Andreas Schmidtmayer, Bürger zu Nürnberg, welcher von dem Rat zur Strafe des Turms auf Lebenszeit verurteilt worden, aber auf Bitten seiner Ehefrau Anna Maria zu lebenslänglichen Arrest in seinem eigenen Haus begnadigt worden war, setzt für die getreue Erfüllung der ihm auferlegten Bedingungen (nämlich sein Haus niemals ohne Wissen des Rats zu verlassen, sich alles bösen und verdächtigen Redens und Schreibens gegen das Stadtregiment zu enthalten, auch mit den Gegnern der evangelischen Kirche keinen Verkehr zu pflegen) alle seine Habe und Güter zu Unterpfand und stellt als Bürgen seine Ehefrau, Christoff Beheim, Jakob Welser, Karl Schlüsselfelder, Jobst Tucher, Hans Imhoff und Sigmund Wilhelm Schmidtmayer, alle des innern und größeren Rats, mit dem Recht dieselben im Falle seines Ungehorsams mit einer Buße von 10.000 Gulden zu belegen. - Siegler: der Aussteller, die 7 Bürgen, ferner Lukas Friedrich Beheim und Martin Karl Haller, Genannte des größeren Rats und geschworene Gerichtsschöffen.
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Andreas Schmidtmayer, Bürger zu Nürnberg, welcher von dem Rat zur Strafe des Turms auf Lebenszeit verurteilt worden, aber auf Bitten seiner Ehefrau Anna Maria zu lebenslänglichen Arrest in seinem eigenen Haus begnadigt worden war, setzt für die getreue Erfüllung der ihm auferlegten Bedingungen (nämlich sein Haus niemals ohne Wissen des Rats zu verlassen, sich alles bösen und verdächtigen Redens und Schreibens gegen das Stadtregiment zu enthalten, auch mit den Gegnern der evangelischen Kirche keinen Verkehr zu pflegen) alle seine Habe und Güter zu Unterpfand und stellt als Bürgen seine Ehefrau, Christoff Beheim, Jakob Welser, Karl Schlüsselfelder, Jobst Tucher, Hans Imhoff und Sigmund Wilhelm Schmidtmayer, alle des innern und größeren Rats, mit dem Recht dieselben im Falle seines Ungehorsams mit einer Buße von 10.000 Gulden zu belegen. - Siegler: der Aussteller, die 7 Bürgen, ferner Lukas Friedrich Beheim und Martin Karl Haller, Genannte des größeren Rats und geschworene Gerichtsschöffen.
Reichsstadt Nürnberg, Ratskanzlei, C-Laden, Urkunden 27
S II L 82 Nr. 2
Reichsstadt Nürnberg, Ratskanzlei, C-Laden, Urkunden
Reichsstadt Nürnberg, Ratskanzlei, C-Laden, Urkunden >> C-Laden: Urkunden (in chronologischer Reihung)
1618 Dezember 23
Perg.
Urkunden
Besiegelung/Beglaubigung: mit angeh. 10 guten Siegeln und Unterschrift des Andreas Schmidtmayers, der Bürgen und Siegler
Überlieferung: Ausfertigung
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Nürnberg
Originaldatierung: Geschehen und gegeben nach meiner endtledigung uff dem Rathhauß zu Nürmberg, den 23. Decembris etc. 1618.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1618
Monat: 12
Tag: 23
Überlieferung: Ausfertigung
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Nürnberg
Originaldatierung: Geschehen und gegeben nach meiner endtledigung uff dem Rathhauß zu Nürmberg, den 23. Decembris etc. 1618.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1618
Monat: 12
Tag: 23
Schmidtmayer, Andreas
Schmidtmayer, Anna Maria
Beheim, Christoph
Welser, Jakob
Schlüsselfelder, Karl
Tucher, Jobst
Imhoff, Hans
Schmidtmayer, Sigmund Wilhelm
Beheim, Lukas Friedrich
Haller, Karl Martin
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 11:53 MESZ
Hierarchie
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