Aufsicht auf politische Verbrecher nach dem Jahre 1832, hier: Aktenverkehr mit der Bundeszentralbehörde in Frankfurt a.M.
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Best. J 1 Nr. 61 UNr. UNr. 1
J 1 Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten
Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten >> 10 Prozessakten und -urteile >> 10.01 Akten zu politischen Vorgängen um das Hambacher Fest 1832
1834-1842, 1854
Enthält u.a.: Untersuchung gegen den Kaufmann Scherer aus Schweigen wegen eines angeblich von ihm gehaltenen Depots der Schrift "Republikanische Ideen" von Schuster, 1836 (Bl. 1-12); desgl. gegen Georg Karl Weiland aus Neustadt, angeblicher Teilnehmer an der Julirevolution in Frankreich, wegen Teilnahme an revolutionären Verbindungen (darin: Ein beschlagnahmter Brief des Buchdruckergesellen Heinrich Weiss vom 13. Januar 1837), 1837-1840 (Bl. 13-24); desgl. gegen Ludwig Jakob Reinhard, Schneider, wohnhaft in Zweibrücken, wegen Mitgliedschaft im "Bund der Gerechten" zu Paris (darin: Neun bei einer Haussuchung gefundene Geschäfts- und Visitenkarten von diversen Schneidern und Schustern aus Paris), 1841-1842 (Bl. 25-132); "Verzeichnis derjenigen Individuen aus dem kgl. bayerischen Rheinkreise, die seit ungefähr vier Jahren sich der wegen politischer Verbrechen oder Vergehen gegen sie eingeleiteten Untersuchung durch die Flucht entzogen haben", (verzeichnet sind 25 Personen mit Namen, Stand, Heimat, Anschuldigungsgrund, Zeit der Flucht, mutmaßlicher Aufenthaltsort, Signalement, Untersuchungsgericht, Absendetag des Steckbriefes, Behörde, an die der Flüchtling abzuliefern ist), o. D. ( Bl. 139-150);Verzeichnis derjenigen Individuen aus dem königlich bayerischen Rheinkreise, die seit ungefähr drei Jahren den wegen politischer Verbrechen oder Vergehen gegen sie eingeleiteten Untersuchungen sich durch die Flucht entzogen haben (verzeichnet sind 25 Personen, enthält gleiche Angaben wie zuvor), 9. April 1834 (Bl. 151-158); Untersuchung gegen den in die Schweiz geflohenen Rechtskandidaten Dr. Joseph Schauberg, gebürtig von Annweiler, 1834 (Bl. 161-165);Abschrift eines Urteils des Großherzoglich Hessischen Oberkriegsgerichts zu Darmstadt vom 19. August 1834 gegen den vormaligen Leutnant Dr. W. Schulz ( Bl. 170-175); Schreiben der Bundeszentralbehörde zu Frankfurt a. M. an den Generalstaatsprokurator zu Zweibrücken vom 1. Oktober 1834 betreffend die Verhaftung des Studenten Minnigerode beim Eintritt in die Stadt Gießen mit Exemplaren der Flugschrift "Hessischer Landbote" und Nachfrage, ob auch in der Pfalz die Flugschrift verteilt worden sei (Bl. 176f.); Verzeichnis derjenigen Individuen aus dem Bezirke Zweibrücken, die seit ungefähr drei Jahren den wegen politischer Verbrechen oder Vergehen gegen sie eingeleiteten Untersuchungen sich durch die Flucht entzogen haben, Zweibrücken, 22. März 1834 (enthält Angaben zu F. Schüler, J. Savoye, Ph. J. Siebenpfeiffer. E. Grosse, D. Pistor, C. Th. Barth, Bl. 180-183) und desgl. vom 18. Februar 1835 (enthält Angaben zu den vorgenannten und zusätzlich F. Kurz, C. Stuckart, J. Marschall, F. Zoeller, F. Couturier und R. Wirth, Bl. 200-207); desgl. aus dem Bezirk Landau ( das Verzeichnis vom 29. März 1834 liegt nicht mehr vor, nur Schriftwechsel, Verzeichnis vom 9. Febr. 1835 mit Angaben über F. Kruell, D. Pistor und C. Hertle), 1834-1835 (Bl. 184-187, 194-196); desgl. aus dem Bezirk Kaiserslautern (das Verzeichnis vom 10. April 1834 liegt nicht mehr vor, nur Schriftwechsel, Verzeichnis vom 5. Februar 1835 mit Angaben über J. Crusius, N. Lippert, K. Geiger, Th. Engelmann und K. Th. Barth), 1834-1835 (Bl. 188-193); desgl. aus dem Bezirk Frankenthal (das Verzeichnis vom 9. Februar 1835 enthält Angaben über 17 Personen), 1835 (Bl. 397); Personenbeschreibungen des Theologiekandidaten W. Senn aus Großbockenheim, des Schreiners C. Blaufuß aus Neustadt, des Küfers S. Klein aus Neustadt, des Jurastudenten L. Frey aus Neustadt und des Spenglers J. Anweiler aus Haardt, 1835 (Bl. 210-216); Tabellarische Übersicht sämtlicher beim Bezirksgerichte zu Kaiserslautern in den Jahren 1830-1834 anhängig gewesenen, auf revolutionäre Umtriebe bezug habende Untersuchungen (verzeichnet sind 18 Untersuchungsverfahren ), 1834 (Bl. 219-230); desgl. beim Bezirksgericht in Frankenthal (verzeichnet sind 51 Verfahren), 1834 (Bl. 390-396); desgl. beim Bezirksgericht in Landau (verzeichnet sind fünf Verfahren), 1834 (Bl. 231-234); desgl. beim Bezirksgericht in Zweibrücken (verzeichnet sind 117 Verfahren), (Bl. 236-288); desgl. ein weiteres undatiertes Verzeichnis mit 150 eingetragenen Verfahren (Bl. 291-312); Einstellung des Untersuchungsverfahrens gegen den Notar Moré aus Grünstadt, 1834 (Bl. 326); die Kassationsinstanz gegen die Unterzeichner der Protestation gegen die Bundestagsbeschlüsse vom 28. Juni 1832, 1833-1834 (Bl. 328-347); Urteil der Großherzogl. Mecklenburgischen Justiz-Kanzlei zu Schwerin gegen Dr. med. J. F. B. Gressmann, den Buchhändler C. F. G. Kürschner und andere wegen der versuchten Gründung einer Filiale des Preßvereins zu Schwerin, 1834 (Bl. 348-355, 362-367); Verzeichnis sämtlicher, der Gendarmerie zur Kenntnis gekommener, seit drei Jahren flüchtig gewordener politischen Verbrecher aus dem Rheinkreise, 1834 (Bl. 356-361); Beschlagnahme von Gewehren in Germersheim, die für ein revolutionäres Unternehmen angeblich bestimmt sein sollten, 1834 (Bl. 368-375); Fahndung nach Dr. Rauschenplatt, 1834 (Bl. 376f.); Verteilung von revolutionären Broschüren und Druckschriften zwischen Edesheim und Landau, 1834 (Bl. 387f.); Der Verein deutscher Handwerker in der Schweiz, 1834 (Bl. 382-385);Untersuchung gegen den Studenten C. H. Brüggemann in Berlin, 1834 ( Bl. 386); desgl. gegen Gustav Lembert aus Neustadt, Teilnehmer einer Handwerkerversammlung in Bern, 1835 (Bl. 388); desgl. gegen den Buchhändler Christmann von Neustadt, 1835 (Bl. 398f.)
darin: Die Dienstverhältnisse der kgl. Staatsbehörde beim Bezirksgericht zu Frankenthal, 1854 (Bl. 380f.)
darin: Die Dienstverhältnisse der kgl. Staatsbehörde beim Bezirksgericht zu Frankenthal, 1854 (Bl. 380f.)
Oberlandesgericht Zweibrücken
399 Bl.
Sachakte
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Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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01.04.2025, 1:45 PM CEST
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