02.01.07. Allzunah
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A 35 (Benutzungsort: Wernigerode) Späteres Oberlandesgericht Naumburg. Ältere Lehnsakten aus den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt
Späteres Oberlandesgericht Naumburg. Ältere Lehnsakten aus den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt >> 02 Spezialia >> 02.01. Orte und Güter mit A
Laufzeit: 1751 - 1822
Zusatzinformationen: Glashütte
Besitzer:
1. Hälfte: Johann Niclaus Gundelach († 1751), diese Hälfte erben dessen 6 Kinder, diese verkaufen und vererben ihre Anteile untereinander. So überlassen die 4 Kinder Johann Michael Gundelach, Maria Veronica Greinerin, Anna Cunigunda Veronica Weigandin und Johanna Blandina Sophia Greinerin ihre 4/6 Anteile an ihre zwei Miterben-Brüder Johann Georg Gundelach und Johann Daniel Gundelach. Beide Brüder kamen nicht klar und so bat Johann Daniel Gundelach seinen Bruder um Überlassung seines Anteils für 450 Taler. Letzterer lehnte aber Verkauf oder Verpachtung seines Anteils ab und wollte selbst den Anteil seines Bruders kaufen, was dieser seinerseits ablehnte. Sie einigten sich 1751 auf einen gemeinsamen Weiterbetrieb.
2. Hälfte: Postmeister Johann Heinrich Gottlieb Wenzel zu Ilmenau (mindestens 1751 - 1759) wollte seine Hälfte an den Mitbesitzer Johann Daniel Gundelach verkaufen. Dagegen beschwerte sich dessen Schwiegersohn Georg Friedrich Grundelach und seine Ehefrau Cordula Sophia G. geb. Wenzel. Die Juristenfakultät Leipzig gab ihnen Rechtl. Nachdem Frau Gundelach im Mai 1762 gestorben war, übernahmen ihre unmündigen Kinder Henrietta Margretha und Nathan Gottlob Gundelach die Hälfte der Glashütte. Johann Daniel Gundelach (1768 noch am Leben, besaß andere Hälfte der GH von seinem Vater und seinem Bruder) und der Kindesvater Georg Friedrich Gundelach wollten die Kinder als Kuratoren vertreten, waren aber nicht legitimiert.
Durch Kauf erwibt die verschuldete Hütte durch Versteigerung 1782 der kursächsische Kammerjunker, Oberforst- und -wildmeister Friedrich August von Häseler zu Schleusingen (1782 - † 1796). Dessen 7 Kinder überlassen die Glashütte am 11. Mai 1811 durch Erbteilungsvertrag käuflich an ihre Schwester Henriette Charlotte von Seebach geb. von Häseler zu Marienthal bei Eckartsberga.
Zusatzinformationen: Glashütte
Besitzer:
1. Hälfte: Johann Niclaus Gundelach († 1751), diese Hälfte erben dessen 6 Kinder, diese verkaufen und vererben ihre Anteile untereinander. So überlassen die 4 Kinder Johann Michael Gundelach, Maria Veronica Greinerin, Anna Cunigunda Veronica Weigandin und Johanna Blandina Sophia Greinerin ihre 4/6 Anteile an ihre zwei Miterben-Brüder Johann Georg Gundelach und Johann Daniel Gundelach. Beide Brüder kamen nicht klar und so bat Johann Daniel Gundelach seinen Bruder um Überlassung seines Anteils für 450 Taler. Letzterer lehnte aber Verkauf oder Verpachtung seines Anteils ab und wollte selbst den Anteil seines Bruders kaufen, was dieser seinerseits ablehnte. Sie einigten sich 1751 auf einen gemeinsamen Weiterbetrieb.
2. Hälfte: Postmeister Johann Heinrich Gottlieb Wenzel zu Ilmenau (mindestens 1751 - 1759) wollte seine Hälfte an den Mitbesitzer Johann Daniel Gundelach verkaufen. Dagegen beschwerte sich dessen Schwiegersohn Georg Friedrich Grundelach und seine Ehefrau Cordula Sophia G. geb. Wenzel. Die Juristenfakultät Leipzig gab ihnen Rechtl. Nachdem Frau Gundelach im Mai 1762 gestorben war, übernahmen ihre unmündigen Kinder Henrietta Margretha und Nathan Gottlob Gundelach die Hälfte der Glashütte. Johann Daniel Gundelach (1768 noch am Leben, besaß andere Hälfte der GH von seinem Vater und seinem Bruder) und der Kindesvater Georg Friedrich Gundelach wollten die Kinder als Kuratoren vertreten, waren aber nicht legitimiert.
Durch Kauf erwibt die verschuldete Hütte durch Versteigerung 1782 der kursächsische Kammerjunker, Oberforst- und -wildmeister Friedrich August von Häseler zu Schleusingen (1782 - † 1796). Dessen 7 Kinder überlassen die Glashütte am 11. Mai 1811 durch Erbteilungsvertrag käuflich an ihre Schwester Henriette Charlotte von Seebach geb. von Häseler zu Marienthal bei Eckartsberga.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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Hierarchy detail view
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) (Archival tectonics)
- 01.07. Territorienübergreifende Bestände (Archival tectonics)
- 01.07.04. Späteres Oberlandesgericht Naumburg (Archival tectonics)
- Späteres Oberlandesgericht Naumburg. Ältere Lehnsakten aus den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt (Archival holding)
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- 02.01. Orte und Güter mit A (Classification)
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