Kurfürst Philipp von der Pfalz verleiht zum Nutzen des ganzen Landes das Bergwerk zu Albersbach (Almersbach) im Kreiswald (in kreisen busch) gelegen, benachbart zur Gemeinde Heppenheim, den Schenken von Erbach, denen von Mörlenbach und der Gemeinde von Albersbach, mit Stollen, Schächten und Zufuhren. Berg und Begriff werden zu Lehen und Eigentum gegeben. Wenn die Bergwerke fremdes Eigentum oder Allmende einfassen, soll dies vertraglich und ziemlich entschädigt werden. Außer den Gewerken oder mit deren Zustimmung darf niemand dort bauen und schürfen. Der Zehnt und von Rechts wegen dem Landesfürsten zustehende Abgaben behält sich der Pfalzgraf vor. Der Pfalzgraf verspricht Geleit und Schirm und erlaubt es den Gewerken, den Berg mit Holz und Kohle zu verbauen und Notwendiges zu kaufen sowie Bergknechte einzusetzen, die der Gerichtsbarkeit eines Bergvogts unterstehen. Die Gewerken des Bergs Mörlenbach haben dazu sich vereinigt, eingewilligt und als ihre Vorsteher Philipp Forstmeister, Konrad Schelling und Jost Kutter bestimmt, denen die anderen Gewerken zu jeder Zeit binnen 14 Tagen ihre Kosten zu bezahlen haben, andernfalls würde der Säumige seinen Anteil am Bergwerk verlieren. Als Gewerken werden genannt: Blicker Landschad von Steinach, Hofmeister; Erkinger von Rodenstein, Marschall; Simon von Balzhofen, Ritter und Vogt zu Heidelberg; Götz von Adelsheim, Ritter und Landvogt im Elsass; Ludwig von Sickingen; Philipp Forstmeister von Gelnhausen; Hans von Sickingen; Dr. Konrad Schelling; Dr. Spiegel; Jost Kutter, Goldschmied; Jakob Heuschreck, Schneider; Hans Hecht, Goldschmied; Konrad Frankfurt; Gregor Hessler; Striebel [Trapp]; Klaus Trapp.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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