Staatliches Forstamt Langenau (mit Vorläufern) (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, FL 605/39
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Untere Verwaltungsbehörden seit um 1945 >> Geschäftsbereich Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt >> Staatliche Forstämter 'neuer Ordnung' (ab 1902)
1818-1978 (Va ab 1711, Na bis 1989)
Überlieferungsgeschichte
Das Forstamt Langenau ist 1902 als Forstamt neuer Ordnung in der Nachfolge des Revieramts Langenau entstanden, welches nach wechselnder Zugehörigkeit zuletzt seit 1891 dem Forstamt alter Ordnung Ulm unterstellt war. Das Forstamt wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeitweilig als Außenstelle des Forstamts Söflingen geführt. Mit dem Aufbau der Landesverwaltung nach 1945 wurde das Forstamt der Forstdirektion Nordwürttemberg zugeordnet, 1975 ging es an die Forstdirektion Tübingen über. Es übernahm damals große Teile des Bezirks vom Forstamt Altheim, aber auch Splitter der Bezirke Bermaringen, Bolheim und Geislingen. Mit dem Jahr 2005 ging das Staatliche Forstamt Langenau im Fachdienst Forst und Naturschutz des Alb-Donau-Kreises auf.
Vorläufer des Staatlichen Forstamts Langenau war die Hut Langenau, die seit 1810 zu den neun Huten des Oberforstamts Ulm gehörte. Die Hut Langenau ging 1818 im Revieramt Langenau auf, das zum Oberforstamt Geislingen gehörte. Das Revier setzte sich aus den vier Huten Ballhardt, Engelgehäu (Englaghau), Frauenholz und Sparrenwald zusammen. Mit Schaffung des Forstamts Albeck wechselte das Revier 1822 seine Zugehörigkeit. 1841 wurde der Forstamtsbezirk von Albeck nach Söflingen verlegt. 1845 gehörte das Revier Langenau zum Forstamt Söflingen. Von der Neueinteilung der Staatsreviere am 16. August 1875 war das Forstamt Söflingen nicht betroffen. Erst nachdem das Forstamt Söflingen 1883 durch mehrere Gebietsabtretungen zu klein geworden war, wurde es aufgelöst und dem Forstamt Heidenheim angegliedert. Bei einer weiteren Reduktion der Forstämter kam Langenau 1888 zum Forstamt Biberach und 1891 zum Forstamtsbezirk Ulm (Vgl. Beschreibung des Oberamts Ulm, 1836 und 1897, s.u.).
Inhalt und Bewertung
Im Oktober 1991 wurden die 1950 in das Staatsarchiv eingelieferten Bestände des Forstamts Langenau von Dr. Ruth Kappel verzeichnet (Büschel 1-65). Hierbei wurden einzelne Unterlagen als Fremdprovenienzen den folgenden Beständen zugeteilt: F 113a (Forstamt alter Ordnung Söflingen), F 62 (Kameralamt Laupheim-Wiblingen) und im Staatsarchiv Sigmaringen Bestand Wü 161/39 T 2 (Staatliches Forstamt Ochenhausen, Zugang 87/1991). Im Rahmen der Vorarbeiten wurden die Holzhauerlohnakkordverzeichnisse (1820-1902), Wahlurkunden für die Bevollmächtigten der Holzhauergesellschaft (1873-1901) und Lohnverzeichnisse von Frau Dr. Bickhoff kassiert.
Im April 2001 ergänzte Wolfgang Schneider den Bestand um zwei Büschel (Zugang vom 5.12.1995). Der übrige Zugang von 1995 wurde im Zuge der Provenienzentrennung dem Bestand FL 605/4 (Staatliches Forstamt Altheim) zugeschlagen.
Im Jahr 2009 wurde der Zugang 2005/27 (Bü 70-192) von Karl-Heinz Panse auf Grundlage der Ablieferungslisten verzeichnet und diesem Bestand hinzugefügt. Eine Provenienzentrennung fand bei diesem Zugang aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht statt, so dass auch Unterlagen benachbarter Forstämter in diesem Bestand enthalten sind.
Im Jahr 2012 wurden sechs Karten (Zugang 2006/12) dem Bestand hinzugefügt. Die Karten sind noch nicht verzeichnet.
Die Klassifikation ist am Normaktenplan der Forstverwaltung von 1955 angelehnt. Sie wurde 2001 und 2009 erweitert und vereinzelt angepasst. Der für Büschel 1-69 erstellte Orts- und Personenindex wurde 2009 nicht weitergeführt, da die Freitextsuche im Online-Findbuch einen hinreichenden Ersatz bietet.
Die Vorbemerkungen von 1991 und 2001 und der neueste Sachstand fanden vollständigen Eingang in die vorliegende Vorbemerkung.
Das Forstamt Langenau ist 1902 als Forstamt neuer Ordnung in der Nachfolge des Revieramts Langenau entstanden, welches nach wechselnder Zugehörigkeit zuletzt seit 1891 dem Forstamt alter Ordnung Ulm unterstellt war. Das Forstamt wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeitweilig als Außenstelle des Forstamts Söflingen geführt. Mit dem Aufbau der Landesverwaltung nach 1945 wurde das Forstamt der Forstdirektion Nordwürttemberg zugeordnet, 1975 ging es an die Forstdirektion Tübingen über. Es übernahm damals große Teile des Bezirks vom Forstamt Altheim, aber auch Splitter der Bezirke Bermaringen, Bolheim und Geislingen. Mit dem Jahr 2005 ging das Staatliche Forstamt Langenau im Fachdienst Forst und Naturschutz des Alb-Donau-Kreises auf.
Vorläufer des Staatlichen Forstamts Langenau war die Hut Langenau, die seit 1810 zu den neun Huten des Oberforstamts Ulm gehörte. Die Hut Langenau ging 1818 im Revieramt Langenau auf, das zum Oberforstamt Geislingen gehörte. Das Revier setzte sich aus den vier Huten Ballhardt, Engelgehäu (Englaghau), Frauenholz und Sparrenwald zusammen. Mit Schaffung des Forstamts Albeck wechselte das Revier 1822 seine Zugehörigkeit. 1841 wurde der Forstamtsbezirk von Albeck nach Söflingen verlegt. 1845 gehörte das Revier Langenau zum Forstamt Söflingen. Von der Neueinteilung der Staatsreviere am 16. August 1875 war das Forstamt Söflingen nicht betroffen. Erst nachdem das Forstamt Söflingen 1883 durch mehrere Gebietsabtretungen zu klein geworden war, wurde es aufgelöst und dem Forstamt Heidenheim angegliedert. Bei einer weiteren Reduktion der Forstämter kam Langenau 1888 zum Forstamt Biberach und 1891 zum Forstamtsbezirk Ulm (Vgl. Beschreibung des Oberamts Ulm, 1836 und 1897, s.u.).
Inhalt und Bewertung
Im Oktober 1991 wurden die 1950 in das Staatsarchiv eingelieferten Bestände des Forstamts Langenau von Dr. Ruth Kappel verzeichnet (Büschel 1-65). Hierbei wurden einzelne Unterlagen als Fremdprovenienzen den folgenden Beständen zugeteilt: F 113a (Forstamt alter Ordnung Söflingen), F 62 (Kameralamt Laupheim-Wiblingen) und im Staatsarchiv Sigmaringen Bestand Wü 161/39 T 2 (Staatliches Forstamt Ochenhausen, Zugang 87/1991). Im Rahmen der Vorarbeiten wurden die Holzhauerlohnakkordverzeichnisse (1820-1902), Wahlurkunden für die Bevollmächtigten der Holzhauergesellschaft (1873-1901) und Lohnverzeichnisse von Frau Dr. Bickhoff kassiert.
Im April 2001 ergänzte Wolfgang Schneider den Bestand um zwei Büschel (Zugang vom 5.12.1995). Der übrige Zugang von 1995 wurde im Zuge der Provenienzentrennung dem Bestand FL 605/4 (Staatliches Forstamt Altheim) zugeschlagen.
Im Jahr 2009 wurde der Zugang 2005/27 (Bü 70-192) von Karl-Heinz Panse auf Grundlage der Ablieferungslisten verzeichnet und diesem Bestand hinzugefügt. Eine Provenienzentrennung fand bei diesem Zugang aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nicht statt, so dass auch Unterlagen benachbarter Forstämter in diesem Bestand enthalten sind.
Im Jahr 2012 wurden sechs Karten (Zugang 2006/12) dem Bestand hinzugefügt. Die Karten sind noch nicht verzeichnet.
Die Klassifikation ist am Normaktenplan der Forstverwaltung von 1955 angelehnt. Sie wurde 2001 und 2009 erweitert und vereinzelt angepasst. Der für Büschel 1-69 erstellte Orts- und Personenindex wurde 2009 nicht weitergeführt, da die Freitextsuche im Online-Findbuch einen hinreichenden Ersatz bietet.
Die Vorbemerkungen von 1991 und 2001 und der neueste Sachstand fanden vollständigen Eingang in die vorliegende Vorbemerkung.
192 Büschel (6,1 lfd. m)
Bestand
Beschreibung des Oberamts Ulm, Stuttgart 1836, S. 191, 467-469.
Beschreibung des Oberamts Ulm, 2. Bearbeitung, Stuttgart 1897, S. 563f.
Alfred Dehlinger: Württembergs Staatswesen in seiner geschichtlichen Entwicklung bis heute, Band I-2, Stuttgart 1951-1953 (insbes. §§ 351ff.).
Die Forstwirtschaft in Baden-Württemberg (= Schriftenreihe der Landesforstverwaltung B-W, Band 9), Stuttgart 1960, 3. Auflage 1976.
Dreißig Jahre Landesforstverwaltung Baden-Württemberg (= Schriftenreihe der Landesforstverwaltung B-W, Band 63), Stuttgart 1985.
Ferdinand Graner: Die Forstverwaltung Württembergs, Stuttgart 1910.
Claus Lischke, Über die Forstdirektion in Tübingen nebst ihren Zugehörigkeiten, Stuttgart 2004.
Wilfried Ott: Die Entwicklung der Forstorganisation in Württemberg seit 1803 (= Schriftenreihe der Landesforstverwaltung B-W, Band 54), (Diss.) Freiburg 1979.
Helmut Rau/Helmut Brandl: Zwei Jahrhunderte Forstgeschichte Baden-Württemberg: von der Königlich-Württembergischen Forstdirektion zur Forstdirektion Stuttgart, Freiburg 2000.
Beschreibung des Oberamts Ulm, 2. Bearbeitung, Stuttgart 1897, S. 563f.
Alfred Dehlinger: Württembergs Staatswesen in seiner geschichtlichen Entwicklung bis heute, Band I-2, Stuttgart 1951-1953 (insbes. §§ 351ff.).
Die Forstwirtschaft in Baden-Württemberg (= Schriftenreihe der Landesforstverwaltung B-W, Band 9), Stuttgart 1960, 3. Auflage 1976.
Dreißig Jahre Landesforstverwaltung Baden-Württemberg (= Schriftenreihe der Landesforstverwaltung B-W, Band 63), Stuttgart 1985.
Ferdinand Graner: Die Forstverwaltung Württembergs, Stuttgart 1910.
Claus Lischke, Über die Forstdirektion in Tübingen nebst ihren Zugehörigkeiten, Stuttgart 2004.
Wilfried Ott: Die Entwicklung der Forstorganisation in Württemberg seit 1803 (= Schriftenreihe der Landesforstverwaltung B-W, Band 54), (Diss.) Freiburg 1979.
Helmut Rau/Helmut Brandl: Zwei Jahrhunderte Forstgeschichte Baden-Württemberg: von der Königlich-Württembergischen Forstdirektion zur Forstdirektion Stuttgart, Freiburg 2000.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:40 PM CET
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