Hans Öhaim, Urteilssprecher des Hofgerichts zu Rottweil, zeigt dem Rottweiler Hofgericht an, dass er Lienhard Kadell zu Ulm in die nützliche Gewäre der Güter des offenen Ächters Graf Wilhelm zu Kirchberg gesetzt habe, nämlich Schloss Kirchberg, Wullenstetten, Illerberg, Sendobüren mit Leuten, Zinsen, Renten, Gülten, Herrlichkeiten, Zwänge, Bännen, Diensten, Häusern, Bett, Bettrat, Hausrat, Vieh, Wein, Korn, Geldschulden, Barschaft, Silbergeschirr, Kleinode, Pferde, Hornvieh und alle anderen Güter liegend und fahrend, Lohn und Eigen, Gesuchtes und Ungesuchtes, Kleines und Grosses, und dass Lienhard alles sechs Wochen drei Tage und länger unwidersprochen besessen habe.
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Hans Öhaim, Urteilssprecher des Hofgerichts zu Rottweil, zeigt dem Rottweiler Hofgericht an, dass er Lienhard Kadell zu Ulm in die nützliche Gewäre der Güter des offenen Ächters Graf Wilhelm zu Kirchberg gesetzt habe, nämlich Schloss Kirchberg, Wullenstetten, Illerberg, Sendobüren mit Leuten, Zinsen, Renten, Gülten, Herrlichkeiten, Zwänge, Bännen, Diensten, Häusern, Bett, Bettrat, Hausrat, Vieh, Wein, Korn, Geldschulden, Barschaft, Silbergeschirr, Kleinode, Pferde, Hornvieh und alle anderen Güter liegend und fahrend, Lohn und Eigen, Gesuchtes und Ungesuchtes, Kleines und Grosses, und dass Lienhard alles sechs Wochen drei Tage und länger unwidersprochen besessen habe.
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 207 U 409
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 207 Ulm, Reichsstadt
Ulm, Reichsstadt >> Gerichtsurkunden >> Urkunden
1481 März 13 (Dienstag nach Invocavit)
Urkunden
Aussteller: Hans Öhaim, Urteilssprecher des Hofgerichts zu Rottweil
Siegler: Hans Öhaim, Urteilssprecher des Hofgerichts zu Rottweil
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg. besch.
Siegler: Hans Öhaim, Urteilssprecher des Hofgerichts zu Rottweil
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg. besch.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:27 MEZ
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