitels, beurkundet: Wilhelm [VII.] Adelmann von Adelmannsfelden (#96) zu Schechingen, Hohenstadt und Neubronn, der nach dem Tod seines Vetters Georg Sigmund [I.] Adelmann von Adelmannsfelden (#106) zu Hohenstadt und Neubronn mit dessen Witwe Marie Jakobe geb. von Plieningen, deren Angehörigen (consorten) sowie Georg Sigmunds Schwestern [Maria (#102), Dorothea (#101) und Rosina (#105)] wegen der eigenmächtigen Inbesitznahme des Schlosses Hohenstadt sowie weiterer Eigen- und Lehengüter in Streit geraten war, hat ihm und den Zeugen einen wörtlich inserierten Requisitionszettel vom selben Tag vorgelegt, in dem er aufgrund des von seinem +Vorfahren Wilhelm [VI.] Adelmann von Adelmannsfelden (#74) zu Schechingen, Hohenstadt und Neubronn, Mitglied der freien Reichsritterschaft, in seinem letzten Willen errichteten Familienfideikommisses und aufgrund der von den Brüdern Erhard [II.] (#85) und Wolf Caspar Adelmann von Adelmannsfelden (#86) am 14. Nov. 1582 getroffenen Erbteilung als nächster Agnat das Erbe seines oben gen. Vetters an Eigen und Lehen für sich fordert. Er bat den Notar, diesen Zettel vor Zeugen öffentlich zu verlesen, ihn der gen. Witwe und Konsorten unter Androhung weiterer Schritte zu insinuieren und ein oder mehrere Notariatsinstrumente über die Antwort der Gegenpartei zu verfertigen. - Der Notar hat am selben Tag in Gegenwart der unten gen. Zeugen im Schloss zu Hohenstadt dem Bruder der Witwe, Georg von Plieningen auf Neuenschaubeck (neuen Schauberg) und Hohenstein, eine vidimierte Kopie des Requisitionszettels insinuiert. Plieningen erwiderte: 1) Er entnehme dem Zettel, Adelmann wolle wissen, ob er und seine Interessenten Eigen und Lehen abtreten würden. 2) Adelmann werde sich daran erinnern, was er Württemberg gegenüber erklärt habe: Er wolle die Friedensvereinbarung halten. 3) Adelmann werde sich dessen erinnern, was ihm Württemberg befohlen habe. Seine, Plieningens, Antwort sei: 1) Er wolle wissen, was Adelmann beabsichtige, falls man Eigen und Lehen nicht abtrete. 2) Er hoffe, Adelmann werde seine Zusage nicht brechen und anders handeln, als er Württemberg versprochen habe. 3) Er warne Adelmann und bitte ihn, seine Schritte wohl zu überlegen: Er Plieningen, wisse auch, (was für Schreiben zue Studtgarten liegen). {?} 1) Hans Wilhelm Brast, vohensteinischer Diener zu Adelmannsfelden, 2) Jakob Steilin, woellwarthscher Diener zu Laubach (Lauben) Siegler: der A. Ausf. Perg.-Libell, 6 Bll. - an rot-weißer Heft- und Siegelschnur 1 Sg. in Holzkapsel - Notariatssignet - U.: der A. - jüngerer Rv. Altsignatur(en): No. 5. A.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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